Kunstprojekt

30 blaue Schafe weiden am Sauerländer Dom in Attendorn

Haben ein blaues Schafe in ihren Händen: PGR-Vorsitzende und Seelsorgliche Begleitung im Caritas Zentrum Elisabeth Lüttecke (links) und Ideengeberin Ruth Trümper. Zur HanseNacht wird eine große Herde vor dem Sauerländer Dom weiden.

Haben ein blaues Schafe in ihren Händen: PGR-Vorsitzende und Seelsorgliche Begleitung im Caritas Zentrum Elisabeth Lüttecke (links) und Ideengeberin Ruth Trümper. Zur HanseNacht wird eine große Herde vor dem Sauerländer Dom weiden.

Foto: Lüttecke / WP

Attendorn.  Ein besonderes Kunstprojekt mit blauen Schafen aus Polyesterharz kommt zur HanseNacht nach Attendorn.

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Die „Blaue Friedensherde“ weidet zur HanseNacht am 23. und 24. August in Attendorn und zwar auf dem Kirchplatz des Sauerländer Doms. Die Vorbereitungen dafür sind gut fortgeschritten.

Im Jahre 2009 wurde das sozial-globale Kunstprojekt von den beiden Künstlern Bertamaria Reetz und Rainer Bonk ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit weidete die Herde unter anderem in 160 Großmetropolen – begonnen hat man in Venedig.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die blauen, friedlich aussehenden Schafe durch ganz Europa zogen, so waren diese unter anderem in Brüssel, Zürich, Wien, Berlin, Köln, Hamburg und Luxemburg.

Idee kam bei Landesgartenschau

Und wie kam jetzt der Termin in der Hansestadt zustande? Das ist eine Geschichte, die bereits im Jahre 2017 begann. Damals fuhr die bekannte Attendornerin Ruth Trümper mit der kfd aus Attendorn zur Landesgartenschau nach Bad Lippspringe. Auf dem Gelände der Landesgartenschau weideten zu der Zeit die durch ihre Signalfarbe besonders auffallenden blauen Schafe, von denen Ruth Trümper sehr angetan war. „Meine Freundin hat eins erworben und mir zum runden Geburtstag geschenkt“, sagt Ruth Trümper zurückschauend.

Blinder Passagier

Als blinder Passagier fuhr das Schaf von Bad Lippspringe mit dem Bus nach Attendorn. Später tauschte sich Ruth Trümper mit Elisabeth Lüttecke, der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden von St. Johannes Baptist sowie Seelsorglichen Begleitung im Caritas Zentrum Attendorn, aus. Elisabeth Lüttecke gefielen die blauen Friedensbotschafter so gut, dass sie sich mit der Künstlerin Bertamaria Reetz telefonisch in Verbindung setzte; zum einen, um ein Schaf zu bestellen und zum anderen, um die Künstlerin zu fragen, ob sie sich vorstellen kann, mit der Friedensherde auch einmal in die Hansestadt zu kommen.

Die Künstlerin aus Pulheim sagte: „Ja“. Elisabeth Lüttecke stellte das Projekt im Pastoralverbundsrat vor und nach deren Zustimmung wurde eine Projektgruppe gegründet, in der jetzt Karolin Henze, Petra Trudewind, Ina Huneck-Schüttler, Adina Hollenhorst, Ivo Protega und Elisabeth Lüttecke aktiv sind.

30 Exemplare in der City

Dabei herausgekommen ist bis jetzt folgendes Programm: 30 Blauschafe weiden am Freitag, 23. August , ab 17 Uhr auf dem Kirchplatz. Um 18.30 Uhr wird ein blaues Friedensschafes an Bürgermeister Christian Pospischil übergeben. Während einer Postkartenaktion können persönliche Friedensgrüße verschickt werden. Dan startet eine blaue Illumination des geöffneten Sauerländer Doms mit Beginn der Dämmerung, musikalisch untermalt von Kirchenmusiker Martin Nyqvist. Auch am Samstag, 24. August, steht die Friedensherde von 9.30 bis 13 Uhr auf dem Kirchplatz.

Künstlerin selber anwesend

An beiden Tagen ist auch die Künstlern Bertamaria Reetz anwesend. „Ich lasse meine Herde doch nicht alleine“, sagt die Künstlerin auf die Frage unseres Mitarbeiters, ob sie auch mit nach Attendorn komme. Die blauen Friedensbotschafter, bestehend aus Polyesterharz, können natürlich auch vor Ort käuflich erworben werden. Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf der blauen Schafe geht in die Förderung sozialer Projekte. „Wo Not am Mann ist, da setze ich mich ein“, sagte uns Bertamaria Reetz telefonisch.

Spezielle Rezeptur

Das tolle Ultramarineblau, mit dem die Schafe gefärbt sind, sei eine spezielle Rezeptur, so die Künstlerin. Die Veredelung erfolgt in den Werkstätten Köln-Poll, in der Menschen mit geistiger Behinderung arbeiten.

Seit 2012 steht die Blaue Friedensherde unter der Schirmherrschaft des EU-Parlaments. Das Blau als Friedensfarbe findet seine Entsprechung im Blau der EU, der UN, der UNESCO oder UNICEF. Sie ist die Farbe der europäischen Friedensbewegung. Jede Stadt, die den Blauschafen Weiderecht gewährt, wird zum Bestandteil des Kunstprojekts und dokumentiert so soziale Verantwortung. Als Dankeschön verbleibt ein Blauschaf im Rathaus der jeweiligen Stadt.

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