Caritaszentrum

Ein 20-Millionen-Meilenstein für die Gemeinde Wenden

Um punkt 12 Uhr ist es am Donnerstag soweit mit dem Spatenstich für den Neubau des Caritaszentrums in Wenden. Jetzt geht es endlich los.

Um punkt 12 Uhr ist es am Donnerstag soweit mit dem Spatenstich für den Neubau des Caritaszentrums in Wenden. Jetzt geht es endlich los.

Foto: Roland Vossel / WP

Wenden.  Nach zehnjähriger Planung geht es jetzt endlich los mit dem Neubau des Caritaszentrums in Wenden. 20 Millionen Euro werden investiert.

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Es ist so etwas wie Michael Endes „Unendliche Geschichte“. Sage und schreibe zehn Jahre hat es gedauert von den ersten Überlegungen für ein neues Caritaszentrum in Wenden bis zum Spatenstich. Am Donnerstag um Punkt 12 Uhr war es endlich soweit. Um zu demonstrieren, dass es jetzt wirklich mit voller Kraft vorangeht, griffen gleich zehn Frauen und Männer beim obligatorischen Pressefoto zur Schaufel. Und im Hintergrund wurden auch ein paar Bagger postiert. „Ich weiß, dass manche hier in der Region schon nicht mehr geglaubt haben, dass es jemals dazu kommt. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass heute nicht nur ein paar symbolische Schaufeln zur Verfügung stehen, sondern tatsächlich großes Gerät. Es geht nun tatsächlich los“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Caritas-Tochtergesellschaft AKC, Christoph Heuel.

5.800 Quadratmeter Nutzfläche

Für das Großprojekt in Wenden investiert die Caritas in den nächsten vier Jahren „mindestens 20 Millionen Euro“, so Heuel: „Mindestens, weil die Baukosten derzeit rapide steigen.“ Die Dimensionen sind beachtlich: So entsteht am Altenhofer Weg 1 ein barrierefreier Neubau mit 5.800 Quadratmeter Nutzfläche auf fünf Ebenen, in den künftig der komplette Kernbereich der vollstationären Pflege sowie Gemeinschaftsräume untergebracht sind. Im Untergeschoss entsteht die neue Großküche des Caritasverbandes Olpe, die neben Wenden auch verschiedene andere Einrichtungen im Kreis Olpe versorgen wird. Im Geschoss darüber sollen neben dem Foyer mit öffentlich zugänglicher Cafeteria auch die Caritas-Tagespflege eingerichtet werden.

Die Verwaltung und die neue Kapelle - mit einigen Elementen aus dem alten Gotteshaus - befinden sich künftig im ersten Geschoss. Der eigentliche Pflegebereich ist dann in den beiden oberen Etagen angesiedelt. Hier entstehen moderne Einzelzimmer für 80 Bewohnerinnen und Bewohner. Zudem wird es einen speziell auf die Bedürfnisse von Demenzkranken ausgerichteten Bereich, inklusive eines Demenzgartens, geben.

Neubau in zwei Jahren

„In etwa zwei Jahren wollen wir den Neubau in Betrieb nehmen. Dann werden nach dem Umzug die Bestandsgebäude reduziert und der weiterhin benötigte Teil saniert“, so Christoph Heuel. Das Zentrum soll perspektivisch von einem Altenhilfezentrum zur Generationenanlage werden. Auch Angebote wie „Service- oder Appartementwohnen bzw. „Wohngemeinschaften“ werden integriert. Optionen einer eigenen Kurzzeitpflege werden noch geprüft. „In vier Jahren werden wir die Bauarbeiten tatsächlich abgeschlossen haben. Es wird ein tolles Ergebnis geben, gut angebunden an den Kernort“, betonte Heuel.

„Mit dem ersten Spatenstich ist ein sehr wichtiger Meilenstein gesetzt, auch in der Geschichte der Gemeinde Wenden“, betonte Bürgermeister Bernd Clemens. Es sei eines der bedeutendsten Projekte in der Kommune. „Das wird ein ganz tolles neues Haus“, so Clemens. Mit dem Abriss der alten Kapelle im Februar/März dieses Jahres wegen der Zuwegung habe es einen „ganz kleinen Wehmutstropfen“ gegeben, sagte Pfarrer Michael Kleineidam: „Wir hatten ein bisschen Bedenken, aber die haben sich total zerstreut. Wir haben jetzt im provisorischen Saal eher noch mehr Teilnehmer bei den Gottesdiensten und der neue Kapellenraum ist geplant.“

Viele ebenerdige Flächen

„Wer große Bauwerke bauen will, muss gute Fundamente haben. Es gab so viele Parameter, die wichtig waren und erst geklärt werden mussten“, so der Hünsborner Architekt Thomas Schönauer. Wenn die Witterung mitspiele, könne man im Februar 2020 mit dem Rohbau beginnen. Trotz der extremen Hanglage habe man Wert darauf gelegt, dass viele ebenerdige Flächen entstehen.

Bevor es nach dem Spatenstich und den Ansprachen zum gemütlichen Teil überging, präsentierte Caritas-Geschäftsführer Christoph Becker noch „die Sauerländer Übersetzung für ‘’Was lange währt, wird endlich gut’. Was lange gärt, wird endlich gut.“ Es konnte angestoßen werden.

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