Kreis Olpe. . Sie warteten geduldig auf das Eintreffen des CDU-Politikers. Die Windkraftgegner des Bündnisses „Gegenwind Südwestfalen“ wollten von Armin Laschet klare Aussagen zu seiner Haltung in Sachen Windräder. Christoph Gerhard (BI Rehringhauser Berge) erläuterte als Sprecher die ablehnende Haltung des Bündnisses und auch Michael Wäschenbach, Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, fand deutliche Worte. In seinem Wahlkreis (Betzdorf / Kirchen) habe man den Staatswald mit Windrädern pflastern wollen und es gebe sogar Bürgermeister, die Windräder bauen wollten, um den kommunalen Haushalt zu sanieren. Das sei eine vom EEG ausgelöste Fehlsteuerung.

Sie warteten geduldig auf das Eintreffen des CDU-Politikers. Die Windkraftgegner des Bündnisses „Gegenwind Südwestfalen“ wollten von Armin Laschet klare Aussagen zu seiner Haltung in Sachen Windräder. Christoph Gerhard (BI Rehringhauser Berge) erläuterte als Sprecher die ablehnende Haltung des Bündnisses und auch Michael Wäschenbach, Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, fand deutliche Worte. In seinem Wahlkreis (Betzdorf / Kirchen) habe man den Staatswald mit Windrädern pflastern wollen und es gebe sogar Bürgermeister, die Windräder bauen wollten, um den kommunalen Haushalt zu sanieren. Das sei eine vom EEG ausgelöste Fehlsteuerung.

Der CDU-Spitzenkandidat, der nach dem Besuch der Papierfabrik Grünewald (wir berichteten) im Gasthof „Zu den Linden“ mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider und Landtagskandidat Jochen Ritter das Gespräch mit den Windkraftgegnern suchte, betonte: „So wie es für Südwestfalen droht, dürfen wir es nicht machen. Wir können das EEG aber nicht ändern.“ Dann plädierte er für einen Energiemix, zu dem auch Stein- und Braunkohle sowie Gaskraftwerke gehören müssten. Man könne nicht nur auf Wind und Sonne setzen wie die Grünen: „Das ist unrealistisch.“

Marginale Steigerung

Gerhard machte deutlich, dass zwischen 2011 und 2015 viele Windräder gebaut worden seien, aber die Einspeisemenge nur marginal steige: „Solange man Strom nicht speichern kann, macht Windenergie keinen Sinn.“ Ein anderer aus der Runde der Windkraftgegner fasste das so in Worte: „Wenn kein Wind weht, ist es egal, ob drei Windräder nicht laufen oder 18.“ Gerhard betonte: „Wir wollen eine ehrliche Antwort, keine Versprechungen.“

Jochen Ritter sagte zu, dass die CDU das Thema aufgreifen werde und dabei auch die Informationen der BI’s nutzen werde. Allerdings, so Laschet, seien die Interessen auch innerhalb der CDU sehr unterschiedlich. Aber im Regionalrat habe die CDU ja schon Nein gesagt zu den geforderten 18000 Quadratmetern für Windkraft in Südwestfalen. Sein Credo: „Man muss es vor Ort entscheiden. Wir wollen den Konsens mit den Menschen und deshalb sollen es die Kommunen entscheiden.“ Es gebe ja durchaus Gegenden, in den die Bürger Windkraft wollten. Aber es gebe eben auch Regionen, in denen man sie nicht wolle. Laschet: „Und dort darf es sie nicht geben, auch nicht als Vorgabe des Landes.“ Die CDU werde das Thema auch im Wahlkampf ansprechen. Motto: „Überrollt uns nicht mit Windrädern.“ Er könne aber nicht versprechen, dass er die Windkraft in Deutschland stoppen werde.

Wahlkampfthema

Schließlich kam auch der Wahlkampfschlenker: „Gewinnt Rot-Grün, wird es kommen wie jetzt geplant.“ Auch bei einer großen Koalition auf Landesebene werde es nicht einfacher, denn „99 Prozent der SPD denken so wie die Grünen.“ Dr. Heider erklärte, dass man nicht das ganze Land NRW mit Windrädern vollpflastern könne. „Wir müssen das begrenzen und die Entscheidungen müssen auf lokaler Ebene fallen.“ Außerdem „brauchen wir Kohle und Gas, denn wir sind und bleiben ein Industrieland.“

„Wir machen uns Sorgen um unsere Heimat und die Gesundheit unserer Familien“, sagte ein Vertreter der BI aus Bad Berleburg. Und genau deshalb sei die Position der CDU in dieser Frage so wichtig.