Schützenpark

Attendorner Schützenpark: Machbarkeitsstudie vorgestellt

Der Schützenpark, direkt an der Stadthalle gelegen, ist ziemlich zugewachsen. Die Stadt im Hintergrund erkennt man durch das Gestrüpp nur ansatzweise. Doch das soll sich alles ändern.

Foto: Flemming Krause

Der Schützenpark, direkt an der Stadthalle gelegen, ist ziemlich zugewachsen. Die Stadt im Hintergrund erkennt man durch das Gestrüpp nur ansatzweise. Doch das soll sich alles ändern.

Attendorn.   Schützenpark an der Stadthalle soll künftig zu einem Lieblingsplatz der Attendorner werden. Große Terrasse mit kleiner Bühne vorstellbar.

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Verwuchert, steil, wenig einladend: Der Schützenpark an der Stadthalle zählt sicherlich nicht zu den Orten, an denen sich die Attendorner gerne zum Verweilen treffen. „Die Fläche verspielt ihr Potenzial“, weiß auch Bürgermeister Christian Pospischil. Der Park könne mehr, viel mehr, verriet das Stadtoberhaupt im Umweltausschuss am Montagabend und sprach gar davon, dass sich diese Anlage zu einem Lieblingsplatz der Attendorner entwickeln könnte.

Doch dafür braucht es Veränderung. Viel Veränderung. Wie diese aussehen könnte, verriet Eike Ehrig, Geschäftsführer der Landschaftsarchitektur Ehrig aus Bielefeld, die im Auftrag der Stadt eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Areals an der Stadthalle durchgeführt hatte.

Die Ergebnisse im Überblick:

Der Bereich rückseitig der Stadthalle soll die neue Schokoladenseite werden, warb der Geschäftsführer und nannte konkrete Umsetzungen. So würde sich eine große Terrasse mit einer kleinen Bühne gut machen, inklusive Panoramablick über die Stadt, versprach er. Diese Terrasse könnte gleichzeitig für Events, etwa Konzerte, genutzt werden. Und auch die Schützengesellschaft könne davon profitieren. Der Weg, der runter in die Stadt und über das Gelände führen könnte, solle so barrierearm wie möglich angelegt werden. Ehrig betonte: „Unsere Idee ist, dass dieser Weg ohne Treppenstufen auskommt, damit auch die Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind, hoch- oder heruntergehen können.“ Darüber hinaus seien Ruheplateaus oder auch Begegnungsräume umsetzbar.

Und der Naturschutz spiele eine große Rolle. „Hier können wir Lebensräume für Insekten einplanen“, erklärte der Geschäftsführer und ergänzte: „Wir finden hier einen Raum wieder, der Natur erlebbar machen kann.“ Damit sei auch gemeint, Waldspielbereiche etwa für die Kinder der benachbarten Kindertagesstätte zu errichten.

Der Landschaftsarchitekt warb zudem dafür, bei der Bepflanzung von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen durchaus exotisch zu denken. „Warum denn nicht seltene Bäume wie den Taschentuchbaum oder exostische Pflanzen wie die Indianabanane anbringen?“

Die Reaktionen:

Durchaus angetan von der Präsentation zeigten sich die Ausschuss-Mitglieder, wenngleich sich die eine oder andere Frage auftat. „Ich kann mir noch nicht so recht vorstellen, wie eine Wegeführung ohne Stufen aussehen soll“, betonte Wolfgang Langenohl (SPD), der jedoch lobend hervorhob, dass die Stadthalle und ihre Umgebung wieder mehr in den Blickfang gerieten. Und Birgit Haberhauer-Kuschel (CDU) ergänzte: „Mir würde es gefallen, wenn der Jüdische Friedhof in die Planungen integriert würde.“ Bis mit konkreten Maßnahmen begonnen wird, geht allerdings noch Zeit ins Land. Ein idealer Zeitpunkt für die Fertigstellung des neuen Bürgerpark wäre sicherlich das Jahr 2022. Dann wird Attendorn bekanntlich 800 Jahre.

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