Projekt

Ein Kino in Attendorn für alle Generationen

Hoffen, dass schon in einem Jahr die ersten Filme im neuen Attendorner Kino laufen (von links): Bürgermeister Christian Pospischil, die Betreiber Christin Hanses und Johannes Cordes sowie der Beigeordnete Carsten Graumann.

Foto: Peter Plugge

Hoffen, dass schon in einem Jahr die ersten Filme im neuen Attendorner Kino laufen (von links): Bürgermeister Christian Pospischil, die Betreiber Christin Hanses und Johannes Cordes sowie der Beigeordnete Carsten Graumann. Foto: Peter Plugge

Attendorn.   Die Stadt Attendorn und die zukünftigen Betreiber stellen das Kino-Projekt vor. Für 4,2 Millionen soll ein Lichtspielhaus mit Programm für alle Generationen entstehen.

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Ein Kino für Attendorn: Klappe, die Zweite. Nach dem Ratsbeschluss zum Bau eines Kinos in der Hansestadt stellten Bürgermeister Christian Pospischil und die zukünftigen Betreiber Christin Hanses und Johannes Cordes im Rathaus Details zum Gebäude und zum geplanten Programm des neuen Kinos vor. Und schon jetzt sind nicht nur die Attendorner aufgefordert, sich Gedanken um einen Namen für den neuen „Filmpalast“ mit fünf Sälen und rund 450 Plätzen zu machen.

Aufbruchstimmung und Optimismus

Im Sitzungssaal des Rathauses herrschten Aufbruchstimmung und Optimismus. Bürgermeister Christian Pospischil sprach von dem Kinoprojekt als einem „zentralen Baustein des Innenstadt-Entwicklungsprojekts“, das eine „große Bereicherung für den Freizeitwert und die Kultur Attendorns“ bedeute. Ein Kino sei ein wichtiger sogenannter weicher Standortfaktor, der dem Wirtschaftsstandort Attendorn zukünftig im Wettbewerb um Fachkräfte helfen werde.

Daher seien die 4,2 Millionen Euro, die die Stadt an ihre Vermögenverwaltungsgesellschaft (VVG) als Bauherrin des Kinos überweise, auch gut angelegtes Geld. Die VVG verpachtet es „zu marktüblichen Konditionen“, wie der Bürgermeister betonte, an die zukünftigen Betreiber Christin Hanses und Johannes Cordes aus Lennestadt, so dass von einer Beihilfe nicht die Rede sein könne.

Die beiden erst 28-Jährigen, die auch das Lichtspielhaus in Lennestadt führen (Christin Hanses: „Ich bin zwischen Filmrollen groß geworden“), zeigten sich hoch motiviert und überzeugt davon, dass das Projekt ein Erfolg wird. „Wir glauben an den Standort Attendorn und möchten hier gerne als Frequenzbringer fungieren“, erklärte Johannes Cordes. Ihr Optimismus stützt sich auf von ihnen beauftragte Analysen und Gutachten, die besagen, dass sich ein drittes Kino im Kreis Olpe wirtschaftlich rechnet, aber auch auf den Glauben, „dass ein zusätzliches Angebot die Nachfrage intensiviert“, so Christin Hanses.

Spezielle Angebote für alle Generationen

Neben den obligatorischen Blockbustern will man spezielle Angebote für Kinder wie Senioren machen und auch die sogenannten Best-Ager wieder dazu animieren, ins Kino zu gehen. Open Air Kino im Sommer oder die Live-Übertragung von Opern seien weitere denkbare Nischenangebote.

Geschehen soll das alles in einem architektonisch wie technisch top-modernen Kino, das von einem Siegener Architekturbüro geplant und auf der als provisorischer Parkplatz genutzten Freifläche an der Anselm- Dingerkus-Straße, zwischen dem Mehrgenerationenplatz, dem Hanse Hotel und dem Lidl- Markt, errichtet wird.

Das Kinogebäude wird eine Nutzfläche von 1 800 Quadratmeter haben und über zwei Eingänge verfügen. Der eine in Richtung Innenstadt, der andere zu 77 Parkplätzen, die von der Straße Am Zollstock aus über den bestehenden Wendehammer angefahren werden können.

Beigeordneter Carsten Graumann betonte, dass man eine Architektur wolle, „die Attendorn attraktiv macht“. Insbesondere auf die Fassadengestaltung lege man großen Wert, wozu dem Stadtrat Anfang kommenden Jahre Alternative Entwürfe vorgelegt werden sollen.

Premiere soll bereits Ende 2018 sein

Wenn alles wie geplant klappt, kann das Attendorner Kino bereits Ende kommenden Jahres Premiere feiern. Bis dahin soll auch ein Name gefunden sein. Dabei setzt Christin Hanses auf die Kreativität der Attendorner. Wer eine Idee für einen Namen hat, kann ihn bereits jetzt an die Mailadresse kinoattendorn@web.de schicken. Wenn einer der eingegangenen Vorschläge realisiert wird, kann der Namensgeber ein Jahr lang kostenlos ins Attendorner Kino gehen.

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