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Bundestagswahl im Kreis Olpe: CDU mit großen Verlusten

| Lesedauer: 14 Minuten
Bundestagswahl im Kreis Olpe: Florian Müller verfolgt die Auszählung der Ergebnisse im Kreishaus, hier mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Jochen Ritter (rechts).

Bundestagswahl im Kreis Olpe: Florian Müller verfolgt die Auszählung der Ergebnisse im Kreishaus, hier mit dem CDU-Kreisvorsitzenden Jochen Ritter (rechts).

Foto: Flemming Krause / WP

Olpe.  Bundestagswahl: Die CDU muss auch im Kreis Olpe herbe Verluste hinnehmen. Florian Müller holt das Direktmandat. Alle Infos zum Nachlesen.

Nach Monaten des Wahlkampfes kommt es endlich zur Abstimmung: Von 8 bis 18 Uhr können die Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Olpe ihre Stimme bei der Bundestagswahl abgeben. In diesem Newsblog hält die Lokalredaktion Sie am Wahltag über das Geschehen in Olpe, Attendorn, Drolshagen, Finnentrop, Kirchhundem, Lennestadt und Wenden auf dem Laufenden. Geht bei der Stimmabgabe alles reibungslos über die Bühne? Wie weit ist die Auszählung? Und natürlich: Wer gewinnt den Wahlkreis 149?

Hier finden Sie nach 18 Uhr die Ergebnisse:

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23.22 Uhr: Die CDU stürzt bei der Bundestagswahl im Kreis Olpe ab. Doch als Verlierer sieht sie sich nicht. Lesen Sie den Kommentar zum Wahlausgang von WP-Redaktionsleiter Thorsten Streber. Hoffnung steckt die Partei nun in Florian Müller, den neuen direkt gewählten Abgeordneten: „Aus dem Jungen wird noch was.“

23.15 Uhr: Wer sind die Gewinner und Verlierer der Bundestagswahl im Kreis Olpe? Lesen Sie hier, wie der Wahlabend lief.

22.12 Uhr: Florian Müller gewinnt den Wahlkreis mit 37,1 Prozent der Stimmen, vor Nezahat Baradari (29,6 Prozent). Das steht jetzt fest, da auch der letzte Stimmbezirk im Wahlkreis ausgezählt ist.

21.45 Uhr: Das Endergebnis für den Kreis Olpe liegt vor: Die CDU verliert gegenüber 2017 jeden sechsten Wähler und landet erstmals unter der 40-Prozent-Marke – bei 38,3 Prozent. Die SPD erholt sich nach dem historisch schlechten Ergebnis vor vier Jahren und erreicht 25,8 Prozent (+5,6). Die FDP verteidigt mit 12,7 Prozent den dritten Rang. Den Grünen gelingt es, ihr Ergebnis gegenüber 2017 mehr als zu verdoppeln (9,0 Prozent, +5,0). Die AfD liegt relativ stabil bei 7,1 Prozent (-0,7). Die Linke bricht ein und erzielt 2,3 Prozent (-2,1). Im Märkischen Kreis fehlen noch die Zahlen aus zwei Stimmbezirken, dann steht auch das Erststimmen-Ergebnis für Florian Müller endgültig fest.

21.13 Uhr: Auch in weiteren Städte und Gemeinden sind inzwischen alle Stimmen ausgezählt. Am spannendsten wurde es in Lennestadt, wo die CDU mit 33,7 Prozent nur knapp vor der SPD (31,8 Prozent) ins Ziel gegangen ist.

20.52 Uhr: Für Finnentrop liegt inzwischen ein Endergebnis vor. Die CDU scheitert knapp an der 40-Prozent-Marke, nachdem sie vor zehn Jahren noch fast die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten hatte. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,1 Prozent und damit 3,6 Punkte über dem Wert von 2017.

20.46 Uhr: Inzwischen fehlen im gesamten Wahlkreis nur noch die Ergebnisse aus 17 Stimmbezirken. Florian Müller (CDU) führt inzwischen mit rund 10.000 Stimmen vor Nezahat Baradari. Damit ist dem Drolshagener das Direktmandat nicht mehr zu nehmen. Er kommt derzeit auf 36,8 Prozent, Nezahat Baradari (SPD) erringt 29,5 Prozent. Dahinter folgen fast dicht beieinander Johannes Vogel (10,4), Holger Thamm (8,9) und Klaus Heger (8,8).

20.30 Uhr: Während sich die Ergebnisse inzwischen einzupendeln scheinen, hat sich das Wahlstudio im Kreishaus inzwischen gelehrt. Jubelstimmung wollte nicht so recht aufkommen, wohl auch wegen des historischen Verlusts der CDU, die gegenüber der Wahl vor vier Jahren knapp neun Punkte einbüßt. Die Ergebnisse aus 13 der 182 Stimmbezirke stehen noch aus.

20.13 Uhr: Wird das Rennen um das Direktmandat noch einmal spannend? Florian Müller liegt sechs Punkte vor Nezahat Baradari und viele Stimmen aus der größten Stadt des Wahlkreises sind noch nicht ausgezählt. In Lüdenscheid sind die Ergebnisse aus jedem siebten Stimmbezirk noch nicht eingegangen. Und die Kreisstadt des MK ist eine Baradari-Hochburg. Bislang liegt sie dort mit 33,3 Prozent deutlich vor ihrem CDU-Konkurrenten (28,5). Allerdings ist Müllers Vorsprung von 7000 Stimmen bereits beträchtlich.

20.04 Uhr: Lob aus berufenem Munde: Der langjährige Bundestagsabgeordnete Hartmut Schauerte freut sich über das Ergebnis des neuen CDU-Direktkandidaten. „Für den Kreis Olpe hat Florian Müller ein sehr beachtliches Wahlergebnis in einer schwierigen Zeit geholt“, sagte der Kirchhundemer im Kreishaus. „Aus dem Jungen wird noch was.“

19.55 Uhr: 150 von 182 Stimmbezirken sind ausgezählt – und die CDU stabilisiert sich etwas. Bei den Zweitstimmen bewegt sich die Partei langsam wieder in Richtung der 40-Prozent-Marke. Die aktuellen 38,1 Prozent bedeuten aber immer noch ein Minus von knapp 8,8 Punkten. Gewinner der Wahl sind auch im Kreis Olpe SPD (24,8 Prozent, +4,6) und Grüne (9,0 Prozent, +5,0).

19.36 Uhr: Der Sprecher der Grünen-Fraktion im Kreistag, Fred Josef Hansen, hätte sich für seine Partei ein besseres Ergebnis gewünscht: „Ich bin der festen Überzeugung, dass der Klimawandel die nächste Legislaturperiode dominiert. Deshalb sollten wir Grüne auf jeden Fall in eine Koalition gehen, um das bestmöglich umzusetzen.“

CDU-Kreisvorsitzender Jochen Ritter wirbt im Kreishaus für eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP: „Etwas Neues ist doch zeitgemäßer, als die alten Schallplatten noch mal aufzulegen. Laschet ist ein guter Mann, um die unterschiedlichen Partner zusammen zubekommen.“

19.28 Uhr: Florian Müllers Vorsprung ist noch einmal leicht geschrumpft: Im Wahlkreis liegt er bei 36,8 Prozent und damit noch 8 Punkte vor SPD-Bewerberin Nezahat Baradari (28,1). Matthias Heider hatte den Wahlkreis vor vier Jahren mit knapp 48 Prozent der Stimmen für sich gewonnen. 188 der 339 Stimmbezirke sind ausgezählt.

19.10 Uhr: Die CDU bleibt im Kreis Olpe deutlich stärkste Kraft. Die Hälfte der Stimmbezirke ist ausgezählt und die Christdemokraten liegen mit 36,8 Prozent vorn. Allerdings müssen sie auch hier Verluste von rund zehn Prozentpunkten hinnehmen. Die SPD liegt mit 24,5 Prozent auf dem zweiten Platz, ein Plus von 4,2 Punkten. Auf Rang drei folgt die FDP mit 12,9 Prozent (-1,1). Um den vierten Platz ringen AfD (9,1 Prozent, +1,4) und Grüne (9,0 Prozent, +5,0).

18.55 Uhr: Auf Wahlkreis-Ebene ist Florian Müller (39,6 Prozent) nun unter die 40-Prozent-Marke gerutscht, er hält aber weiterhin einen komfortablen Vorsprung auf Nezahat Baradari (27,4). Betrachtet man nur den Kreis Olpe, führt der 33-Jährige noch deutlicher: Dort ist er nach der Auszählung von 75 der 182 Wahlbezirke mit 42,5 Prozent vorne. Kreisvorsitzender Jochen Ritter freut sich: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis im Kreis Olpe. Das ist ein toller Erfolg von Florian Müller.“

18.45 Uhr: Ein Ergebnis nach dem anderen trifft aus den Wahllokalen ein: Weiterhin führt Florian Müller (41,9 Prozent) im Wahlkreis deutlich vor Nezahat Baradari (26,4). Als er gemeinsam mit Frau Janina im Kreishaus eintrifft, brandet kurzer Applaus auf. „Mein Ziel ist, den Wahlkreis hier vor Ort zu gewinnen und ein starkes Signal aus dem Sauerland nach Berlin zu senden. Wir haben hier vor Ort auf die richtigen Themen gesetzt.“ Trotz seines guten Ergebnisses, das sich schon jetzt abzeichnet, sagt Müller klar: „Innerparteilich müssen wir dieses historisch schlechte Gesamtergebnis der CDU aufarbeiten.“

18.28 Uhr: Die ersten fünf Wahlbezirke im Kreis Olpe sind ausgezählt. Bei den Erststimmen liegt Florian Müller (CDU) bereits deutlich vorne: 44 Prozent der Wähler stimmten für den Drolshagener, 23 Prozent für seine Konkurrentin Nezahat Baradari (SPD).

18.22 Uhr: Das erste Ergebnis aus dem Kreis Olpe liegt vor: Der Stimmbezirk Dörnscheid in der Gemeinde Wenden ist ausgezählt. Dort liegt die CDU bei den Zweitstimmen mit 40,3 Prozent deutlich vor der SPD (21,1 Prozent). Drittstärkste Kraft ist die FDP mit 15,8 Prozent, gefolgt von Grünen (10,5), AfD (3,5) und Linken (1,8). Die Aussagekraft ist allerdings begrenzt: In dem Wahllokal gaben nur 57 Wähler ihre Stimme ab.

18.18 Uhr: Die Prognosen von ARD und ZDF sagen für die AfD auf Bundesebene leichte Verluste voraus. Direktkandidat Klaus Heger aus Wenden: „Wir haben öffentlich zu viel gestritten, das kommt beim Wähler nicht gut an.“ Entscheidender als die Frage, ob die AfD am Ende 10,2 oder 10,5 Prozent erreicht, sei nach seiner Ansicht aber, dass eine rot-rot-grüne Mehrheit nicht zustande kommt.

18.05 Uhr: Die ersten Prognosen sehen CDU/CSU und SPD fast gleichauf. Christin-Marie Stamm, Vorsitzende der SPD in Olpe, zeigt sich in einer ersten Reaktion zufrieden: „Wir wünschen uns 25 Prozent plus, das ist schon optimal.“

18.00 Uhr: Die Wahllokale im Kreis Olpe sind geschlossen. Im Kreishaus haben sich bereits die ersten Besucher eingefunden, um die Auszählung der Ergebnisse mitzuverfolgen.

17.55 Uhr: Nur einer der neun Bewerberinnen und Bewerber kann sich über die Erststimme das Direktmandat für den Kreis Olpe sichern. Doch wie sieht es darüber hinaus aus? Johannes Vogel (FDP) hat einen sicheren Platz auf der Landesliste. Für Nezahat Baradari (SPD) wird es knapp. Sie ist davon abhängig, dass ihre Partei ein gutes Ergebnis erzielt und genügend Bewerber, die auf der Landesliste vor ihr stehen, ein Direktmandat erringen. Alle anderen Kandidaten müssen den Wahlkreis direkt gewinnen, um eine Chance auf ein Bundestagsmandat zu haben.

17.07 Uhr: Langsam wird es spannend. Noch knapp eine gute Stunde sind die Wahllokale im Kreis Olpe geöffnet. Auf dem Wahlzettel stehen auch drei Bewerber von Kleinparteien, die vermutlich keine Chance haben, in den Bundestag einzuziehen: Was Sabrina Dieckmann (Freie Wähler), Dagmar Welz (Die Basis) und Engelbert Prevorcic (DKP) trotzdem antreibt.

16.13 Uhr: Wer sich über den Fortgang der Stimmenauszählung im Wahlkreis Olpe – Märkischer Kreis I auf dem Laufenden halten möchte, hat dazu heute Abend auch im Kreishaus in Olpe, Westfälische Straße 75, Gelegenheit. Um 18 Uhr öffnet das Wahlstudio im großen Sitzungssaal. Auf einer Leinwand können die Besucherinnen und Besucher den jeweiligen Stand der Stimmenauszählung verfolgen. Die Teilnahme ist unter Beachtung der 3G-Regel möglich. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht.

15.29 Uhr: Vor vier Jahren waren CDU und SPD die Wahlverlierer im Kreis Olpe: Die CDU stürzte um knapp acht Prozentpunkte ab und verlor damit die absolute Mehrheit (46,9 Prozent). Die SPD konnte nur noch knapp die 20-Prozent-Marke halten (-4,3). Große Gewinnerin war die FDP, die ihren Stimmanteil (14 Prozent) knapp verdreifachen konnte. Die AfD landete bei 7,7 Prozent (+3,8), Linke und Grüne ähnlich wie vier Jahre zuvor bei rund 4 Prozent. Und dieses Jahr? Gegen 18.30 Uhr dürften die Ergebnisse aus den ersten Wahllokalen eingehen.

14.38 Uhr: Auch die Direktkandidaten haben inzwischen ihre Stimmen abgegeben. Florian Müller (CDU) lässt seine Anhänger bei Facebook daran teilhaben – mit korrekt gefaltetem Stimmzettel.

14.00 Uhr: Seit 8 Uhr sind die Wahllokale im Kreis Olpe geöffnet. Unser Foto zeigt das Rivius-Gymnasium in Attendorn, in dem Wahllokale für mehrere Stimmbezirke der Attendorner Kernstadt eingerichtet sind.

Landesweit liegt die Wahlbeteiligung bis zum Mittag etwas höher als vor vier Jahren. Zahlen aus dem Kreis Olpe liegen noch nicht vor.

12.57 Uhr: So viele Direktkandidaten wie nie bewerben sich in diesem Jahr um einen Platz im Bundestag. Neun Parteien schicken Bewerberinnen und Bewerber ins Rennen. Als Favorit im konservativ geprägten Kreis Olpe gilt Florian Müller aus Drolshagen, der als Nachfolger des bisherigen CDU-Kandidaten Matthias Heider antritt. Für die SPD will Nezahat Baradari ihr Mandat verteidigen.

11.50 Uhr: Seit knapp vier Stunden sind die Wahllokale im Kreis Olpe geöffnet. Viele Wählerinnen und Wähler haben dieses Jahr aber gar nicht bis zum Wahlsonntag gewartet. Die Städte und Gemeinden rechnen mit einem Rekordandrang bei der Briefwahl: Wie sie sich vorbereitet haben.

9.43 Uhr: Noch unentschlossen? Das sind die Wahlprogramme im Überblick

8.53 Uhr: Wer bei der Bundestagswahl in NRW wählen möchte, sollte eine Maske dabei haben. Andernfalls könnte der Zutritt zum Wahllokal verwehrt bleiben. Die Corona-Regeln im Überblick

8.15 Uhr: Wer in seinem Wahllokal die Stimme abgeben will, sollte seinen Personalausweis oder Reisepass und die Wahlbenachrichtigung mitbringen. Die Wahlbenachrichtigung ist nicht zwingend erforderlich, wer sie nicht dabei hat, muss sich allerdings ausweisen können.

8.00 Uhr: Heute wird ein neuer Bundestag gewählt: Die Wahllokale sind geöffnet.

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