Umzug

Charme des Klosters Maria Königin bleibt erhalten

Das Kloster Maria Königin

Foto: Volker Eberts

Das Kloster Maria Königin Foto: Volker Eberts

Altenhundem/Olpe.   Es geht gut voran, der Umbau des Klosters Maria Königin zur Jugendbildungsstätte Pallotti Lennestadt ist in vollem Gange.

Die Strecke von Olpe über Bilstein nach Altenhundem kennt Georg Hunold mittlerweile in- und auswendig. Drei- bis vier Mal pro Woche pendelt der Geschäftsführer des Jugendhofs Pallottihaus vom Osterseifen in Olpe auf den Klosterberg bei Altenhundem. Ende dieses Jahres zieht der Jugendhof in das umgebaute Kloster Maria Königin um.

Als der Jugendhof vor drei Jahren auf die Suche nach einem neuen Standort ging, fiel die Wahl recht bald auf das leer stehende Kloster Maria Königin. Hunold: „Es ist eine Win-Win-Situation für alle.“

Doch bis es soweit ist, haben die Handwerker und Architekten das Sagen auf dem Klosterberg. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit sind die Rohbauarbeiten fast abgeschlossen. An der Struktur der Gebäude ändert sich so gut wie nichts. Die Zimmer, wo früher die Patres vom Orden Missionare von der Heiligen Familie und die Internatsschüler wohnten, werden zu Gästezimmern umfunktioniert. 80 bis 90 Betten mit drei, vier oder sechs Betten, allesamt mit einem eigenen Bad, dazu Einzelzimmer für die Betreuer, sind im Mittel- und Obergeschoss geplant. Im Untergeschoss, wo Versorgungsräume und die Küche untergebracht ist, wurden mehrere Räume zusammen gelegt, u.a. zum großen Speisesaal.

Mit Fingerspitzengefühl

Dass in der früheren Sakristei demnächst ein Gruppenraum mit Fußball-Kicker stehen wird und die Hauskapelle zum Meditationsraum umfunktioniert wird, ist der neuen Funktion der Räumlichkeiten geschuldet. Dennoch bewiesen die Architekten und Georg Hunold viel Fingerspitzengefühl und Respekt vor der Historie des Gebäudes. Viele Details aus dem alten Kloster wie Einbauschränke, Vertäfelungen etc. werden übernommen statt sie dem Zeitgeist moderner Einrichtungstrends zu opfern. So wird der Charme des alten Kloster nicht nur von außen, sondern auch innen spürbar bleiben.

Kernstück des neuen Jugendhofs Pallotti Lennestadt ist der neue 120 Quadratmeter große Veranstaltungsraum direkt am Innenhof des Klosters, gegenüber dem Eingang der Klosterkirche. Dies ist der auch einzige echte Anbau des gesamten Projekts. Der Innenhof wurde bereits neu gepflastert, die Treppe vor dem Kirchenportal erneuert. Sie kann demnächst als Open-Air-Bühne genutzt werden und bekam eine Rampe für Gehbehinderte.

Im Außenbereich wurden 30 bis 40 neue Parkplätze geschaffen, die großen Bäume konnten erhalten werden. Einladend und freundlich wird der über zwei Stockwerke verglaste Eingangsbereich des Jugendhofs werden. Ende des Jahres soll alles fertig sein, dann muss der Neuanfang mit Leben gefüllt werden. „Der Umzug fällt mir schon schwer, ich bin ein Kind des Hauses in Olpe“, gibt Hunold zu, der seit 1994 für die Pallottiner arbeitet und in ihrer Nachbarschaft am Hatzenberg aufgewachsen ist.

Erfahrene Nachbarn

Dass die Nachbarschaft mit dem Gymnasium Maria Königin funktionieren wird, steht außer Frage. Die Schule und der Jugendhof haben beide Erfahrungen mit einem Orden als Mitbewohner unter einem Dach, seit zwei Jahren stehen Hunold und MK-Schulleiter Berthold Schleime eng im Gespräch.

Pastoraler Raum

Im Jugendhof Olpe steht mittlerweile ein Briefkasten für Anregungen, was die Pallottiner beim Umzug nach Lennestadt mitnehmen sollen. Viel wird es nicht sein, die große Baumscheibe als Sinnbild für den Ursprung des Lebens, die Fahnenmasten und ein paar Möbel vielleicht.

Das Wichtigste: „Wir werden versuchen die pallottinische Philosophie, unsere Identität und unser Profil mit zunehmen“, so Georg Hunold. „Unsere Geschichte und die Geschichte des Ordens müssen hier zusammen wachsen, das wird sicher ein spannender Prozess“. An dessen Ende soll mit dem Jugendhof Pallotti Lennestadt im früheren Kloster Maria Königin nicht nur eine moderne Jugendbildungsstätte, sondern ein besonderer pastoraler Raum entstehen, nach dem Leitbild des Erzbistums.

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