Entscheidung

Attendorn baut 2018 ein Kino

.Ein Kino soll es ab 2018 auch in Attendorn geben

Foto: Oliver Mengedoht

.Ein Kino soll es ab 2018 auch in Attendorn geben Foto: Oliver Mengedoht

Attendorn.   Bürgermeister Pospischil: 4,2 Millionen Euro stehen im Haushalt für ein Kino in Attendorn.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Hansestadt baut ein Kino! In seiner Haushaltsrede kündigte Bürgermeister Christian Pospischil gestern Abend an, dass die Stadt im kommenden Jahr 4,2 Millionen Euro für den Bau eines Kino-Gebäudes investieren will.

Einzelheiten über Bau, Verpachtung an den Betreiber und wirtschaftliche Details beriet der Rat im Anschluss in nichtöffentlicher Sitzung. Als sicher gilt aber, dass das Kino an der Anselm-Dingerkus-Straße entstehen soll, hinter dem Mehrgenerationen-Platz, also zwischen Hanse-Hotel und Allee-Center. Grünes Licht in der nichtöffentlichen Sitzung vorausgesetzt, will die Stadt Anfang kommender Woche die Öffentlichkeiten über alle Details informieren.

Zur Erinnerung: Bereits 2016 hatte unsere Zeitung darüber berichtet, dass die Filmförderungsanstalt in Berlin 6,3 Millionen Euro Fördergelder an deutsche Kinos verteilt hatte. Eines davon gab es 2016 noch gar nicht, das war das Kino in Attendorn.

Antragsteller war André Lubba, Betreiber des Filmpalastes in Lüdenscheid, der 180 000 Euro für den Neubau in Attendorn zugesagt bekommen hatte.

Vor zwei Jahren hatte Pospischil noch vor zu hohen Erwartungen gewarnt, die Finanzierung sei völlig offen, so der Bürgermeister damals. Pospischil gestern: „Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Kino eine große Bereicherung im Freizeit- und Kulturangebot erfahren werden, allen Altersgruppen, vor allem Jugendlichen, etwas bieten und darüber auch einen Impuls für die Gastronomie setzen.“

Für die beiden bestehenden Kinos im Kreis Olpe (Altenhundem und Olpe) wird die Konkurrenzsituation durch die Attendorner Entscheidung nicht einfacher. Pospischil: „Natürlich lässt sich einwenden, der Bau eines Kinos solle Privatinvestoren überlassen werden. Dem muss ich entgegen, dass wir für den Bau einer Spezialimmobilie wie dieser kaum einen Investor finden werden. Ich halte aber den Bau eines Kinos für ein so zentrales Projekt für die Belebung der Innenstadt, dass ich ein städtisches Engagement für gerechtfertigt halte.“

Die Geschichte, ein Kino in Attendorn zu bauen, ist alt. Bereits vor 14 Jahren hatte es schon einmal einen Anlauf gegeben, an gleicher Stelle ein Kino zu bauen. Der Unternehmer „Kalle“ Beul hatte Pläne, das Kino an eine ebenfalls zu bauende Multifunktionsarena mit rund 4 000 Sitzplätzen anzugliedern.

Das Vorhaben scheiterte unter anderem deshalb, weil die Stadt Siegen in den Beul-Plänen ihre Funktion als Oberzentrum gefährdet sah und beim Regierungspräsidenten eine Verkleinerung der Halle gefordert hatte. Kalle Beul fürchtete damals eine für ihn nicht akzeptable Verzögerung durch Verwaltung und oder Gericht und beendete die Planungen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik