Infektion

Coronavirus: Krisenstab im Kreis Olpe tagt einmal täglich

In vielen Apotheken ist schon fast kein Mundschutz mehr zu haben.

In vielen Apotheken ist schon fast kein Mundschutz mehr zu haben.

Foto: Jens König

Kreis Olpe.  Der Kreis Olpe bereitet sich weiter auf den Ausbruch des Coronavirus vor und richtete einen Krisenstab ein. Infektionen gibt es bislang keine.

Der Kreis Olpe bereitet sich weiter auf einen möglichen Ausbruch des neuartigen Coronavirus vor. Die Behörde richtete einen Krisenstab ein, in dem neben Vertreter des Gesundheitsamtes auch Hilfsorganisationen wie das DRK vertreten sind. Die Mitglieder des Krisenstabs sollen sich einmal täglich treffen, um die aktuelle Lage im Kreis Olpe zu analysieren.

Gerüchte in den sozialen Medien hatten das Gesundheitsamt des Kreises Olpe bereits am Donnerstag zu einer Klarstellung gezwungen: „Es gibt bisher keinen bestätigten Fall für eine Erkrankung mit dem Corona-Virus im Kreis Olpe“, erklärt die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung. „Anderslautende Informationen liegen uns nicht vor.“ Die Behörde spricht in Zusammenhang mit den Gerüchten von „Fake-News“.

Sorge vor Infektionen im Kreis Olpe wächst

Nach den ersten Coronavirus-Fällen in Nordrhein-Westfalen war in den vergangenen Tagen die Sorge vor Infektionen auch im Kreis Olpe gestiegen. In vielen Apotheken sind Mundschutz-Masken bereits ausverkauft, in Drogeriemärkten ist kaum noch Desinfektionsmittel zu bekommen.

Beim Gesundheitsamt des Kreises Olpe gehen vermehrt Fragen zum Thema Corona-Virus ein. Insbesondere sind Reiserückkehrer aus Risikogebieten verunsichert und befürchten, sich mit dem Virus angesteckt zu haben.

Wenn innerhalb von 14 Tagen nach Reisen in Gebiete, in denen Infektionen vorgekommen sind, Fieber, Husten oder Atemnot auftreten oder wenn Kontakt zu Personen bestand, die in diesen Gebieten gewesen sind, sollte der Hausarzt angerufen und die Behandlung abgeklärt werden.

Verdachtsfälle bisher nicht bestätigt

Das Gesundheitsamt ermittelt dann gegebenenfalls im Einzelfall, ob sich die Rückkehrer, bei denen sich Krankheitssymptome zeigen, während der Inkubationszeit von maximal 14 Tagen in den genau definierten Risikogebieten aufgehalten haben oder ob Kontakt zu einem bestätigten Fall bestanden hat. Verdachtsfälle sind bisher nicht bestätigt worden. Der Kreis Olpe als Untere Gesundheitsbehörde hält sich bei diesen Ermittlungen in enger Abstimmung mit dem Landeszentrum Gesundheit NRW an die Vorgaben und Standards des Robert Koch-Institutes.

Um sich generell vor Atemwegserkrankungen zu schützen, sollten öfter die Hände mit warmem Wasser und Seife gewaschen werden. „Fassen Sie sich nicht mit schmutzigen Händen ins Gesicht. Husten oder niesen Sie in Ihren Jackenärmel am Ellenbogen und nicht in die Hände. Verzichten Sie auf das Händeschütteln und halten Sie zu Erkrankten einen Abstand von ein bis zwei Metern ein“, lautet zudem die Hygieneempfehlung des Gesundheitsamtes.

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