Die Zeit läuft

72 Stunden-Aktion des BDKJ in Lennestadt gestartet

Mit Schaufeln, Harken und Schubkarre ausgestattet können es die Bauarbeiter  mit Johannes Berghof kaum erwarten loszulegen.

Mit Schaufeln, Harken und Schubkarre ausgestattet können es die Bauarbeiter mit Johannes Berghof kaum erwarten loszulegen.

Foto: Nicole Voss

Lennestadt/Kreis Olpe.   19 Gruppen mit fast 800 jungen Menschen wollen im Kreis Olpe Sichtbares bewegen und soziale Projekte umsetzen.

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Sie kommen aus dem gesamten Kreis Olpe, ihre T-Shirts sind in einheitlichem strahlenden grün, ihre Mission: in 72 Stunden etwas Besonderes schaffen und ihre Motivation: sich gemeinsam mit anderen in den Dienst der guten Sache stellen und einfach etwas bewegen.

So lässt sich die bundesweite 72-Stunden-Aktion des BDKJ, die am Donnerstagabend für den Kreis Olpe in der Klosterkirche des Gymnasiums Maria Königin eröffnet wurde, beschreiben. Die Aktion, die nach er gelungenen Premiere im Jahr 2013 wieder bundesweit stattfindet, steht unter dem Motto: „Uns schickt der Himmel“.

Motto „Uns schickt der Himmel“

Der Koordinierungskreis bestehend aus dem Vorstand des BDKJ-Kreisverbandes Olpe, Christina Schneider, Sophia Stuff, Andreas Stein und Tim Lukas Schäfer, Esther Göke, Dekanatsreferentin für Jugend und Familie, sowie den Ehrenamtlichen Sebastian Stuff, Dorothea Kuhl, Carolin Feldmann, Ann-Sophie Siebert, Frank Melcher und Manuel Behle war etwa ein Jahr lang mit den Vorbereitungen beschäftigt. Für die 72-Stunden-Aktion meldeten sich im Kreis Olpe 19 Gruppen mit insgesamt 768 Teilnehmern an.

Die Akteure überlegten sich im Vorfeld, ob sie selbstständig eine Aufgabe auswählen, mit einer anderen Gruppe zusammen arbeiten oder ihre Aufgabe erst am Eröffnungstag erfahren möchten. Die teilnehmenden Gruppen setzen sich vor Ort in ihren eigenen „Sozialräumen“ ein - in einem Raum, dessen Bedingungen und Probleme sie kennen und wo sie im Alltag unterwegs sind. Den Gruppen obliegt die individuelle Ausgestaltung ihrer Aktionen, die interreligiös, politisch, ökologisch und international ausgerichtet sein können.

Viele der Teilnehmer nahmen an der Eröffnungsfeier in der Klosterkirche teil und ließen sich von der Vorfreude und der Gemeinschaft inspirieren. Der Beweis: Während der Videobotschaft lief der Countdown von zehn rückwärts. Bei Null angekommen jubelten und applaudierten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen und brachten damit ihre Aufbruchstimmung zusätzlich zum Ausdruck.

Die Eröffnungsfeier wurde von der Schulband des Gymnasiums Maria Königin unter Leitung von Hendrik Schörmann musikalisch umrandet und von Cilly Alperscheid (Wolfgang Mette) moderiert. Die Künstlerin legte den jungen Menschen ans Herz: „Ich finde es wichtig, etwas für andere zu tun und nicht nur an sich zu denken. Birgit Sippel, SPD-Mitglied des Europaparlaments hob hervor: „Engagement von jungen Menschen ist wichtig, besonders, wenn es kontinuierlich ist. Der BDKJ zählt dazu. Friedliches Zusammenleben, solidarisches Miteineinander funktionieren nicht von oben herab. Ich hoffe, dass am Ende alle sagen, es hat sich gelohnt. Ich habe etwas bewegt.

Tolle Projekte

Cilly Alperscheid scherzte in Richtung Birgit Sippel: „Wenn sie am Sonntag nach Brüssel oder Straßburg gehen, denken Sie daran, dass hier sind die Menschen, für die Sie Politik machen und nicht nur die „Geldsäcke“.“ Im Anschluss an die aufmunternden Worte fuhren die Gruppen mit den vom Koordinierungskreis organisierten Bussen in ihre Orte, um dort mit der Umsetzung ihrer Aufgaben zu beginnen. Dazu zählen ein Generationenfest, Renovierungen, ein Mehrgenerationenprojekt und das Anlegen eines Kulturgartens. Die DPSG Pallotti errichtet mit Beschäftigten der Werthmann-Werkstätten und dem Gymnasium Maria Königin ein Waldforum als Veranstaltungsort, sicherlich ein besonderes Projekt.

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