Neue Auszeichnung

Christa Gattwinkel ist die erste „Türmerin des Jahres“

Kein Wasser am Rhein-Weser-Turm 

Kein Wasser am Rhein-Weser-Turm 

Foto: Volker Eberts

Kirchhundem/Kreis Olpe.  Mit der Auszeichnung „TürmerIn des Jahres“ werden künftig besonders engagierte Menschen geehrt. Erste Preisträgerin ist Christa Gattwinkel.

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Christa Gattwinkel, Gründerin und bis heute Leiterin der „Smily Kids-Gruppen“ im Kreuzbund für Kinder aus suchtbelasteten Familien, hat im Laufe der Jahre schon viele Ehrungen bekommen. Doch die Auszeichnung, die ihr am Donnerstag, 29. August, in einer öffentlichen Feierstunde überreicht wird, ist eine besondere, denn es ist eine echte Premiere. Die Kirchhundemerin wird im Rhein-Weser-Turm zur ersten „Türmerin des Jahres“ ernannt.

Es ist ein Preis, den es bisher noch nicht gab. Der Verein „Freunde und Förderer des Rhein-Weser-Turms e. V.“, der sich seit 18 Jahren um die Erhaltung des imposanten Bauwerks auf dem Rothaarkamm kümmert, hat diesen Preis, den „Türmer bzw. die Türmerin des Jahres“, nicht ohne Hintergrund ins Leben gerufen. „Mit dieser Auszeichnung soll eine Persönlichkeit aus Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft, sozialem Leben etc. geehrt werden, die durch besonderes Engagement für die Allgemeinheit, durch Tatkraft und Durchhaltevermögen im übertragenen Sinn „Turm-Qualitäten“ bewiesen hat.

Türme überragen

Denn Türme überragen ihre Umgebung, trotzen Wind und Wetter, lassen sich nicht verbiegen und bieten Schutz. Schutz zu bieten war 1932 auch die Ursprungsidee für den Bau des Rhein-Weser-Turms“, so der Verein zur Motivation, diese Auszeichnung zu erfinden. Nach Ansicht der Freunde und Förderer des Rhein-Weser-Turms treffen die oben beschriebenen Eigenschaften im besonderen Maße auf Christa Gattwinkel zu, oder anders formuliert: Das Wirken der ersten Türmerin des Jahres war und ist wie der Rhein-Weser-Turm „überragend“.

Vorbildprojekt

Christa Gattwinkel setzt sich seit mehr als 20 Jahren unermüdlich und erfolgreich für Kinder aus suchtbelasteten Familien ein. Das von ihr gegründete Projekt „Smily Kids“ hat Vorbildcharakter über die Region hinaus und wurde schon oft kopiert. Unzählige Kinder lernten und lernen durch das Projekt spielerisch und in ungezwungener Atmosphäre mit dem Thema Sucht und den verheerenden Begleiterscheinungen umzugehen.

Erste Gruppe 1996 gegründet

Die erste Gruppe gründete Christa Gattwinkel 1996 in Altenhundem. Die Idee war, dass Eltern und Kinder getrennt und ohne jegliche Drucksituation über ihre Sorgen und Nöte reden. Vier Jahre später kam die Olper „Smily Kids-Gruppe“ dazu. Mittlerweile gibt es weitere Gruppen in Dortmund, Meschede, Limburg, Westerburg und Düsseldorf. Dabei hat sich die Grundidee dieses niederschwelligen Angebots kaum verändert. Neben den Gruppenstunden bietet Christa Gattwinkel zudem Seminare und Gesprächsabende an, organisiert Freizeiten und leitet weiterhin eine Erwachsenen-Selbsthilfegruppe des Kreuzbunds.

Festakt am 29. August

Es ist ein ehrenamtliches Mammutprogramm. Die Kinder sind Christa Gattwinkel bei all ihrem Tun am wichtigsten: „Ich möchte Kindern eine Stimme geben, damit man sie endlich hört, sieht und ihnen hilft“, sagt sie.

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes am Donnerstag, 29. August, um 19 Uhr im Rhein-Weser-Turm soll Christa Gattwinkel für ihre ehrenvolle Arbeit und ihr unermüdliches Engagement als erste „Türmerin des Jahres“ ausgezeichnet werden. Dazu sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich der Arbeit Christa Gattwinkels und auch dem Rhein-Weser-Turm verbunden fühlen, herzlich eingeladen.

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