Brückenbeseitigung

Countdown für Abriss der Pastoratsbrücke läuft

Die Brückenköpfe sind frei gelegt. Nächster Schritt ist das Anheben der Brücke mit einer hydraulischen Presse. So soll geprüft werden, ob der Brückenkörper frei auf den Widerlagern liegt.

Foto: Volker Eberts

Die Brückenköpfe sind frei gelegt. Nächster Schritt ist das Anheben der Brücke mit einer hydraulischen Presse. So soll geprüft werden, ob der Brückenkörper frei auf den Widerlagern liegt. Foto: Volker Eberts

Hofolpe.   Die Vorbereitungen für den Aushub der Pastoratsbrücke gehen in die entscheidende Phase.

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Es ist ein echter Koloss aus Stahl und Beton. Die Brückenköpfe der Pastoratsbrücke in Hofolpe sind frei gelegt und nun ist sichtbar, welchen „Klotz“ der Kranführer am Samstag, 18. November, am Haken haben wird, wenn er die 300-Tonnen-Brücke aushebt. Bis es soweit ist, ist einiges zu tun. Die Spannung steigt, die Vorbereitungen sind in vollem Gange.

Und sie laufen weitgehend planmäßig, sagt Andreas Krep vom Fachbereich Bauen der Gemeindeverwaltung in Kirchhundem. Wobei die Betonung auf weitgehend liegt. Denn - wie immer bei Vollsperrungen - halten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Verbotsschilder und Umleitungsempfehlungen. So kommt es vor, dass Lkw bei Tag oder bei Nacht auf der Hofolper Straße vor den Sperrbaken drehen müssen.

Mehr Verkehr im Ort

Andere, vorwiegend Ortskundige, nutzen die innerörtlichen Straßen, um sich an der Baustelle vorbei zu mogeln. „Der Verkehr im Ort ist schon mehr geworden, auch durch Lkws, aber nachts ist es weitgehend ruhig“, so Bürger Andre Baumhoff. Die älteren Hofolper werden so zwangsläufig an die Zeit erinnert, als die Brücken über die B 517 noch nicht existierten und sich der gesamte Verkehr über zwei beschrankte Bahnübergänge durch den Ort quälen musste.

Schienenersatzverkehr

„Wir müssen noch ein bisschen nachjustieren“, sagt Andreas Krep. So wird die Ampel an der Ecke Siegener Straße/Hundemstraße noch auf Blinklicht umgestellt und auf der Kreisstraße 19 vom Silberger Weg (B 517) in Richtung Silberg wird der Abzweig nach Varste mit Baken umgestaltet.

Denn mehr als einmal hatten Lkw versucht, über den schmalen Verbindungsweg von Varste über die Wegescheide nach Wirme zu fahren. Vermutlich, weil das Navi den Weg als kürzeste Umleitung angezeigt hatte.

Von alledem bekommen die Bauarbeiter, die die Brücke für den Aushub am 18. November vorbereiten, nicht viel mit. Ein Spezialunternehmen hat gestern weitere Kernbohrungen vorgenommen, um Hydraulikpressen in Stellung zu bringen. Mit den Pressen soll die Brücke probeweise angehoben werden, um zu checken, ob die Brücke auf den Lagern frei aufliegt.

Ernst wird es nun auch für die Bahnkunden auf der Ruhr-Sieg-Strecke. Die Bahn beginnt am kommenden Wochenende mit den Bauarbeiten an den Gleisen zwischen Altenhundem und Welschen Ennest. Deshalb fallen sämtliche Züge der Linien RE 16 und RB 91 von Abellio im Zeitraum von Samstag, 11. November, 1.50 Uhr, bis Montag, 27. November, 4 Uhr, auf diesem Streckenabschnitt aus. Für die ausfallenden Fahrten richtet Abellio einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen ein. „Die Fahrzeit kann sich durch den Umstieg auf den SEV um bis zu 40 Minuten verlängern“, teilte Abellio gestern mit.

Haltestellen

Die Busse fahren an den folgenden Haltestellen ab: Altenhundem: Bahnhof; Kirchhundem: Haltestelle an der Siegener Straße (B 517); Welschen Ennest: Haltestelle in der Frankfurter Straße (B 517) neben Bahnsteig 2.

Nachts und in den frühen Morgenstunden fahren einzelne SEV-Busse bereits ab bzw. bis Finnentrop. Fahrgäste werden gebeten, hierzu den aktuellen Fahrplan zu beachten. Zwischen Altenhundem und Hagen fahren die Züge nach dem regulären Fahrplan. Zwischen Welschen Ennest und Siegen weichen die Fahrzeiten um bis zu 30 Minuten vom Regelfahrplan ab. In Altenhundem, Welschen Ennest und Siegen fahren die Züge außerdem teilweise von anderen Gleisen ab.

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