Die Bedeutung des Reiter-Stellwerks

BI will Abriss nicht hinnehmen

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Die Bürgerinitiative Bahnhof hat sich in Sachen Reiter-Stellwerk an das Westfälische Amt für Denkmalpflege gewandt.

Finnentrop. (hh) Die Bürgerinitiative Bahnhof will einen eventuellen Abriss des Reiter-Stellwerks nicht hinnehmen. Ihr Sprecher Christian Vollmert hat das Westfälische Amt für Denkmalpflege in Münster und die Bezirksregierung in Arnsberg über die Vorgänge in Finnentrop informiert. Dort habe man ihm erklärt, so Vollmert, dass es nur drei Reiter-Stellwerke gebe, darunter jenes in Finnentrop. Das Reiter-Stellwerk steht bekanntlich dem Neubau der Landstraße über die Lenne im Wege. Nun wird diskutiert, ob der Denkmalschutz aufgehoben werden soll. Das Reiter-Stellwerk, um 1920 erbaut, ist ein Dokument für die Entwicklung der Eisenbahnarchitektur. Von hier aus sorgten Bahnbeamte früher für die Überwachung der Sicherheit und die Regelung des Bahnbetriebs sowie die Signal- und Weichenstellung, denn Bahnhof und Gleise sind vom Stellwerk aus hervorragend einzusehen. Am 6. August 1861 wurde die Ruhr-Sieg-Bahn eröffnet und das Gebiet mit dem späteren Eisenbahnknotenpunkt Finnentrop erschlossen. Finnentrop war zunächst eine unbedeutende Haltestelle. Die zweigleisige Bahn übertraf jedoch in ihren Transportleistungen alle Erwartungen. Schon im ersten Jahr des Bestehens rollten Güter im Gewicht von einer Million Tonnen durch das Lennetal. Zwölf Jahre später hatte sich diese Menge bereits vervierfacht. Damit waren die Voraussetzungen für eine Industrieentfaltung gegeben. Das Stellwerk ist Zeichen für die historisch gewachsene Bahnhofsarchitektur in Finnentrop und durch seinen prägenden Charakter ein Orientierungspunkt für Reisende. Nicht zuletzt deshalb wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

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