Satire

Das Wort zum Guten Morgen: Vier Stadtchefs und ein Makel

Josef Schmidt, Redakteur der Westfalenpost, sinniert über den verirrten Fußballverstand aller Bürgermeister von Olpe, Wenden und Drolshagen.

Josef Schmidt, Redakteur der Westfalenpost, sinniert über den verirrten Fußballverstand aller Bürgermeister von Olpe, Wenden und Drolshagen.

Foto: Andreas Buck / FUNKE Foto Services

Vier Bürgermeister, ein fußballerischer Makel. Was kann da gemeint sein?

Die tägliche Arbeit eines Bürgermeisters muss verdammt hart sein. Eine Sitzung nach der anderen, Parteiversammlungen, nervende Journalisten, kritische Bürger, Berge von Akten und so weiter. Aber ist das ein Grund, den gesunden Menschenverstand auszuschalten? Das Gespür für Gut und Böse zu verlieren? Wovon ich rede? Die Bürgermeister von Olpe, Wenden und Drolshagen haben diesen gemeinsamen Makel. Nein, ich meine nicht, dass sie allesamt der CDU angehören. Dass könne erstens verschmerzt werden, außerdem ist es politische Ansichtssache, mit welcher politischen Gesinnung man sich auf dem richtigen Weg befindet. Nein. Alle drei sind Fans von Borussia Mönchengladbach. Und da hört der Spaß auf. Irgendwie wird der völlige Verlust fußballerischer Gesinnungs-Ethik sogar über Generationen weitergegeben. Denn schon der Vorgänger von Olpes Peter Weber, Horst Müller, gibt diesen Makel in seiner Vita offen zu. Da kann ich mit den Beigeordneten noch gerade leben: Peter Wurm und sein Nachfolger Thomas Bär sind treue Knappen. Die lassen die Punkte am Sonntag wenigstens da, wo sie hingehören… .

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Kreis Olpe

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben