Gesundheit

Defibrillatoren retten Leben

Ortsvorsteher Stefan Löhr präsentiert den neuen frei zugänglichen Defibrillator im Gasthof Wurm „Bützers“ in Schönau. Rechts Stefan Spieren, in der Mitte Julia Spieren.

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Ortsvorsteher Stefan Löhr präsentiert den neuen frei zugänglichen Defibrillator im Gasthof Wurm „Bützers“ in Schönau. Rechts Stefan Spieren, in der Mitte Julia Spieren. Foto: privat

Wenden.   Mehr Defibrillatoren sollen in der Gemeinde Wenden künftig für alle Bürger zugänglich sein.

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„Das ist ein sehr guter Beschluss für die Bürger unserer Gemeinde. Er bringt mehr Sicherheit“, betonte Bürgermeister Bernd Clemens. Einstimmig beschloss der Rat ein Konzept zur Installation von Defibrillatoren im Gemeindegebiet. Ein Defi kann durch Stromstöße Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern und -flattern beenden und Leben retten. Bei 85 Prozent aller Herztode liegt ein Kammerflimmern vor.

Hinter dem Rathaus

Bislang gab es einen Defibrillator im Rathaus, der aber nur zu den Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit zur Verfügung stand. Das Konzept sieht vor, dass dieser Defi außen, nach hinten zum Parkplatz installiert wird, da zur Hauptstraße hin schon das Gerät von Schönauer Personalservice hängt. Das DRK wird gebeten, ein Gerät außen am Haus in Wenden anzubringen. Die Volksbank Wenden weist darauf hin, dass sich in der Geschäftsstelle ein Defibrillator befindet und prüft den Einsatz eines weiteren Gerätes in Gerlingen. Die Sparkasse prüft, ob in den Geschäftsstellen schon ein Defi vorhanden ist.

Das Konzept sieht außerdem vor, dass der Defibrillator des Konrad-Adenauer-Schulzentrums außen angebracht wird, damit er auch bei Sportveranstaltungen zur Verfügung steht. Ein Defi wird an der Grundschule Wenden angebracht. Weiterhin sollten Defibrillatoren in allen Ortschaften vorhanden sein. Es sei zu prüfen, ob als Standorte vorhandene Transformatorenhäuschen genutzt werden können (Stromversorgung). Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sollten deshalb angesprochen werden.

Appell an Vereine und Geschäfte

Die Gemeinde appelliert außerdem an Sportvereine, Geschäfte und Ärzte, sich dieser Initiative anzuschließen. Der Bürgermeister versucht, Sponsoren für die Anschaffung von Defis zu gewinnen. Für alle Geräte sollte eine Schulung angeboten werden, und die Standorte der Geräte sollen allgemein bekannt gemacht werden.

Die Gemeinde Wenden fördert die Anschaffung von Defibrillatoren mit einem Betrag von 250 Euro pro Ortschaft zuzüglich 50 Cent pro Einwohner. Auch Ortschaften, die sich in der Vergangenheit bereits ein Gerät angeschafft haben, werden finanziell berücksichtigt.

Bei der Analyse im Vorfeld wurde eine Bestandsaufnahme gemacht, wo bereits Geräte installiert sind. Dies sind: im Rathaus, in der Aula des Konrad-Adenauer-Schulzentrums, der Volksbank Wenden, bei Personalservice Schönauer in Wenden (außen), am Pfarrheim Elben (außen), beim DRK (Helfer vor Ort fünf Stück), bei der Feuerwehr (auf je einem Fahrzeug pro Standort, insgesamt vier Stück), bei den Firmen EMG und Drehmo. Zudem gibt es zwei Geräte in Hünsborn und eins in Schönau.

Zuletzt wurde noch ein Defi am Haus des Wendener Ortsvorstehers, Dietmar Häner, installiert. Hierfür hatte die St.-Severinus-Schützenbruderschaft Wenden 2000 Euro gesammelt. „Wichtig war uns, dass das Gerät öffentlich für jeden zugänglich ist. Da fiel die Entscheidung auf das Haus unseres langjährigen Offiziers und Ortsvorstehers Dietmar Häner“, so 1. Brudermeister Andreas Schneider.

Hintergrund

Bereits seit einiger Zeit wirbt Stefan Spieren für die lebensrettenden Defibrillatroren und steht mit Rat und Tat zur Seite. Der Hausarzt hat auch selbst ein Gerät außen neben dem Eingang an seiner Hausarztpraxis in Hünsborn installiert. Die Nutzung eines Defis ist im Notfall sehr einfach. Das Gerät spricht mit dem Nutzer und erklärt verständlich jeden Schritt, der vollzogen werden muss.

Nach einer Nutzung erfolgt sofort die Wartung.

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