Rettungsdienst

Biggesee: Tretboot als Einsatzfahrzeug

Mit einem derartigen Tretboot holte ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes einen Ertrinkenden aus dem Vorstaubecken.

Mit einem derartigen Tretboot holte ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes einen Ertrinkenden aus dem Vorstaubecken.

Foto: Frank Oppitz (Symbolbild)

Olpe.  Ein Mitarbeiter des Rettungsdiensts wartete nicht auf die Feuerwehr, sondern ließ sich per Tretboot zu einem Ertrinkenden schippern.

Eine ungewöhnliche Rettungsaktion: Am Mittwochabend stürzte ein Mann im Uferbereich des Vorstaubeckens des Biggesees in Olpe ins Wasser. Wie die Olper Feuerwehr berichtet, konnte er sich nicht aus eigener Kraft retten. Aufmerksame Bürger alarmierten umgehend die Rettungskräfte. Ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes, der noch vor der Feuerwehr eintraf, „kaperte“ eines der für touristische Zwecke eingesetzten Tretboote, indem er das an zwei „Freizeitkapitäne“ vermietete Boot ans Ufer winkte und an Bord sprang.

Mit aller Kraft trampelten die beiden Helfer den Retter zu dem Ertrinkenden, der ihn, so Feuerwehr-Pressesprecher Martin Lauer, „am Schlafittchen packte“ und quer über das Vorstaubecken zum Ruderhaus des Städtischen Gymnasiums bringen ließ. Mit tatkräftiger Unterstützung der Tretbootbesatzung gelang es dem Notfallsanitäter, den Patienten auf den dortigen Steg zu bringen.

+++Lesen Sie auch: Betrüger zocken Festival-Besucher in Sondern ab+++

Der Rettungswagen, der auf dieser Seite des Biggesees fahren kann, wartete dort auf die Feuerwehr, die das Schloss aufbrach, um auf das Ruderhaus-Gelände zu kommen, so dass der Verletzte nach einer Versorgung vor Ort ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Alle anderen Einsatzkräfte der Feuerwehr Olpe und der DLRG konnten dank dieses beherzten Eingreifens den Einsatz auf der Anfahrt abbrechen. Landrat Theo Melcher ist stolz auf den Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Kreises Olpe: „Der Kollege hat die Situation schnell erfasst und vorbildlich gehandelt. Wenn ein Mensch in Not gerät, ist jeder und jede von uns zur Hilfeleistung verpflichtet. Dabei ist es jedoch enorm wichtig, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Das ist in diesem Fall vorbildlich gelungen.“

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Kreis Olpe

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben