Brandstiftung

Feuer in Attendorn: Mutmaßlicher Brandstifter in Psychiatrie

Feuerwehrleute vor der Asylunterkunft in Attendorn. In einem Zimmer war ein Feuer ausgebrochen.

Feuerwehrleute vor der Asylunterkunft in Attendorn. In einem Zimmer war ein Feuer ausgebrochen.

Foto: Kai Osthoff / WP

Attendorn.  Der mutmaßliche Brandstifter in der Asylunterkunft in Attendorn wurde in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung überführt.

Der mutmaßliche Täter, der am Sonntagabend das Feuer in der Asylunterkunft Donnerwenge in Attendorn gelegt haben soll, wurde am Montagabend dem Richter vorgeführt. Da nach dem derzeitigen Stand Zweifel an der Schuldfähigkeit bestand, beantragte die Staatsanwaltschaft Siegen eine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung, die durch das Gericht schließlich angeordnet wurde. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Erklärung mit.

24-Jähriger wollte flüchten

Am Sonntagabend war es im Industriegebiet Donnerwenge in Attendorn zu dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft gekommen. Zum Zeitpunkt des Eintreffens der Einsatzkräfte hatten die Bewohner die Unterkunft bereits verlassen. „Unweit der Einsatzörtlichkeit fiel den Polizeibeamten ein 24-jähriger Bewohner auf, der sich sehr auffällig verhielt und eine Schere in der Hand hielt. Nach Ansprache versuchte dieser zu flüchten, er konnte jedoch von den Einsatzkräften festgenommen werden. Dabei wurden zwei Beamte leicht verletzt. In einer spontanen Äußerung gab er zu das Feuer in der Unterkunft gelegt zu haben“, heißt es in der Erklärung.

Der Brandort wurde von einem Brandermittler der Polizei sowie einem Sachverständigen aufgesucht. Dabei wurde festgestellt, dass in dem Zimmer des Beschuldigten, wie auch in anderen nicht belegten Räumen, offensichtlich Feuer gelegt wurde. Eine fremdenfeindliche Tat wird nach wie vor ausgeschlossen. Die Schadenshöhe liegt bei ca. 500.000 Euro.

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