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Bisher nur vier Anmeldungen für neuen Waldkindergarten

Der Waldkindergarten in Siegen ist ein positives Beispiel für Lernen und Spielen in der Natur.

Foto: Oliver

Der Waldkindergarten in Siegen ist ein positives Beispiel für Lernen und Spielen in der Natur. Foto: Oliver

Elspe.  Ob in Elspe im Sommer dieses Jahres tatsächlich ein Waldkindergarten eröffnet, hängt auch von den Anmeldezahlen ab und da sieht es im Moment noch mau aus.

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Ob in Elspe im Sommer dieses Jahres tatsächlich ein Waldkindergarten eröffnet, hängt auch von den Anmeldezahlen ab und da sieht es im Moment noch mau aus. Bislang liegen dem Verein „Wald- und Landkindergarten Elspe“, der sich im Herbst letzten Jahres gegründet hat, erst vier Anmeldungen vor.

Wie viele Anmeldungen es sein müssen, konnte Oliver Honrath, Vorsitzender des Vereins, am Donnerstag bei der Infoveranstaltung im Elsper Pfarrheim nicht genau sagen. Fest steht, wie Oliver Honrath den vier anwesenden Erziehungsberechtigten, dazu Karsten Schürheck, Beigeordneter der Stadt Lennestadt und Thomas Meier, Leiter des Fachbereichs Soziales, mitteilte, dass der „Wald- und Landkindergarten in den Bedarfsplan des Kreisjugendamtes aufgenommen wurde.

Die bisherigen Planungen sehen als Standort ein Grundstück oberhalb des Almhofs vor, das Elmar Duwe, zweiter Vorsitzender des Vereins, zur Verfügung stellen würde. Geplant ist eine Kindergartengruppe, in die auch Unter-Dreijährige aufgenommen werden könnten. Die Betreuungszeit der Kinder soll wöchentlich 35 Stunden betragen.

Vorgesehen sind zwei Bauwagen, ein großer, der auch bei Regen Schutz bietet und mit einer Heizung und einer Toilette ausgestattet sein soll sowie ein kleinerer, der von den Kindern auch zum Schlafen genutzt werden könnte.

Oliver Honrath machte deutlich, dass ein Waldkindergarten nichts Neues sei und sich das Konzept längst bewährt habe. In Deutschland gibt es laut seiner Aussage etwa 1500 Waldkindergärten. Den ersten seit 1968. „Die Kinder lernen in der Natur leichter, schneller und spielerisch nebenher“, hob Oliver Honrath einen der Vorteile hervor.

Ohne Strom und Wasser?

Kritik äußerte Berthold Duwe: „Ich habe Bedenken wegen der Hygiene. Es gibt dort keinen Strom und kein Wasser. Da sollen die Kinder vegetieren wie vor 500 Jahren die ersten Einsiedler. Das ist eine Katastrophe. Wer die verkehrliche Situation in der Seilmicke und Hembergstraße kennt, der weiß, wie eng es da ist.“

Oliver Honrath dementierte: „Wir werden mit Wasser ausgestattet sein. Wärme wird über eine Solaranlage gewonnen.“ Ein positives Statement gab Gabriele Bühl-Berghäuser, Leiterin des Waldkindergartens in Siegen, der vor fast acht Jahren mit elf Kindern eröffnet wurde, ab. Eltern und Erzieherinnen würden dort prima zusammen arbeiten. Demnach wird dort Licht über eine Photovoltaikanlage, die eine Batterie speist, sichergestellt. „Es kann auch schon mal vorkommen, dass die Batterie leer ist. Dann laden wir sie zuhause auf. Das zeigt, dass alles möglich ist. Die Wärme wird über eine Gasheizung sichergestellt und gekocht wird auch mit Gas. Das Wasser bringen die Eltern in Kanistern mit. Getränke stehen für die Kinder bereit. Der Unterschied zu anderen Kindergärten ist: Bei uns geht alles nur gemeinsam. Es findet viel Kommunikation statt.“ Außerdem sei der Waldkindergarten sehr günstig. „Wir haben wenig Nebenkosten, sehr geringe Materialkosten und viel Zeit für die Kinder. Der Wald bietet so viele Möglichkeiten. Wir lernen jeden Tag dazu.“

Informationen zu dem Projekt gibt es unter Tel. 02721/8397127 sowie per Mail an waldkindergarten-elspe@vodafonemail.de.

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