Festival

Biggesee Open-Air: Vorverkauf für Wincent Weiss gestartet

Sänger Wincent Weiss tritt beim Biggesee Open Air auf.

Sänger Wincent Weiss tritt beim Biggesee Open Air auf.

Foto: jörg Krauthöfer / FUNKE Foto Services

Kreis Olpe/Sondern.  Nach Santiano läuft nun auch der Kartenvorverkauf für die Auftritte von Wincent Weiss, LEA und Joel Brandenstein beim Biggesee Open-Air.

Dietmar Harsveldt, Veranstalter des siebentägigen Biggesee Open Air-Festivals vom 19. bis 28. Juni am Sonderner Kopf, informierte am Mittwoch Nachmittag, dass der Kartenvorverkauf auch für das Konzert mit Wincent Weiss, LEA & Joel Brandenstein begonnen hat. Am Vormittag war der Vorverkauf für Santiano gestartet. Zur Erinnerung: Die Karten für das Konzert von Mark Forster waren binnen weniger Tagen ausverkauft.

Die Karten sind unter anderem über den Internet-Anbieter eventim.de zu ordern. „Wir setzen gerade alles daran, den Vorverkauf auch für die anderen Konzerte zu ermöglichen“, versprach Harsveldt.

Harsveldt und sein Team hatten am Montag die Katze aus dem Sack gelassen: Neben den bereits bekannten Top-Künstlern Mark Forster (26. Juni) und Silbermond (19. Juni) wird unter anderem Wincent Weiß (neues Album: Irgendwie anders) seine Visitenkarte in Sondern abgeben und für einen weiteren Topact sorgen. Darüber hinaus gab das Organisationsteam des Festivals während der Pressekonferez bekannt, dass neben Weiss am Samstag, 20. Juni, Joel Brandenstein (über 200 Mio. Videoabrufe auf Youtube) und LEA (Treppenhaus-Tour 2020) auftreten werden.

Landrat ist Santiano-Fan

Auch die Fans der Band Santiano (über vier Mio. verkaufte Alben) dürfen sich freuen. Die Shanty-Künstler aus Schleswig-Holstein werden am Donnerstag, 25. Juni, zu hören sein. Bisher war der Mittwoch, 24. Juni, als Konzerttag geplant, doch wegen des Fußball-EM-Spiels der Deutschen Nationalmannschaft hat sich das Festivalteam entschlossen, das Konzert um einen Tag zu verschieben. Ein prominenter Santiano-Fan outete sich während der Pressekonferenz am Montag Morgen bereits - Landrat Frank Beckehoff: „Diesen Termin werde ich mir vormerken.“

Außerdem steht fest, welche DJ’s am Samstag, 27. Juni, auflegen werden: Die Stars des „DJ-Tags“ mit dem Titel „Bigge Dance Festival“ heißen Fritz Kalkbrenner, Hugel, Ofenbach, Klingande und Marten Hoger - nicht nur für Insider bekannte Namen, allen voran Fritz Kalkbrenner dürfte Publikum anziehen.

Wer sind die weiteren Künstler?

Zunächst war das Festival bekanntlich auf fünf Tage ausgelegt, der neue Plan sieht vor, auch die Sonntage mit in den Terminplan aufzunehmen. Wer an diesen Tagen auftritt, ist allerdings noch nicht klar. Verhandlungen seien im Gange, deuteten neben Harsveldt die Vertreter der Konzertagenturen, Gisbert Kemmerling und Dieter Schubert (ass concerts Hamburg), an. Namen würden frühestens 2020 bekannt gegeben, auch über eventuelle Musikstilrichtungen wollte niemand etwas preisgeben.

Optimismus

Im Konferenzraum herrschte durchweg optimistische Stimmung, auch, was die Genehmigung der Veranstaltung durch die zu beteiligenden Behörden anging. Für die Stadt Olpe war Bürgermeister Peter Weber gekommen, den Ort Sondern vertrat Ortsvorsteher Martin Moseler. Moseler bestätigte, dass die Mehrheit der Sonderner dem Festival positiv gegenüberstünden, „bis auf wenige Ausnahmen“.

Stehen Gewehr bei Fuß

Landrat Beckehoff erinnerte zwar auch daran, dass alle notwendigen Konzepte unter anderem für die Bereiche Parken, An- und Abfahrten, Abfallentsorgung, Umwelt, sorgfältig vom Veranstalter abgearbeitet werden müssten, sagte aber zu, dass der Kreis „Gewehr bei Fuß steht“, um die Genehmigungen zu erteilen, wenn die Unterlagen vorlägen.

Dietmar Harsveldt räumte ein, dass ein gewisser Zeitdruck bestehe, das Procedere sei für ein Festival dieser Größenordnung aber nicht untypisch. Gleichzeitig entschuldigte er sich dafür, dass das Management von Mark Forster mit der Festival-Nachricht und seinem Konzertdatum vorgeprescht sei und einige Vertreter von Kreis und Stadt überrascht worden seien.

Mit Hochdruck Konzepte abarbeiten

Jetzt werde man mit Hochdruck alle geforderten Konzepte abarbeiten: „Ich bin guter Dinge, dass das gelingt, wir haben die besten Fachleute verpflichtet.“ Auch Gisbert Kemmerling hob hervor, dass man auf erfahrene Experten setze, um die Genehmigungs-Voraussetzungen zu erfüllen.

Rund 3000 Fahrzeuge

Bezüglich der An- und Abfahrt, aber auch der Parkplatzfrage machte Harsveldt deutlich, dass die jeweils angepeilte Konzertbesucherzahl von fast 10.000 Menschen nicht bedeute, dass auch mit 10.000 Autos zu rechnen sei: „Erfahrungsgemäß kann bei solchen Festivals von drei Personen pro Fahrzeug ausgegangen werden.“ Zudem hätten viele Musikfans sich bereits auf seinem Campingplatz eingemietet: „Das sind alleine schon rund 1.000 Leute.“

Für die Baugenehmigung sei bereits ein Architekt beauftragt. Harsveldt: „Wir sind mit den Behörden im regen Austausch.“ Als potenzielle Parkflächen wurden unter anderem Wiesen bei Anteks Scheune genannt und Flächen der Biggesee-Schifffahrt. Verhandlungen für eine weitere Fläche seien in Gang. In Sachen Abfallentsorgung wolle das Festival Maßstäbe setzen: „Das Biggesee Open Air soll die nachhaltigste, kommerzielle Konzertreihe Deutschlands werden“ ist der Pressemappe des Veranstalters zu entnehmen. Der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge solle auf keinen Fall unter dem Festival leiden.

Riesiges Konzert-Areal mit Reserven

Harsveldt betonte zudem, dass das Festivalgelände großzügig bemessen sei und für maximal 10.000 Zuschauer weit mehr Platz zur Verfügung stehe als nötig.

Grundsätzlich räumte Harsveldt ein, dass das Festival „einen gewissen Trubel für Sondern“ mit sich bringe, aber: „Wir werden alles daran setzen, das zu kontrollieren.“

Kein Geheimnis machte er daraus, dass das Biggesee Open Air nur der Anfang sein solle: „Wir möchten jedes Jahr ein solches Event hier veranstalten.“ Ab 2021, so sein Traum, werde es dann vielleicht zur Verwirklichung des Plans kommen, eine richtige Seebühne auf der Konstruktion im Biggesee über der Badeinsel nutzen zu können.

Harsveldt hob hervor, dass ein Festival dieser Größe für Stadt und Kreis, ja für die gesamte Region eine unschätzbare Außenwirkung habe. Sein grundsätzliches Motto: „Diejenigen, die sagen: ,Es geht nicht’, sollten einfach aus dem Weg gehen und denen Platz machen, die es einfach tun.“

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