Neue Pläne

Bestattungswald auf dem Klosterberg bei Altenhundem geplant

Das Gelände des früheren Klosters. Neben dem Klosterfriedhof soll der Friedwald entstehen.

Das Gelände des früheren Klosters. Neben dem Klosterfriedhof soll der Friedwald entstehen.

Foto: Hans Blossey

Lennestadt.   Der Trägerverein Gymnasium Maria Königin e.V. will auf dem Klostergelände neben dem Friedhof der Patres einen Ruheforst einrichten.

Die Einrichtung eines Bestattungswaldes in Lennestadt ist seit gestern sehr wahrscheinlicher. Es gibt sogar schon ein geeignetes Grundstück und einen möglichen Träger. Der Grevenbrücker Stadtverordnete Hans-Gerd Mummel (CDU) ließ gestern Abend die Katze aus dem Sack, allerdings nicht als Ratsmitglied, sondern als Vorsitzender des Trägervereins Gymnasium Maria Königin, dem das Gelände des früheren Kloster Maria Königin gehört. Dazu gehört der Klosterfriedhof und ein fünf Hektar großes Waldstück.

Nach einer Initiative aus der Schulgemeinde habe sich der Vorstand des Vereins entschlossen, dort die Einrichtung eines Ruheforstes oder Waldfriedhofes voranzutreiben. Erste Gespräche mit Behörden hat es bereits gegeben, in der letzten Woche hat ein Fachplaner das Gelände begutachtet und für geeignet befunden. Bis zum Jahresende sollen alle Fragen, auch der Finanzierung, geklärt werden und das Konzept stehen. „Die Entscheidung muss dann die Mitgliederversammlung treffen“, so Mummel.

Im Haupt- und Finanzausschuss gab es spontane Zustimmung aus allen Fraktionen. Rolf Zöllner (SPD): „Ich halte den Vorschlag für sehr gut.“ Parteikollege Heinz Vollmer warnte davor, die Sache zu überstürzen: „Wir sollten das in Ruhe diskutieren und im Einvernehmen entscheiden.“ Vor allem müssten die Kirchengemeinden als ehrenamtliche Betreiber der Friedhöfe einbezogen werden.

Hubert Brill (CDU): „Die Bestattungskultur ist im Umbruch, viele Kirchengemeinde haben auch bereits reagiert.“ Wenn möglich, sollte man auf einen gemeinnützigen Träger setzen und nicht auf solche, die damit Geld verdienen wollten, so Brill. Auch Andreas Verbeek (Grüne) und Daniel Wittrock (UWG) äußerten sich ähnlich, fanden die Idee gut.

Brill wies darauf hin, dass man auch islamischen Bürgern der Stadt die Möglichkeit der Bestattung nach ihrem Glauben einräumen müsse. Nur Eugen Wörsdörfer (CDU) lehnte die „unpersönliche Bestattungsform“ grundsätzlich ab. Ein konkreter Bürgerantrag von Gerd Hennes aus Maumke auf Einrichtung eines Bestattungswaldes wurde angesichts der neuen Entwicklung vertagt.

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