Blasmusik

Dominik Wagner leitet Blasmusik-Nachwuchs

Jugendblasorchester Olpe

Jugendblasorchester Olpe

Olpe.  Profi-Musiker aus Stuttgarter Region wird Kreis-Jugend-Blasorchester dirigieren

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Direkt nach der Pause der ersten fantastischen Konzerthälfte des Kreisjugendblasorchesters ließen Hermann-Josef Plaßmann, zweiter Vorsitzender des Kreismusikverbandes Olpe, und sein Vorstandskollege, Kassierer Peter Hebbecker, in der Olper Stadthalle die Katze aus dem Sack und informierten die jungen Musiker und Gäste, wer der neue Dirigent wird.

Die Entscheidung fiel nach geheimer Abstimmung der Orchestermitglieder auf Dominik Wagner, der krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte. Nachdem Ingo Samp, der viele Erfolge mit den Musikern feiern konnte, im vergangenen Jahr sein Abschiedskonzert gegeben hatte, wurde die Stelle des musikalischen Leiters ausgeschrieben. Laut Hermann-Josef Plaßmann bewarben sich 21 Dirigenten aus dem ganzen Bundesgebiet und den Niederlanden. Neun von ihnen wurden zu einem Gespräch eingeladen. Vier blieben übrig, die ihr Können bei einem Vordirigat mit dem Kreisjugendblasorchester unter Beweis stellen konnten.

„Das Vordirigat war für die jungen Musiker sehr interessant. Sie lernten sehr unterschiedliche Dirigenten kennen“, blickte Plaßmann zurück, dessen Dank Peter Hebbecker galt, der hervorragende Arbeit geleistet und alles perfekt koordiniert habe.

Voller Tatendrang

Dominik Wagner ist 31 Jahre alt, wohnt in Echterdingen bei Stuttgart und lernte schon während seiner Schulzeit Klavier, Trompete und Gesang. Nach dem Abi folgte das Musikstudium (Hauptfach Trompete Jazz), welches er mit Diplom abschloss. Nach einem Kompaktstudium in Jazzkomposition begann er 2013 mit einem Masterstudium Blasorchesterleitung bei Hermann Pallhuber, das er 2015 mit „sehr gut“ abgeschlossen hat. Der neue Dirigent des KJBO spielte in verschiedenen Orchestern mit und ist heute Dirigent zweier Musikvereine in Süddeutschland sowie Dirigent und Initiator des Projektorchester „Filder Wind Symphony“.

Dominik Wagner unterrichtet Trompete und Klavier, ist Gastdozent bei Workshops und Seminaren sowie Gastdirigent des Kreisverbandsorchester Stuttgart. Der 31-Jährige freute sich sehr, den Zuschlag erhalten zu haben und steckt laut eigener Aussage voller Tatendrang. Seine Ziele: Die hervorragende Arbeit der Vorgänger weiterführen, neue Musiker in das Orchester integrieren, spannende Programme erarbeiten und dabei auch Musik kennenlernen, die nicht alltäglich ist. Dabei will er die vielen talentierten Musiker in wenigen Proben zu einem großen Klangkörper zusammen führen und - ganz wichtig - Spaß und Freude am gemeinsamen Musizieren fördern, da das dann auch der Funke sei, der am Ende aufs Publikum überspringt.

Am Sonntag dirigierte Harry Vorselen den jungen, versierten Klangkörper. Das Programm, das der jungen Musiker war geprägt von sinfonischen Werken und beeindruckender Spielfreude. Besonders hervor zu heben ist die „Fourth Symphonie“.

Fantastische Umsetzung

Das Werk in drei Teilen beginnt mit einem ruhigen, konstanten Rhythmus, mal traurig wie ein Klagelied, mal dramatisch. Der zweite Teil, in dem das Tempo gesteigert wurde, stand schon im deutlichen Kontrast dazu. So richtig schwungvoll wurde es mit der Tarantella im dritten Teil, die ihre Energie dank der fantastischen Umsetzung bis zum Ende behielt.

Im zweiten Konzertteil standen vier Werke auf dem Programm. Die Fans schmissiger Töne kamen insbesondere beim Schlussakkord „Conga del Fuego Nuevo“ auf ihre Kosten: Feurig, auf höchstem Niveau vorgetragen, ein musikalischer Hochgenuss.

67 Musiker aus 19 Vereinen

Das Kreisjugendblasorchester besteht derzeit aus 67 Musikern aus 19 Musikvereinen des Kreises Olpe.

Die jugendlichen Mitglieder bringen neben der musikalischen Qualifikation die Bereitschaft mit - neben der musikalischen Arbeit in ihrem Verein – in nur wenigen Proben ein anspruchsvolles Konzertprogramm einzustudieren.

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