Kirche

Drolshagen: Erzbischof firmt wegen Corona mit Wattebausch

Im Anschluss gab es ein Erinnerungsfoto der Firmlinge mit Erzbischof Hans-Josef Becker und den Zelebranten.

Im Anschluss gab es ein Erinnerungsfoto der Firmlinge mit Erzbischof Hans-Josef Becker und den Zelebranten.

Foto: Meinolf Lüttecke

Iseringhausen.  Hans-Josef Becker in Iseringhausen. Auftakt der Firmung im Dekanat Südsauerland, die aufgrund der Pandemie nur in kleinen Gruppen stattfindet.

Pünktlich am Samstagmorgen um 10 Uhr erfolgte der große Einzug mit dem Oberhirten, Erzbischof Hans-Josef Becker, Pfarrer Markus Leber, Pastor Antonio Calabrese, Diakon Paul-Georg Bartscher und den Messdienern in die Kirche St.-Antonius-Einsiedler. Ein besonderer Tag, denn hier begann die große Firmung im Dekanat Südsauerland, die aufgrund der Corona-Pandemie nur in kleinen Gruppen stattfinden kann und mit Unterbrechungen bis zum 10. Dezember dauert.

Drolshagens Pfarrer Markus Leber begrüßte den hohen kirchlichen Würdenträger und wies darauf hin, dass die Firmung corona-bedingt erst jetzt stattfinden kann. Für Erzbischof Hans-Josef Becker war dies die erste Firmung im Jahre 2020. „Ich habe im letzten Jahr zuletzt gefirmt, ob ich das noch kann?“, war der Oberhirte gleich zu Anfang der Firmfeier für einen Scherz gut.

Zu der Gruppe von 20 Firmlingen, die sich in der Kirche versammelten, zählten auch die Drillinge aus der Ortschaft Heimicke, Franz-Josef, Hannes-Werner und Max-Otto Clemens. Für die Firmlinge in Iseringhausen, die neben einem Paten noch drei weitere Personen mitbringen konnten, war jeweils eine Bank reserviert.

Insgesamt waren rund 100 Personen in der großen Dorfkirche. In seiner an die Firmlinge gerichtete Predigt hoffte Erzbischof Becker, dass „die Nächstenliebe konkrete Gestalt annimmt“ und dachte dabei auch an Kinder, alleinstehende, kranke, behinderte und schwache Menschen. „Die Firmung macht nur einen Sinn, wenn ihr grundsätzlich eine bleibende Beziehung mit dem auferstandenen Josef Christus eingeht“, war dabei die Intention von Erzbischof Becker, der wünschte, dass die Jugendlichen durch die Firmung die Kraft des Heiligen Geistes schöpfen werden.

Anschließend fragte der Erzbischof Pastor Antonio Calabrese, ob die Firmlinge vernünftig vorbereitet sind. Calabrese antwortete, dass die Firmbewerber bei der Katechese mitgearbeitet und die Beichte empfangen haben. Einige sind im letzten Jahr auch mit nach Lourdes gefahren. Natürlich waren die Bedingungen in der Corona-Zeit nicht so optimal.

Auch bei der Firmung selbst ging es anders zu und man merkte, dass keine normalen Zeiten sind. Der Erzbischof firmte mit einem Mund- und Nasenschutz und das mit dem Salböl Chrisam gezeichnete Kreuz auf die Stirn des Firmlings erfolgte ohne direkte Berührung mittels eines Wattebausches. Statt des üblichen Handauflegens sprach der Erzbischof ein Gebet.

Damit die Firmlinge immer an diesen besonderen Tag erinnert werden, gab es für jeden Firmling eine Urkunde, die Pastor Calabrese unterzeichnet hatte und einen extra nur für Firmlinge konzipierten Gedenkzettel mit Gebeten. Von der Orgelbühne aus sorgten Mitglieder des Frauenchores Cantare und des MGV Iseringhausen für festliche Lieder. Die Feier dauerte eineinviertel Stunde.

Anschließend wurde noch ein Erinnerungsfoto mit den Firmlingen, Erzbischof Hans-Josef Becker und den weiteren Konzelebranten gemacht. Wann hat man schon mal den Oberhirten des Erzbistums Paderborn zu Gast in Iseringhausen.

Auch in Bleche

Am Nachmittag war Erzbischof Hans-Josef Becker erneut im Kirchspiel Drolshagen unterwegs und zwar in der Ortschaft St. Joseph in Bleche und am Sonntag setzte der Erzbischof seine Tour mit zwei Firmungen in der Kirche St. Peter und Paul in Kirchhundem fort. Der Paderborner Oberhirte wird insgesamt 20 Firmungen in den sieben Pastoralverbünden selbst übernehmen und für weitere 35 Firmfeiern hat er die Stellvertreter, Weihbischof Matthias König, die Domkapitulare Dr. Thomas Witt, Dr. Gerhard Best, Meinolf Mika, Dr. Michael Menke Peitzmeyer, Thomas Dornseifer sowie aus Meschede Abt Aloysius Althaus benannt.

Firmabschluss ist dann am 10. Dezember in der Kirche St. Bartholomäus in Meggen.

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