Eltern-Votum

86 Ja-Stimmen für Gemeinschaftsgrundschule Hünsborn

Elternentscheid zur Grundschule Hünsborn im Rathaus Wenden ausgezählt. Im Bild: Thomas Clemens (links) und Wolfgang Grimstein von der Gemeindeverwaltung.

Foto: Patrick Schlos

Elternentscheid zur Grundschule Hünsborn im Rathaus Wenden ausgezählt. Im Bild: Thomas Clemens (links) und Wolfgang Grimstein von der Gemeindeverwaltung. Foto: Patrick Schlos

Wenden.  Die Entscheidung zur Zukunft der katholischen Grundschule in Hünsborn ist gefallen: Die bisher konfessionell gebundene Einrichtung wird künftig als Gemeinschaftsgrundschule weitergeführt.

Insgesamt nahmen 104 stimmberechtigte Eltern an der Abstimmung teil, 137 waren zuvor zur Entscheidung aufgerufen. Das teilten die Organisatoren nach der offiziellen Verkündung des Ergebnisses im Wendener Rathaus mit.

„Wir freuen uns natürlich wahnsinnig über das positive Ergebnis der Abstimmung. Damit können wir das Bewerberpotenzial für die Schulleitung um etwa fünfzig Prozent erhöhen“, sagte Angelika Henne, CDU-Ratsfrau aus Hünsborn.

“Vor allem der Förderverein der Schule hatte sich im Vorfeld der Abstimmung für die Umwandlung stark gemacht. Dafür möchte ich mich, genau wie bei allen Eltern die für die Umwandlung gestimmt haben, noch einmal herzlich bedanken.“ Auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Elmar Holterhof, äußerte sich direkt nach der Auszählung zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir sind schon etwas überrascht über die Deutlichkeit der Entscheidung. Aber natürlich sind wir hoch zufrieden mit dem Votum.“

Besonders freute den Ratsherrn dabei, dass die Entscheidung letztendlich nicht nur von der Politik, sondern auch von den Betroffenen selbst gefällt wurde: „Das war eine Entscheidung der Eltern“, so Holterhof. Hintergrund des Votums über die künftige Ausrichtung der Schule war vor allem die aktuell herrschende Personalnot an der Spitze der Schule: Für die Rektorenstelle der katholischen Grundschule konnte bisher noch kein passender Ersatz gefunden werden.

Bewerber musste abgelehnt werden

Ein möglicherweise für die Stelle qualifizierter Bewerber musste sogar aufgrund seiner Religionszugehörigkeit abgelehnt werden - denn der Pädagoge war Mitglied der evangelischen Kirche. Das nordrhein-westfälische Schulgesetzt sieht allerdings vor, dass Leiter einer konfessionell gebundenen Schule zwingend auch selbst Mitglied der von der Schule vertretenen Glaubensrichtung sein müssen.

Ausnahmen gibt es für Schulleiter, im Gegensatz zu Lehrern, nicht. Wegen der anhaltenden Schwierigkeiten bei der Personalsuche hatte dann letztendlich der Wendener CDU-Gemeindeverband beim Wendener Rat die Abstimmung über die zukünftige Ausrichtung der Schule auf den Weg gebracht - mit dem Ziel, die Nachbesetzung des vakanten Postens zu erleichtern und den Schulstandort dauerhaft sichern zu können.

Der Abstimmung vorausgegangen waren mehrere Veranstaltungen, unter anderem ein Elternabend, an dem über alle Aspekte der Überführung einer Konfessionsschule in eine Gemeinschaftsgrundschule informiert wurde.

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