Oberelspe

Der späte Triumph des Hubert Nies

Das Oberelsper Königspaar Hubertus Nies und Elke Zimmermann-Nies im Wackelzug von der Vogelstange in die Halle. Links Offizier André Müller.

Foto: Nicole Voss

Das Oberelsper Königspaar Hubertus Nies und Elke Zimmermann-Nies im Wackelzug von der Vogelstange in die Halle. Links Offizier André Müller. Foto: Nicole Voss

Oberelspe.   Nach zwanzig Jahren und 237 Schüssen endlich Schützenkönig in Oberelspe. Nikolas Höniger ist neuer Regent des Schützennachwuchses

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„Ich freu’ mich so, ich freu’ mich so. Ich bin der König, ist das herrlich“, immer wieder sprudelte dieser Satz am gestrigen Montag an der Vogelstange in Oberelspe aus dem frischgebackenen König Hubertus Nies heraus. Die Freude stand dem neuen Regenten förmlich ins Gesicht geschrieben.

Die Königskette, die er von seinem Vorgänger Fritz Gräbener übernahm, hatte sich die Majestät in mehrfacher Hinsicht verdient. Gemeinsam mit seinen Mitbewerbern Mario Heller, Sebastian Linn, Stephan Schech (alle Königsclub GSV – Glaube, Sitte Vogeltod), Daniel Hümmeler (Königsclub Tatü Tata) und Andreas Schmidt trotzte der selbstständige Versicherungskaufmann den schweißtreibenden Temperaturen und erlebte am Ende des Schießens noch eine Überraschung der seltenen Art.

Als er sich nach dem 237. Schuss von der Vogelstange zurückgezogen hatte, und Andreas Schmidt bereits am Gewehr stand, zeigte der Aar Einsicht und verabschiedete sich leicht verspätet aus dem Kasten.

Hubertus Nies kämpfte in den vergangenen 20 Jahren mit einigen Unterbrechungen vergeblich um die Königskette, die er sich jetzt auch zur Freude seiner Frau und Mitregentin Elke Zimmermann-Nies, die im Controlling der Firma Tracto Technik tätig ist, holte. Der zähe Kampf um den Vogels brachte die Zuschauer auf die kuriosesten Ideen.

Während Mario Zelaso, Vorsitzender des Schützenvereins, noch philosophierte, ob der Kasten oder der Vogel zuerst fällt, bot Katrin Müller ihre Hilfe an, den Vogel locker zu schießen und Tambourmajor Peter Blöink, meinte, man solle doch die ehemaligen Könige noch mal ans Gewehr zu lassen.

Stammtisch „De Bömmelkes“

Hubertus Nies war viele Jahre im Vorstand des Schützenvereins engagiert. Zu seinen Hobbys zählt die neue Majestät den FC Schalke 04 und seinen Stammtisch „De Bömmelkes“. Die Preise holten sich: Stefan Arens (Krone), Georg Kumpf (Zepter), Michael Voß (rechter Flügel, Apfel). Der linke Flügel ging an Peter Arens

Zum Auftakt des Hochfestes ermittelten die Jungschützen am Samstag die Nachfolger des ausgeschiedenen Jungschützenkönigspaares Tobias Schneider und Marie. Mit dem 117. Schuss hatte Nikolas Höniger die Nase vorn und verwies seine Kontrahenten Jonas Ledigen, Henning Richard, Max Pohl, Michel Menne, Niklas Bischopink, Christian Richard, Dominik Voss und Nikolas Krause auf die Plätze.

Zu seiner Königin erkor der Industriekaufmann die 18-jährige Schülerin Annika Lamers aus Dünschede. Zu den Lieblingsfreizeitbeschäftigungen des 21-Jährigen zählen die Feuerwehr und Pyrotechnik Der Apfel ging an Marius Irmler, die Krone schoss Nikolas Höniger, den Apfel holte sich Marius Irmler und das Zepter ging mit dem ersten Schuss an Tobias Schneider.

Die Oberelsper Schützen hatten einen zusätzlichen Grund zu Feiern: Das Ziel der Spendensumme beim „Crowdfunding“ ist erreicht.

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