Musikveranstaltung

Ein Zeichen für Toleranz und Miteinander in Olpe

Die Band „How Many Roads“ sorgt für einen würdigen Abschluss des Musikfestes.

Die Band „How Many Roads“ sorgt für einen würdigen Abschluss des Musikfestes.

Foto: Birgit Engel

Olpe.   „Olpe rockt Toleranz – bunt statt braun“ bietet Musik aller Stilrichtungen. Acht Stunden lang kommen die Zuhörer am Kreuzberg auf ihre Kosten.

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Acht Stunden nonstop und Musik aller Stilrichtungen gab es am Samstag auf dem Olper Kreuzberg unter dem Motto „Olpe rockt Toleranz – bunt statt braun“, initiiert von „Willkommen in Olpe“ und dem Jugendparlament der Kreisstadt. Das Gelände, der Basketballplatz neben dem Stadion, erwies sich als perfekter Austragungsort.

Viele engagierte Menschen – einzelne Personen und Teams, Unternehmen, Vereinigungen, Institutionen – unterstützten und packten mit an bei diesem Umsonst- und Draußen-Programm, das sich rundum sehen lassen konnte. Insgesamt elf Bands aus der Region traten ohne Gage auf und mit Grill, Flammkuchen sowie zwei Rondells war für das leibliche Wohl gesorgt und sowieso gab es auf dem für ein Festival geeigneten Gelände allemal Platz und Atmosphäre genug für ein gutes Beisammensein. Lediglich das Wetter schwächelte nach diesem Super-Sommer ein wenig.

Erinnerung an Flower-Power

„Bei einem Open-Air mit Regen sieht man, wer es ernst meint“, befand die weit über die regionalen Grenzen hinaus erfolgreiche Band Los Potatoes. „Es ist uns wichtig, ein Zeichen zu setzen und dazu beizutragen, dass unsere Gesellschaft wieder salonfähig wird“, so Frontman Robin Fuchs aus Neuenkleusheim. Überhaupt erklärten alle Bands mit einem ausdrücklichen Statement, warum sie gerade und betont an diesem Tag und Abend da waren. „Wir gehen jetzt in ein Universum, da gibt es keine Nazis, sondern Frieden und Musik“, kündigte Annina Struwe & Hugoonion ihre Musik an. Und „Glenn and the Boys“, die Musik von Jimi Hendrix bis Gary Moore vom Feinsten präsentierten, erinnerten an ihre Jugendzeit, an die späten 1960er Jahre und die bunte Flower-Power-Zeit, „Diese Zeit hat die Menschen ein wenig toleranter gemacht. Und dafür stehen wir hier auch jetzt.“

Rund 1300 Menschen, große und kleine, alte und junge, aus dem ganzen Kreisgebiet und dabei auch stark aus dem Finnentroper und Lennestädter Raum, kamen über den Tag verteilt zu der Veranstaltung. Und sie alle kamen nicht nur aus einem Grund. Da hörte der Soul-Liebhaber auch Punk und der Punkliebhaber auch Latin. „Wir sind hier, um gute Musik zu hören und wir sind hier, um einen Punkt zu setzen für Toleranz, für Miteinander und gegen Fremdenfeindlichkeit“, so der Tenor der Besucher.

„Wir sind zufrieden“, sagte Zaklina Marjanovic vom Team „Willkommen in Olpe“ am Abend kurz vor Schluss um 22 Uhr. Zu der Zeit hatten die „How Many Roads“ gerade die letzten Gitarrenriffs und den letzten Ton mit der Mundharmonika gespielt: Knockin’ on Heaven’s Door. Das Jugendparlament Olpe, das den Abend auch moderierte, bedankte sich bei allen, die dabei waren. „Wir haben ohne Grenzen gefeiert und gezeigt, dass wir zusammen stark sind.“ Stefanie Joebges fasste zusammen: „Wir stehen für Vielfalt und Toleranz und können Generationen vereinen“. Groß war der Applaus von den noch verbliebenen Gästen. „Bei so einer Veranstaltung gehören viel mehr Menschen hierher“, schüttelte jedoch ein Gast in den Reihen den Kopf.

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