Umbenennung

Attendorn: Kita in Biekhofen heißt jetzt „Kleine Freunde“

Der DRK-Kindergarten in Biekhofen heißt jetzt "Kleine Freunde".

Der DRK-Kindergarten in Biekhofen heißt jetzt "Kleine Freunde".

Foto: Privat

Biekhofen.  Der DRK-Kindergarten Biekhofen hat sich jetzt einen neuen Namen gegeben. Maskottchen wurden zu Geschichtenerzählern während des Lockdowns.

Fast ein Jahr lang hatte das Team des DRK-Kindergartens Biekhofen nach einem passenden Namen gesucht. „Uns war es wichtig, dass er zu unserem Konzept passt“, sagt Leiterin Birgit Struck. Der Einrichtung gehe es vor allem um die Ausbildung und Förderung der sozialen Kompetenz. Die Bindung zu seinen Mitmenschen stärken, im Streit nach Kompromissen suchen, Freundschaften schließen. Am Ende einigten sich alle auf „Kleine Freunde“. Und ausgerechnet der Corona-Lockdown war dafür ganz entscheidend.

Eine Höhle für die Tiere gebaut

Als der zweigruppige Kindergarten aufgrund der Coronaschutzverordnung geschlossen bleiben musste und die „Kleinen Dachse“ (U3) sowie die „Kleinen Füchse“ (Ü3) Zuhause betreut wurden, überlegten sich die Erzieherinnen ein Konzept, wie sie weiterhin den Kontakt zu den Kindern halten konnten. Dabei spielten vor allem die Maskottchen Didi der Dachs, Felizitas die Maus und Fritzi der Fuchs eine wichtige Rolle. „Wir haben eine Höhle aus Pappmache gebaut, ein paar Bäumchen drumherum gesetzt und Didi, Felizitas und Fritzi in dieses Bild miteingebunden“, erklärt Struck. Alles habe man vor die große Glastür im Flur gestellt, so dass die Kinder beim Vorbeigehen immer ihre Maskotten im Blick hatten.

Das Besondere: Jeden Tag wurde etwas an der Szene geändert. Mal saßen Didi, Felicitas und Fritzi an einem anderen Platz, mal kam ein neues Spielzeug dazu. Die Kinder konnten sich dann Geschichten ausdenken, welche Abenteuer die Drei dieses Mal erlebt haben. Denn: Fritzi, Didi und Felizitas sind beste Freunde, gehen durch dick und dünn, erzählen sich Geheimnisse, streiten und vertragen sich. „Gleichzeitig waren sie auch immer der Mittelpunkt in unserer Kinderpost“, so Struck, die mit ihrem Team ein Mal pro Woche kleine Geschichten der Kindergarten-Maskottchen an die Kinder verschickt hatte. Die tierischen Freunde waren für die kleinen Freunde immer da.

„Unser neuer Name stand eigentlich schon im Frühjahr fest“, verrät Struck. Dementsprechend wollte das Team ein großes Fest veranstalten, das aufgrund der Corona-Pandemie allerdings ausfallen musste und zunächst in den Herbst verschoben wurde. Als klar wurde, dass auch das nicht möglich sein würde, entschied man sich dafür, den Namen nun so in die Öffentlichkeit zu tragen.

Nur wenige Kinder in der Notgruppe

Mittlerweile sind die „Kleinen Freunde“ wieder zum Normalbetrieb übergegangen. „Generell muss man aber sagen, dass sich unsere Eltern super organisiert haben. Wir hatten gerade mal vier, fünf Kinder – und das auch erst relativ spät –, die wir in einer Notgruppe betreut haben“, betont Struck.

Derzeit sind die Arbeiten für den Kinderspielplatz im vollem Gange, mit großem Sandkasten und Klettergerüst. Damit soll das Konzept des Kindergartens, das auf Bewegung und (teil)-offene Gruppen ausgelegt ist, bald komplett umgesetzt werden können.

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