Renovierung

Aussichtsturm Hohe Bracht will Mitte Oktober wieder eröffnen

Die Hohe Bracht wird renoviert. Mitte Oktober soll sie jedoch für Besucher wieder geöffnet sein.

Foto: Flemming Krause

Die Hohe Bracht wird renoviert. Mitte Oktober soll sie jedoch für Besucher wieder geöffnet sein. Foto: Flemming Krause

Hohe Bracht.  Mitte Oktober wollen die letzten Handwerker abrücken, bevor der Aussichtsturm Hohe Bracht samt Restaurant und neuem Pächter wieder eröffnet.

Voraussichtlich Mitte Oktober ist es so weit: Dann werden die letzten Handwerker von der Hohen Bracht abrücken – und einen runderneuerten Aussichtsturm hinterlassen. „Bislang liegen wir im Zeitplan“, sagt Kreisdirektor Theo Melcher über die Umbau- und Sanierungsarbeiten (wir berichteten), „aber sicherlich werden wir bis zum letzten Drücker arbeiten.“ Zwei Millionen Euro nimmt der Kreis Olpe in die Hand, um das in die Jahre gekommene, Denkmalgeschütze Gebäude „wieder in Wert zu setzen“, wie es Theo Melcher formuliert.

Große Hoffnungen ruhen dabei auf Dalibor Divkovic, dem neuen Pächter des Restaurants im Aussichtsturm, der die Hohe Bracht wieder mit Leben füllen will – unter anderem mit einigen Outdoor-Veranstaltungen. Doch bis solche Pläne umsetzbar sind, muss noch der (letzte) Feinschliff im, am und rund um das altehrwürdige Gebäude erfolgen. Ein Überblick:

Parkplätze und Wege

An dem Parkplatz „wird sich nicht viel verändern, er ist noch einigermaßen in Ordnung“, betont Melcher. Dafür sollen künftig zwei Strahler das Parkareal ausleuchten und ein zweiter, videoüberwachter Parkplatz ausschließlich für Fahrräder und Motorräder entstehen. „Und irgendwann werden wir hier eine E-Ladestation installieren“, blickt der Kreisdirektor in die ferne Zukunft. Die Zuwegung zum Aussichtsturm ist komplett neu – und wird zeitnah noch mit einem Zufahrtshindernis, etwa mit einem großen Stein, versehen, damit niemand die paar Meter hoch zum Restaurant fahren kann. Darüber hinaus mussten ein paar Bäume weichen, damit der Weg besser ausgelichtet ist. Parallel zum Hauptweg führt ein zweiter, barrierefreier Pfad zum Aussichtsturm hoch.

Vor dem Eingang

Unmittelbar vor der Hauptterrasse und dem Eingang ist eine rund 525 Quadratmeter große „Multifunktionsfläche“ (Melcher) gepflastert worden, auf der Tische, Bänke und Zelte für Open-Air-Events aufgebaut werden können. Die dahinter liegende Terrasse ist auf ihren 325 Quadratmetern für etwas mehr als 150 Sitzplätze ausgerichtet – inklusive Möblierung.

Erdgeschoss

Das Erdgeschoss im Turm ist nicht mehr zu vergleichen mit seinem vorherigen Erscheinungsbild. Im Detail: Ein neuer Aufzug sorgt dafür, dass die erste Etage barrierefrei erreicht werden kann. Ein großer Raum bietet Platz für rund 100 Personen, rechts und links finden sich ein Thekenbereich, eine Lounge sowie ein zweites, separates Zimmer für etwa 20 Personen.

Die Küche, an der man zwangsläufig vorbeigeht, wird verglast – es entsteht „eine Art Schauküche“, erzählt Melcher. Die Besucher könnten also genau verfolgen, wie ihr Essen zubereitet wird. Für den besonderen Charme sorgen zudem die alten Ziegelsteine, die an einigen Stellen entlang der Wand zum Vorschein gebracht wurden.

Obergeschoss

Deutlich weniger Renovierungsarbeit bedarf es in der ersten Etage, sie wurde laut Melcher kurz nach der Jahrhundertwende bereits erneuert. Auch hier wartet ein großer Raum, für etwa 70 Personen ausgelegt, auf die Besucher. Neu sind jedoch zwei große Flügeltüren, die es dem Gast ermöglichen, den gut 300 Quadratmeter großen Außenbereich, der mit einer Glas-Balustrade versehen wird, zu betreten.

Und an einem weiterem Zimmer hat die Kommune Lennestadt bereits großes Interesse geäußert – und zwar als Räumlichkeit für ihr Standesamt. Und: In der zweiten Etage werde nun „erstmalig die Möglichkeit bestehen zu übernachten“, betont Melcher – hier werden zwei Zimmer für vier Personen eingerichtet. Also etwa für das Brautpaar, das seine Hochzeit an der Hohen Bracht gefeiert hat.

Info:

  • Wie im Haupttext bereits erwähnt, hat der Kreis Olpe für die Arbeiten rund zwei Millionen Euro zu Grunde gelegt. „Das brauchen wir auch“, betont Melcher. Da man an einem Baudenkmal arbeite, kämen immer wieder unvorhersehbare Aufgaben und Kosten hinzu – so sei etwa das Dach undicht gewesen. Und auch in Sachen Brandschutz und Verkabelung kamen Mehrkosten auf.
  • Die Refinanzierung des Projektes solle laut des Kreisdirektors zu einem überwiegenden Teil über die Pacht abgewickelt werden.
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