Modernisierung

Dornseifer in Welschen Ennest - Hier gibt es große Pläne

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Der Dornseifer-Frischemarkt in Welschen Ennest.

Der Dornseifer-Frischemarkt in Welschen Ennest.

Foto: Volker Eberts

Welschen Ennest.  Der Dornseifer-Frischemarkt in Welschen Ennest wird modernisiert und erweitert. Kunden können sich freuen: Verkaufsfläche wird nahezu verdoppelt.

Für die Bürgerinnen und Bürger im Rahrbachtal stellt der Dornseifer-Frischemarkt in Welschen Ennest die zentrale Versorgungseinrichtung dar. Der Markt soll nunmehr einer vollständigen Modernisierung und Erweiterung auf nahezu die doppelte Verkaufsfläche unterzogen werden. Damit wollen die Familien Becker und Dornseifer den Markt nicht nur „Fit für die Zukunft“ machen, sondern - Hand in Hand mit der Gemeinde Kirchhundem - auch die zentralörtliche Entwicklung in Welschen Ennest auf der Grundlage des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) sowie des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) fördern. Hierfür muss die Gemeinde die Voraussetzungen schaffen.

Als die Unternehmensgruppe Kaiser & Kellermann bis in die 1960er Jahre ihren Firmensitz noch im Ortszentrum in der heutigen Werthmann-Werkstatt der Caritas betrieb, diente das Gebäude dem Lebensmittelhändler als Kühllager und Garagen für die eigene Lkw-Flotte. Nach dem Umzug von K&K ins Industriegebiet nutzte es das Technische Hilfswerk (THW), bevor es mit der Schließung des Lebensmittelmarktes der Familie Hesse Mitte der 1980er Jahre als Supermarkt hergerichtet wurde und seitdem von der Unternehmensgruppe Dornseifer als Nahversorger für das Rahrbachtal betrieben wird.

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Nunmehr soll der Markt „Fit für die Zukunft“ gemacht werden. Die Becker Immobilien GmbH & Co. KG, die sich heute als Investor in Gewerbeimmobilien, vornehmlich für den Handel, engagiert, will die zentralörtliche Entwicklung in Welschen Ennest unterstützen, wie es das städtebauliche Entwicklungskonzept INSEK der Gemeinde Kirchhundem auch in Form von Erhaltung und Weiterentwicklung wohnortnaher Versorgungsinfrastruktur vorsieht. „Wir machen uns aus Überzeugung für die Region stark und wollen das gerne auch in unserem Heimatdorf Welschen Ennest zeigen. Da es nun darum geht, den Markt auf neue Füße zu stellen, ist es uns als in der Region verwurzelte Familie ein Anliegen, diese Entwicklung nachhaltig zu gestalten.“, sagte Prof. Dr. Stephan Becker, geschäftsführender Gesellschafter der Becker Immobilien GmbH & Co. KG.

Energetische Aufrüstung

Der Eigentümer beschreibt die Aufgabenteilung zwischen den Familien Becker und Dornseifer sowie der Gemeinde Kirchhundem. Die Familie Becker wird die Erweiterung des Marktes inklusive neuem Fußboden, die energetische Aufrüstung, die Erweiterung der Parkplätze sowie die Neugestaltung der Fassade vornehmen. Michael Becker als Gesellschafter fügt hinzu: „Der Dornseifer-Frischemarkt wird zukünftig stärker auffallen!“ Die Unternehmensgruppe Dornseifer wird im Inneren eine vollständige Erneuerung und Erweiterung z.B. der Regalierung, der Beleuchtung sowie der Kühl- und Bedienungstheken inklusive Wärmerückgewinnung vornehmen. Zusätzlich sollen Ladesäulen für die Elektromobilität vorgehalten werden.

Zusammen werden die Familien ca. 2 Millionen Euro investieren und hierbei - gemäß der Unternehmensstrategie beider Unternehmensgruppen - heimische Bau- und Handwerksunternehmen berücksichtigen. Dass diese Investition „abgesichert“ werden muss, steht für beide Familien außer Frage: „gemäß dem Integrierten städtebaulichem Entwicklungskonzept INSEK stellt der Dornseifer-Frischemarkt die zentrale Versorgungseinrichtung im Rahrbachtal dar, liegt innerhalb des definierten Ortskerns und damit innerhalb des Versorgungsschwerpunkts Welschen Ennest als einer von zwei Versorgungsschwerpunkten in der INSEK-Gebietskulisse (neben Kirchhundem selbst)“, so die Investoren. Solchermaßen in ein städtebauliches Konzept der zentralörtlichen Entwicklung in Welschen Ennest eingebettet verbietet sich gleichzeitig eine zentrumsschädliche Entwicklung im Außenbereich - auch und insbesondere eine mögliche Genehmigung von Einzelhandel auf bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Rahrbach und Welschen Ennest.

Denn eine dezentrale Entwicklung von Lebensmitteleinzelhandel schadet nicht nur der zentralen Versorgungseinrichtung Dornseifer, sondern allen weiteren Versorgungseinrichtungen innerhalb von Welschen Ennest gleichermaßen, da Frequenz aus dem Ortskern abgezogen wird. Nach Sichtweise der Investoren binden die zur zentralörtlichen Entwicklung geplanten IKEK- und INSEK-Fördermittel (z.B. Mehrgenerationenplatz oder Aufwertung des Kirchenumfelds) die Gemeinde ohnehin, eine derartig zentrumsschädliche Entwicklung zu unterlassen.

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Zusammenfassend gilt für die Familien Becker und Dornseifer: Hier muss sich die Gemeinde Kirchhundem – Politik wie Verwaltung – entscheiden, denn beide Projekte sind aufgrund fehlender wirtschaftlicher Perspektive nicht realistisch.

Modernes und zukunftsweisendes Outfit

Das Angebot der Familien steht: Ein „echter“ Dornseifer-Frischemarkt im modernen und zukunftsweisenden Outfit mit einem attraktiven, frischen und vielseitigen Warenangebot sowohl in Selbstbedienung als auch in kompetenter Bedienung sowie erweiterten Parkflächen.

Und schließlich: Auch das zukünftige Angebot eines Wochenmarktes in Welschen Ennest ist nach erster schriftlicher Befragung der Standbetreiber der Märkte in den Nachbarkommunen Olpe, Kreuztal, Lennestadt und Attendorn nicht auszuschließen. Insgesamt sieben Marktbeschicker haben eine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert. Zurzeit werden die Möglichkeiten wie z.B. die Findung eines gemeinsamen Markttages geprüft. Ein derartiger Wochenmarkt gehört natürlich ebenfalls an die zentrale Frequenzstelle in den Ortskern von Welschen Ennest.

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