Bezierkurven, Chaostheorie, Geheimzahlen

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Attendorn. Zauberquadrate, Bezierkurven, geheime Zahlen, Chaostheorien - auf die Fährte des Faszinosums Mathematik begibt sich das Rivius-Gymnasium in einer Nachtschicht am Freitag, 28. November, von 18 bis 23 Uhr.

Professoren, Lehrer und Schüler halten Vorträge, zeigen mathematische Filme und laden zum Experimentieren ein.

Star des Abends, wenn dieser Ausdruck erlaubt ist, ist der aus Neu-Listernohl stammende Professor Christian Hesse (47), Inhaber des Lehrstuhls für Stochastik, der Mathematik des Zufallsgeschehens, an der Universität Stuttgart. Hesse baute einst selbst sein Abitur am Rivius-Gymnasium und avancierte später zum jüngsten Mathematikprofessor in Deutschland. Er hat ein Buch über "Expeditionen in die Schachwelt" geschrieben, das die Kritik als "eines der geistreichsten und lesenswertesten Bücher, die je über das Schachspiel verfasst wurden", bezeichnete. Sein Vortrag am Rivius beschäftigt sich denn auch mit den Beziehungen zwischen Schach und Mathematik.

Der zweite Uniprofessor in der N8 der Mathematik am Rivius ist Hans-Wolfgang Henn aus Dortmund, der ganz neue Aspekte über den Regenbogen beisteuern will. Und er bringt zwei weitere Wissenschaftler seines Teams von der Uni Dortmund mit, die die Rivianer über die Inhalte eines Mathestudiums aufklären wollen.

Die Initiative zu der Mathenacht ging übrigens von Lehrer Jan Hendrik Müller aus. Schulleiter Klaus Böckeler zeigte sich angetan von der Idee seines Kollegen: "Mathematik kann Spaß machen, Mathematik hat einen starken Alltagsbezug." Wahrscheinlich wird Müller in seinem Vortrag deshalb die Frage stellen: "Wie passt ein Schuldirektor in einen Würfel mit Kantenlänge 1 cm?"

Es geht eben nicht bierernst zu in der N8 der Mathematik, schließlich sollen alle Zuhörer die Schönheit dieses Fachs erkennen können. So betrachtet Adrian Nüssel das Leben und Wirken des berühmten griechischen Mathematikers Pythagoras einmal aus der Sicht eines Lateinlehrers. Und auch einige Schüler wechseln an diesem Abend von der Schulbank hinter das Lehrerpult. Jan Dingerkus beispielsweise, der Papierfalten erklärt, oder Mahmut El-Saadi, der der Frage nachgeht, ob die häufig beschworene Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, wirklich um etliches größer ist als die Möglichkeit, sechs Richtige im Lotto zu erzielen.

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