Wildblumen-Projekt

Drei Wildblumenwiesen geplant: Drolshagen will aufblühen

Die Stadt Drolshagen will ihr Erscheinungsbild mit Wildblumenwiesen aufpolieren: An der Annostraße unterhalb des Friedhofes ist eine Fläche von 700 qm von Bauhofleiter Uwe Steinberg und seinen Leuten vorbereitet worden, in den nächsten Tagen wird gesät, dann wirds richtig bunt.

Foto: Josef Schmidt

Die Stadt Drolshagen will ihr Erscheinungsbild mit Wildblumenwiesen aufpolieren: An der Annostraße unterhalb des Friedhofes ist eine Fläche von 700 qm von Bauhofleiter Uwe Steinberg und seinen Leuten vorbereitet worden, in den nächsten Tagen wird gesät, dann wirds richtig bunt. Foto: Josef Schmidt

Drolshagen.   Die Stadt Drolshagen tut etwas Gutes für Bienen und Schmetterlinge. Und für die Augen der Bürger.

Wer sich damit auskennt und von der Färber-Hundskamille spricht, von der Acker-Witwenblume, Gelbklee oder Moschus-Malve, der weiß: Jetzt wirds bunt. Die genannten Blumensorten gehören zu denen, die im Verbund mit rund 60 bis 70 anderen Arten Wildblumenwiesen verschönern. Ein Hingucker, soweit das Auge reicht.

Davon will auch die Stadt Drolshagen profitieren, wie Bauhofleiter Uwe Steinberg auf Anfrage bestätigt: „Der Bürgermeister ist von einigen Bürgern angesprochen worden und hat die Idee gerne aufgegriffen. Die ersten Flächen sind bereits gefräst. Wir warten nur noch auf das bestellte Saatgut, dann kann es losgehen.“

Erst einmal nur ein Versuch

Bürgermeister Berghof informierte in dieser Woche auch die Politiker über das Versuchsprojekt: „Wir wollen das erst einmal testen. Auch, um zu sehen, wie viel zusätzliche Arbeit das für unseren Bauhof mit sich bringt.“

Zunächst hatte sich die Verwaltung unter anderem beim Netzwerk „Blühende Landschaft“ schlau gemacht, wie ein solches Projekt am sinnvollsten umsetzbar sei: „Wildblumen benötigen beispielsweise eher schlechten Boden“, überrascht Steinberg einen Flora-unbedarften Zeitgenossen wie mich, „damit die anderen Pflanzen nicht mit der Zeit die Oberhand gewinnen.“

Bei der Auswahl der Versuchs-Flächen, so der Bauhofleiter, habe man bewusst solche ausgewählt, die von vielen Drolshagenern auch wahrgenommen würden: In der Annostraße unterhalb des Friedhofes, direkt an der viel befahrenen Benolper Straße am Ortsaus- bzw. Eingang der Stadt und im Stadtpark direkt neben der Vogelstange.

„Sollte der Test erfolgreich verlaufen, sind das vor allem im Stadtpark und an der Benolper Straße Flächen, die wir noch erheblich ausweiten könnten“, zeigt sich Steinberg optimistisch, dass die Resonanz aus der Bürgerschaft positiv sein könnte.

Ulrich Berghof warnt allerdings auch: „Es muss natürlich jedem klar sein, dass solche Blumen irgendwann auch mal verwelken. Die Leute sollten dann nicht erwarten, dass wir die Flächen sofort wieder räumen.“

Das ist zumindest bei einer der drei ausgesuchten Wiesen ohnehin nicht angezeigt, da dort „mehrjährige Sorten“ geplant sind, wie Steinberg erläutert: „Im Stadtpark testen wir eine solche Saatmischung.“ Das Netzwerk „Blühende Landschaft“ charakterisiert die Saat-Zusammenstellung wie folgt: „Die Mischung hat das Ziel, die Nahrungsversorgung von Wildbienen, Honigbienen, Schmetterlingen und anderen, Blüten suchenden Insekten nachhaltig zu verbessern..... Die Kulturformen sind im ersten Jahr prägend, später dominieren die ausdauernden Wildarten. Die Mischung ist für eine Standzeit von rund fünf Jahren konzipiert... .“ Die Höhe der Wildblumen differiert zwischen 80 und 140 cm.

60 bis 140 cm unübersehbar

An der Benolper Straße und der Annostraße unterhalb des Friedhofes soll die Mischung „Schmetterlings- und Wildbienensaum“ ausprobiert werden. Charakteristik: „Die Mischung besteht aus 90 Prozent Wildblumen und berücksichtigt in besonderem Maß die Ansprüche von Wildbienen und Schmetterlingen an Trachtpflanzen.“ Höhe: zwischen 60 und 140 cm.

Fazit: Alle drei Wildblumenwiesen werden unübersehbar sein.

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