Projekt

Drolshagen: Neue WG für jüngere Menschen mit Pflegebedarf

| Lesedauer: 4 Minuten
Die Zimmer sind bereits bezugsfertig. Im Außenbereich, des früher als Schreinerei und für die Landwirtschaft genutzten Gebäudes, in dem ab 15. Mai auch eine WG für jüngere Menschen mit Pflegebedarf entsteht, ist noch das ein oder andere zu bewerkstelligen. Unser Bild zeigt eine Teilansicht im Außenbereich mit der Inhaberin Ute Lütticke.

Die Zimmer sind bereits bezugsfertig. Im Außenbereich, des früher als Schreinerei und für die Landwirtschaft genutzten Gebäudes, in dem ab 15. Mai auch eine WG für jüngere Menschen mit Pflegebedarf entsteht, ist noch das ein oder andere zu bewerkstelligen. Unser Bild zeigt eine Teilansicht im Außenbereich mit der Inhaberin Ute Lütticke.

Foto: Meinolf Lüttecke

Dumicke.  In der „Wohngemeinschaft Dumicketal“ entsteht eine Wohngemeinschaft nur für jüngere Menschen mit Pflegebedarf. Alter ab 35 Jahren aufwärts.

In ländlicher Umgebung steht das große Wohnhaus in der Straße Zum Listersee 20. Hier waren früher eine Schreinerei und ein landwirtschaftlich genutzter Bereich untergebracht. Außerdem wurden elf Jahre Appartements für Monteure vermietet. Auch Familie verbrachten ihren Urlaub in diesen Räumlichkeiten. Doch das war einmal. Zum 1. März diesen Jahres erfolgte die Neugründung des Trägers „Ambulante Pflege 57“, mit der Inhaberin Ute Lütticke. Die 57 steht für die ersten zwei Zahlen der Postleitzahl von 57489 Drolshagen. 23 Zimmer stehen im Haus zur Verfügung. Alle ausgestattet mit einem komfortablen Bad und unterschiedlichen Zimmergrößen. Sieben Bewohner wurden vom Christopherus Pflegedienst, der vom 15. Juli 2019 zunächst hier Dienstleister war, von der „Wohngemeinschaft Dumicketal“ übernommen.

Das Alter der jüngsten Bewohner: 48 und 60 Jahre. Diese wohnen in der oberen Etage. Dieser Bereich ist primär mit elf Zimmern für Senioren gedacht. Ein Aufzug wurde am vergangenen Dienstag eingebaut, so dass der Gang in die andere Etage oder nach draußen - bei einer Gehschwäche - auch möglich ist. Hier soll im klassischen Sinne eine familiäre Wohngemeinschaft gebildet werden.

Für ein Alter ab 35 Jahren aufwärts

Eine zweite Wohngemeinschaft und das ist ganz neu, soll für jüngere Menschen mit Pflegebedarf gebildet werden. Hier denken die Ansprechpartner an ein Alter ab 35 Jahren aufwärts, die mindestens Pflegegrad zwei haben. Zum Beispiel Personen, die durch einen Unfall oder einen Schlaganfall pflegebedürftig geworden sind. Hier möchte der private Träger eine WG in familienhaften Atmosphäre im unteren Bereich des Hauses aufbauen. Dafür stehen zwölf Zimmer in individuellen Größen, jeweils mit einem Badezimmer ausgestattet, zur Verfügung. Zwei kleine Wohnungen für ein Ehepaar oder für Geschwister sind auch darunter.

Das Prozedere bei Bedarf: Zunächst stattet Pflegedienstleiterin Jennifer Schmidt einen Hausbesuch bei der Familie ab, um die Lage vor Ort zu besprechen. Das Paket, welches sie mitbringt, enthält die Miete, den Eigenanteil und die Pflegesachleistung. Die neuen Bewohner können in einer Gemeinschaftsküche selbst kochen. „Den Gedanken der Nachhaltigkeit, auch beim Kochen, leben wir bewusst“, sagte uns im Gespräch Hausleiterin Birgit Eberhard. Auch auf eine gute Atmosphäre wird großer Wert gelegt. Die Ausstattung des Außenbereichs ist noch nicht in Angriff genommen. Ein Garten sowie Sitzgruppen und eine Grillecke sind geplant. Drei Aufenthaltsräume stehen für die zwei Wohngemeinschaften zur Verfügung. Das umfassende Angebot veranlasst die Hausleiterin zu der Feststellung: „Bei uns ist drin, was drauf steht.“Auf den Etagen ist die Barrierefreiheit eine selbstverständliche Sache. Und die Türen sind in der Größe, dass bei Bedarf ein Pflegebett auf den Balkon geschoben werden kann, damit der Bewohner das Dumicketal – ohne Glasscheibe – bei gutem Wetter genießen kann.

15 Mitarbeiter stehen ab 1. Mai bei der „Ambulanten Pflege 57“ bereit. Der Einzug ist ab dem 15. Mai möglich. Wie uns Inhaberin Ute Lütticke sagte, habe man die Landwirtschaft nicht ganz verlassen. Ein kleiner Biohof mit sieben Limousin Kühen (früher waren es über 80), zwei Tinker Pferden, einem Esel,zwei Shetlandponys, zwei Katzen und einem Hund ist für tierliebe Bewohner sicherlich eine Bereicherung. Beim Umbau des Hauses war Tischlermeister Jochen Lütticke in seinem Element. Hier konnte er und seine Mitarbeiter den Beruf richtig auslegen. Aber einige Handwerker waren dann doch noch zusätzlich nötig. „Alle aus der hiesigen Region“, berichtet uns Inhaberin Ute Lütticke. Der Umbau dauerte bis heute eineinhalb Jahre.

Interessenten melden sich telefonisch

Die Neugründung „Ambulante Pflege 57“ ist derzeit nicht im Internet zu finden. Interessenten können sich telefonisch unter Nummer 02761/9475057 oder per E-Mail info@ap57.de melden. Die Ansprechpartner sind: Jennifer Schmidt (Pflegedienstleitung), Ute Lütticke (Inhaberin) und Birgit Eberhard (Hausleitung). Engagierte Ehrenamtliche sind gern willkommen.

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