Ausstellung

Attendorn vor 50 Jahren: Stadthalle und Amtskette

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Museumsvorsitzender Ulrich Johannes, Ehrenvorsitzender Werner Johannes und Beiratsmitglied Gerhard Lüttecke (von links) mit den Originalplakaten, die vor 50 Jahren auf die einzelnen Veranstaltungen hinwiesen.

Museumsvorsitzender Ulrich Johannes, Ehrenvorsitzender Werner Johannes und Beiratsmitglied Gerhard Lüttecke (von links) mit den Originalplakaten, die vor 50 Jahren auf die einzelnen Veranstaltungen hinwiesen.

Foto: Meinolf Lüttecke

Attendorn.  Viele interessante Details zum Stadtjubiläum vor 50 Jahren gibt es in einer Sonderausstellung. Sie ist derzeit zu sehen im Feuerwehrmuseum.

Eine von Werner Johannes zusammengestellte Sonderausstellung weist zur Zeit im Feuerwehrmuseum an der St.-Ursula-Straße 5 auf das Stadtjubiläum Attendorns vor 50 Jahren hin. Sämtliche Plakate mit den Ankündigungen der auch im Jahre 1972 zahlreichen Großveranstaltungen sowie alle Zeitungsausschnitte bezüglich der Jubiläumsveranstaltungen sammelte der heutige Ehrenvorsitzende, um diese der Nachwelt zu erhalten. Auch sorgte der gebürtige Attendorner Werner Johannes, der am 25. August sein 85. Lebensjahr vollendet, für einen Film über den historischen Jubiläumsfestzug vom 10 Juni 1972. All‘ das kann bis einschließlich Oktober zu den Öffnungszeiten an jedem ersten und dritten Wochenende Samstag von 14 bis 17 Uhr und Sonntag von 10 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung besichtigt werden.

Der Betrachter findet viele interessante Details. So wurde die heutige Attendorner Stadthalle vor 50 Jahren fertiggestellt und im Jubiläumsjahr 1972 eingeweiht. Auch die neue Amtskette für den Bürgermeister (Kosten damals 10.000 DM), ein Symbol hanseatischer Tradition, gibt es seit 1972. Und pünktlich zum Jubiläum glänzt auch der Bahnhof, wie unsere Zeitung am 21. März 1972 berichtete - beim 800-Jährigen gibt es sogar ein neues Bahnhofsgebäude.

Turbulente Versammlung

Aber so ganz reibungslos ging 1972 nicht alles über die Bühne. So wurde nach dem Auftakt der Holländischen Woche die damalige Komikerin und Schauspielerin Claire Schlichting für ihre zweideutigen Sprüche kritisiert. Dass bei einer turbulenten Schützenversammlung der damalige Attendorner Schützenhauptmann von jungen Mitgliedern - in manchmal nicht angemessener Form – attackiert wurde, darauf weist ein Zeitungsausschnitt vom 17. April 1972 hin. Dabei ging es um eine Beitragserhöhung, die bei der anschließenden Abstimmung keine Mehrheit fand.

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Die Siegessäule, damals auch „Gammelpinn“ genannt, wurde vor 50 Jahren mit einer Drahtabsperrung umzäunt und etliche Jugendliche empörten sich darüber. Auch zum Stadtjubiläum 1922 hat Werner Johannes noch alte Bilder aufgetrieben und Notgeld aus der damaligen Zeit wird auch ausgestellt. Viele Hansestädter vergangener Tage findet der Betrachter auf den zahlreichen Fotos wieder. Der damals für 5 DM verkaufte Baustein für die Sport- und Festhalle (Anm. der Redaktion: heute Stadthalle) ist im Original in der Ausstellung zu sehen, die für geschichtlich Interessierte eine Fundgrube ist und empfohlen wird.

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