Rat Wenden

CDU-Chef attackiert Grünen-Kollegen scharf

Ein Pumptrack - ähnlich wie auf diesem Bild in Heubach (Baden Württemberg) - soll auf der alten Bahntrasse in Gerlingen entstehen. Hier kann man auf allem fahren, was Rollen hat. 

Ein Pumptrack - ähnlich wie auf diesem Bild in Heubach (Baden Württemberg) - soll auf der alten Bahntrasse in Gerlingen entstehen. Hier kann man auf allem fahren, was Rollen hat. 

Foto: pumptrack.de

Wenden.   Hubertus Zielenbach (CDU) hat Elmar Holterhof (Grüne) hinterlistiges Verhalten vorgeworfen. Auch Bernd Clemens sprach von ungehörigem Verhalten.

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Hoch her ging es am Mittwochabend am Ende der zweieinhalbstündigen Ratssitzung in Wenden. CDU-Fraktionschef Hubertus Zielenbach redete sich in Rage. Zielpunkt seiner harschen Kritik war Grünen-Fraktionsvorsitzender Elmar Holterhof, der sonst neben ihm im Ratssaal sitzt, gestern aber nicht anwesend war.

„Dass Elmar eigenständig und unrechtsmäßig Bodenproben vom Gelände des Pumptracks aufgenommen hat und die Ergebnisse eigenständig an die Untere Wasserbehörde weitergeleitet hat, ist beschämend und hinterlistig. Wenn einer etwas gegen den Pumptrack hat, soll er es deutlichen sagen“, wetterte Hubertus Zielenbach.

Kritik auch vom Bürgermeister

Hintergrund: Auf Initiative der Union soll auf der ehemaligen Bahntrasse in Gerlingen ein Erholungspfad mit einem Pumptrack entstehen. Zielenbach treibt dieses über Leader geförderte Projekt als Gerlinger Ratsherr maßgeblich voran. „Es ist beschämend, dass ein Kollege, neben dem man seit 15 Jahren sitzt, versucht, das mit so hintertückischen Dingen ins Wanken zu bringen“, so der CDU-Fraktionschef.

Auch Bürgermeister Bernd Clemens nahm deutlich Stellung zur Vorgehensweise des Wendener Grünen-Chefs: „Ja, es trifft zu, dass Elmar mir gesagt hat, dass er privat Bodenproben genommen hat und dass er diese an ein Umweltlabor gegeben und dort hat untersuchen lassen. Er hat mir auch gesagt, dass er den Bericht dem Kreis vorgelegt hat. Das fand ich auch höchst erstaunlich. Ich habe ihm gesagt, dass das ein ungehöriges Verhalten ist.“ Holterhof habe ihm dies bei der Wendener Kirmes berichtet, kurz nach dem Fassbieranstich, so Bürgermeister Clemens. Und weiter: „Das gehört sich nicht, das auf fremden Grundstücken zu machen. Zuständig wäre ausschließlich die Gemeinde gewesen.“ Holterhof habe wohl auch nicht gewusst, ob es sich bei seinen entnommenen Bodenproben um gemeindliche oder private Grundstücke gehandelt habe.

Er finde das absolut nicht in Ordnung, aber er wolle die Sache auch nicht hochkochen, meinte Clemens: „Das wird den Pumptrack nicht gefährden. Es ist kartiert, dass dort eine Altlast ist. Wir als Gemeinde hätten auch Bodenproben entnommen. Das wäre nicht nötig gewesen. Gegen sein Verhalten könnte man zivilrechtlich gegen vorgehen. Ich habe ihm gesagt, dass er das zu unterlassen hat.“

Zum Schluss legte Zielenbach noch einmal nach: „Elmar hat gesagt, er habe das gemacht, um Schaden von der Gemeinde Wenden abzuwenden. Das ist eine ganz große Hinterlistigkeit, die dieser Mann an den Tag gelegt hat. Es ist schrecklich, dass er meint, er könne sich diese Dinge herausnehmen. Der lügt wie gedruckt.“

Doch Probleme mit Bussen

Vor dem großen Knall in der Ratssitzung hatte Bernd Clemens noch einmal Stellung genommen zu den Problemen beim Schülerfahrverkehr zum Schuljahresbeginn. Auf Anfrage unserer Zeitung habe er noch mitgeteilt, dass es in Wenden so laufe wie immer, was er jetzt jedoch revidieren müsse: „Die Probleme waren doch größer, als wir es in den ersten drei Tagen wussten. Es war doch schlimmer, als ich auf Anfrage gesagt habe.“ Eltern hätten sich bei der Gemeinde beschwert. Es sei falsch geplant und falsche Busse eingesetzt worden. Das habe zu 90 Prozent an der VWS gelegen: „Die haben um Entschuldigung gebeten.“ Zudem habe die Gesamtschule den Schulschluss nicht ordnungsgemäß gemeldet.

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