Geschwindigkeitsdisplays

Attendorn: SPD beantragt stationäre Geschwindigkeitsdisplays

Ein mobiles Geschwindigkeitsdisplay steht auf diesem Archivbild in Windhausen. Geht es nach der Attendorner SPD, soll in dem Ort künftig ein stationäres Display stehen.

Ein mobiles Geschwindigkeitsdisplay steht auf diesem Archivbild in Windhausen. Geht es nach der Attendorner SPD, soll in dem Ort künftig ein stationäres Display stehen.

Foto: Privat

Attendorn.  Attendorner SPD möchte in Lichtringhausen und Windhausen mit stationären Geschwindigkeitsdisplays dafür sorgen, dass Raser vom Gaspedal gehen.

Vor einigen Wochen hat der Landesbetrieb Straßen NRW die zuvor mit Schlaglöchern übersäte L 697 zwischen Lichtringhausen und Windhausen mit einer neuen Asphaltdecke versehen. Für die Anwohner der beiden Attendorner Dörfer Fluch und Segen zugleich.

„Es ist gut, dass die Straßen endlich gemacht worden ist“, freut sich Hans-Jürgen Springob (SPD), der in Lichtringhausen unmittelbar neben der Straße wohnt, einerseits. Immerhin sei der Zustand untragbar gewesen. Andererseits, ergänzt der Lokalpolitiker, kämen nun wieder vermehrt Autofahrer auf den Gedanken, ordentlich aufs Gaspedal auf der kurvenreichen Landstraße zwischen Plettenberg und Attendorn zu treten. Das sei nicht nur gefährlich, sondern erzeuge auch reichlich Lärm.

Deswegen hat die SPD-Fraktion jetzt den Antrag gestellt, zwei stationäre Geschwindigkeitsdisplays an der Landstraße zu installieren. Einen solchen Antrag hatten die Sozialdemokraten bereits im Jahr 2017 gestellt, damals mit einem Teilerfolg: Durch einen Änderungsantrag der CDU schaffte die Stadt zwei mobile (und nicht stationäre) Geschwindigkeitsdisplays an, die „im ganzen Stadtgebiet eingesetzt werden, sich bereits bewährt haben und weiterhin genutzt werden“, heißt es in dem SPD-Antrag.

So wie in Röllecken und Helden

Die Erfahrungen würden zeigen, dass solche Geschwindigkeitsdisplays mit den grünen (bei Einhaltung der Geschwindigkeit) und roten (bei zu hoher Geschwindigkeit) Smileys bei vielen Autofahrern Wirkung zeigten. Allerdings müssten diese Anzeigen nicht, wie vielerorts üblich, zwangsläufig am Straßenrand auf großen, offenen Anhängern stehen. „Aus Sicht der Bürgerschaft sind kleine, kostengünstigere Displays, die beispielsweise an einer Straßenlaterne angebracht werden, ausreichend“, schreiben die Sozialdemokraten.

Hans-Jürgen Springob ist optimistisch, dass der Antrag dieses Mal ohne jegliche Einwände durchgewunken wird: „Denn wir reden hier über eine gute Anschaffung im Sinne der Bürger“, betont er. Unterstützung erfährt Springob von Parteifreund Kevin Risch, der in Windhausen ebenfalls direkt an der Landstraße lebt und betont: „Wir haben erlebt, dass sich die mobilen Displays bewährt haben. Die Autofahrer sind tatsächlich langsamer gefahren.“ Und auch Ordnungsamtsleiter Karl-Josef Hammer deutet an, dass die Stadt dem Antrag folgen werde, zumal eine Abstimmung mit dem Straßenbaulastträger keine allzu große Hürde darstelle.

Anschließend sei es in einem nächsten Schritt empfehlenswert, über die Anschaffung weiterer Geschwindigkeitsdisplays für das gesamte Attendorner Stadtgebiet nachzudenken, heißt es in dem Antrag. Im Übrigen gibt es genau solche stationäre Anlagen bereits in Röllecken und Helden.

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