Amprion bewegt sich nicht

Attendorn.   Der Netzbetreiber Amprion lehnt beim geplanten Neubau der Höchstspannungsleitung auf Attendorner Stadtgebiet weiterhin Kompaktmasten ab und setzt auf die umstrittenen Stahlgittermasten. Bei der von der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich beschlossenen 2/3 zu 1/3-Lösung der Leitungstrasse zwischen Münchener Straße und Osterschlah (Abschnitt B) deutet Amprion zumindest Gesprächsbereitschaft an. Das berichtete Bürgermeister Christian Pospischil im Ausschuss für Planung und Umwelt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Netzbetreiber Amprion lehnt beim geplanten Neubau der Höchstspannungsleitung auf Attendorner Stadtgebiet weiterhin Kompaktmasten ab und setzt auf die umstrittenen Stahlgittermasten. Bei der von der Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich beschlossenen 2/3 zu 1/3-Lösung der Leitungstrasse zwischen Münchener Straße und Osterschlah (Abschnitt B) deutet Amprion zumindest Gesprächsbereitschaft an. Das berichtete Bürgermeister Christian Pospischil im Ausschuss für Planung und Umwelt.

Trotzdem setzt sich die Stadt Attendorn auch beim Abschnitt C der neuen 380-kV-Höchstspannungsfreileitung im Bereich Helden für den Bau von Kompaktmasten ein. Nach Auskunft von Bürgermeister Pospischil geht Netzbetreiber Amprion mit der sogenannten Bogenvariante im Repetal in das Planfeststellungsverfahren.

In der Ausschuss-Sitzung wiederholte Marius Becker (FDP/Die Grünen) die Vorteile von Kompaktmasten in punkto Gesundheitsschutz, Umwelt und Flächenverbrauch. Obwohl es nach Ansicht von Wolfgang Langenohl und Ulrich Bock (beide SPD) nicht mehr nötig war, folgten die Ausschussmitglieder einstimmig dem Becker-Antrag und beauftragten die Stadtverwaltung erneut, sich bei den zuständigen Behörden und Verbänden für den Bau von Kompaktmasten einzusetzen und die betroffenen Nachbarkommunen Olpe, Lennestadt, Kirchhundem und Wenden mit ins Boot zu nehmen.

Amprion-Antrag liegt vor

Wie die Bezirksregierung Arnsberg mitteilt, hat die Amprion GmbH dort inzwischen einen Antrag für den rund 37 km langen Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung zwischen Attendorn und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz in Siegen-Oberschelden eingereicht.

Dazu heißt es von der zuständigen Bezirksregierung weiter: „Der Neubau soll in vorhandenen Trassen erfolgen.“ Die Stromkreise vorhandener 110-kV-Freileitungen sollten dabei auf dem neuen Mastgestänge mitgeführt werden.

Durch den Neubau werden auch Anpassungen an anderen Freileitungen notwendig. Mit der Freileitungstrasse werden Gebiete der Städte Attendorn, Olpe, Lennestadt, Kreuztal, Siegen und Freudenberg sowie der Gemeinden Kirchhundem und Wenden gequert. Die Planunterlagen liegen mittlerweile in den genannten Städten und Gemeinden zur Einsichtnahme aus. Betroffene Bürgerinnen und Bürger können ab Beginn der Auslegung bis zu zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist Einwendungen erheben.

Der rund 37 km lange Abschnitt zwischen der Hansestadt Attendorn und Siegen ist Teil der Streckenverbindung Dortmund-Kruckel bis Betzdorf-Dauersberg in Rheinland Pfalz und gehört zu den im Bedarfsplan des Energieleitungsausbaugesetzes ausgewiesenen Vorhaben zum beschleunigten Ausbau der Höchstspannungsnetze.

Unterlagen liegen aus

Vom 23. Januar bis zum 22. Februar 2018 liegen die Planunterlagen zum Neubau der Höchstspannungsleitung im Abschnitt C (Bereich Helden) im Rathaus der Stadt Attendorn während der Öffnungszeiten zur Ansicht bereit.

Seit dem 23. Januar sind die Pläne mit den dazugehörenden Zeichnungen und weiteren Erläuterungen auch abrufbar auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg: unter www.bra.nrw.de/3770100

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben