Olpe. . Unterricht einmal anders: Lego-Roboter schaffen eine Verbindung zwischen Naturwissenschaft, Technik und Informatik.

  • Heimische Unternehmen machen für das Städtische Gymnasium 12000 Euro locker
  • Förderverein schafft mit dem Geld 32 Technik-Bausätze der Firma Lego an
  • Das Olper Gymnasium soll zu MINT-zertifizierter Schule entwickelt werden

Ein Telefongespräch zwischen Holger Köster und Prof. Dr. Stephan Becker war Auslöser für ein ganz besonderes Projekt des Städtischen Gymnasium in Olpe. Durch die finanzielle Unterstützung von sechs Unternehmen und Institutionen wurden für die Roboter-AG der Schule 32 Technik-Bausätze der Firma Lego im Wert von ca. 12 000 Euro angeschafft.

Für Schulleiter Köster ist damit die Grundlage für eine Verbindung von Naturwissenschaft, Technik und Informatik gelegt. Außerdem sei diese Anschaffung ein „Impuls für die Begabtenförderung“, denn Schülerinnen und Schüler sollen die Gelegenheit bekommen, mit ihren eigenen Roboter-Entwicklungen an bundesweiten Wettbewerben teilzunehmen - etwa der First-Lego-League oder dem Roboterwettbewerb des ZDI.

Das sieht der 2. Vorsitzende des Fördervereins der Schule, Prof. Dr. Becker, genauso. Schließlich gehe es hier nicht nur um die Pflicht, also den Unterricht, sondern auch um die Kür, nämlich die Begabtenförderung. Zudem komme man damit auch der Zielvorgabe näher, das SGO zu einer MINT-zertifizierten Schule zu entwickeln. Hier könne man Jugendliche an die Welt der Robotik heranführen - auch mit Blick auf die Industrie 4.0.

Die Schüler Till Högemann, Leon Richter (beide 15) sowie Finn Venema (13) stellten gestern die ersten Roboter vor, die sie zusammen mit Peter Koch, und Bastian Grebe gebaut haben. Peter Koch und Finn Venema haben eine Fertigungsstraße konstruiert, in welcher ein Spinner zusammengesetzt wird, der anschließend in Rotation gebracht und „abgeschossen“ werden kann. Weiterhin wurde ein Elefant gebaut, der gehen und sowohl Rüssel als auch Kopf bewegen kann. Peter Koch hat zusätzlich zu der Fertigungsstraße ein Fahrzeug konstruiert, welches mit einem Umlenkgetriebe versehen ist und über Zahnräder angetrieben wird. Außerdem wurden noch mehrere Fahrzeuge hergestellt, die mit Hilfe eines Lichtsensors einer schwarzen Linie folgen können.

Eine Gruppe von Schülern aus der Jahrgangsstufe 7 hat mehrere Stunden an einem speziellen Kranfahrzeug gebaut, welches nach der Programmierung autonom stoppen soll, sobald ein Hindernis im Weg steht. Des Weiteren entwickelten Leon und Till einen Roboter, der auf zwei Rädern fährt und sich eigenständig über einen Rotationssensor ausbalanciert. In Planung befindet sich noch ein Zauberwürfel-Löser.

Wie bei Lego-Technik müssen die Roboter aus Einzelteilen zusammen gebaut und programmiert werden. Sechs Basic-Education-Boxen, acht Erweiterungssets mit modernsten Modulen, Sensoren und Solarzellen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden, und ein Erweiterungsset „Weltraumstation“ wurden angeschafft.

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Die verantwortlichen Lehrkräfte, Andre Hetzel und Dirk Faßbinder, möchten dieses Angebot in Zukunft zweigleisig gestalten: So sollen regelmäßig Arbeitsgemeinschaften sowie an Projekttagen Workshops angeboten werden, die durch kleine Programmieraufgaben an die Welt der Robotik heranführen. Und: Künftig sollen natürlich auch Mädchen daran teilnehmen. Bislang, so Hetzel, sind es nur Jungs.