#MehralsnurWP

„Ein Auto ist im Kreis Olpe wohl nicht das Schlechteste“

Avani Tanya hat im Rahmen von „Mehr als nur WP“ an einem Fotoprojekt im Kreis Olpe gearbeitet. Die Region hat sie im Mietwagen kennengelernt.

Avani Tanya hat im Rahmen von „Mehr als nur WP“ an einem Fotoprojekt im Kreis Olpe gearbeitet. Die Region hat sie im Mietwagen kennengelernt.

Foto: Johannes Pusch

Kreis Olpe.  Avani Tanya, Studentin aus Bremen, hat eine Woche lang im Mietwagen den Kreis Olpe erkundet – und die Straßen der Region kennengelernt.

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Während des „Mehr als nur WP“-Fotoprojekts sind Avani Tanya und Aleksandra Weber im Kreis Olpe unterwegs gewesen. Mit dem Mietwagen fuhren die beiden Studentinnen von der Hochschule für Künste in Bremen durch die Region. Dabei haben sie nicht nur Fotos geschossen, sondern auch das heimische Straßennetz kennengelernt. Ein Gespräch mit Avani Tanya.


Sie sind etliche Tage mit dem Auto im Kreis unterwegs gewesen. Da kann man schon sagen, dass Sie Erfahrung mit den Straßen im Kreis haben, oder?
Avani Tanya: Wir sind in der Zeit schon viel gefahren, das stimmt. Insgesamt bestimmt 1500 Kilometer. Eingerechnet sind dabei auch zwei Fahrten nach Hagen. Dort haben wir unseren Mietwagen bekommen. Ich selbst bin aber nicht gefahren, weil ich keinen Führerschein habe. Aleksandra saß also am Steuer.


Von Attendorn aus haben Sie beiden sich täglich auf den Weg gemacht.
Genau, dort haben wir gewohnt. Ganz allgemein habe ich den Eindruck, dass auf den Straßen im Kreis Olpe nicht viel Verkehr ist. Richtig voll ist es eigentlich nur einmal auf der Autobahn gewesen. Das war aber, als wir nach Hagen gefahren sind.


Sie haben ein Foto gemacht, auf dem eine Straße im Nichts endet.
Ja, das war zwischen Attendorn und Neu-Listernohl. Wir haben erfahren, dass diese Straße für ein neues Industriegebiet gedacht war. Allerdings ist sie nicht mehr in Benutzung. Das fand ich sehr interessant, deswegen habe ich das Bild gemacht.


Nun sind Sie aus ihrer Heimat Mumbai anderes gewohnt.
Ja. Dort ist es total verrückt. Da findet man keine Worte für. Da sind es 40 Kilometer vom einen zum anderen Ende der Stadt. Und: Da herrscht so viel Verkehr, dass es immer dauert, bis man ankommt. Da gibt es auch U-Bahnen, Busse und Autorikschas...


Also öffentliche Verkehrsmittel. Haben Sie während Ihrer Zeit im Kreis auch auf den ÖPNV zurückgegriffen?
Nein, wir hatten ja unseren Mietwagen. Ich habe aber auch hier einen Busfahrplan gecheckt. Darauf habe ich gelesen, dass der Bus nicht sehr oft fährt.


Das ist hier aber nicht überall so...
Nein, das glaube ich. Trotzdem sind die Entfernungen hier sehr weit.


Wie meinen Sie das?
Nun ja, von einem Ort zum nächsten sind es nicht selten ziemlich viele Kilometer.


Würden Sie sagen, dass diese Entfernungen die Menschen hier voneinander trennen?
Ja, vielleicht. Ich denke aber schon: Im Kreis Olpe braucht man ein Auto. Aber wie gesagt, bin ich während des Foto-Projekts nicht mit dem Bus unterwegs gewesen. Aber die Entfernungen sind schon groß. Ein Auto ist im Kreis Olpe wohl nicht das Schlechteste. (lacht)


Sehen Sie das positiv oder negativ?
Neutral. Für unser Foto-Projekt war es sogar sehr gut, dass die Wege so lang sind. Denn ich finde es im Kreis Olpe wundervoll, wirklich. Ich habe es sehr gemocht durch die schöne Landschaft zu fahren. Und weil die Strecken oft sehr lang waren, hatten wir auch sehr viel Zeit, um Eindrücke zu gewinnen.

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