Großeinatz

82-jährige Seniorin tot in der Lenne gefunden

Am Lenne- und Veischede Ufer in Grevenbrück ist am frühen Dienstagmorgen die Frau aus Grevenbrück gesucht worden. 

Am Lenne- und Veischede Ufer in Grevenbrück ist am frühen Dienstagmorgen die Frau aus Grevenbrück gesucht worden. 

Foto: Volker Eberts

Grevenbrück.   Traurige Gewissheit: Bei der Toten, die am Dienstag in der Lenne gefunden wurde, handelt es sich um eine Seniorin aus Grevenbrück.

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Eine 82-jährige Frau aus Grevenbrück, die Dienstagvormittag vermisst wurde, ist tot. Strömungsretter der DLRG fanden den Leichnam um 11.20 Uhr am Ufer der Lenne in Höhe der Bowling- und Sportsbar „Players Lounge“ in Finnentrop. Warum die Seniorin in die starke Strömung der Veischede und von dort in die Lenne gelangt war, ist unklar. „Ein Fremdverschulden können wir nach ersten Untersuchungen ausschließen“, so Polizeisprecher Michael Klein. Die Kriminalpolizei in Olpe hat die Ermittlungen nun übernommen.

Die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes hatte die allein lebende Seniorin am Dienstagmorgen gegen 7 Uhr nicht in ihrer Wohnung in der Kölner Straße angetroffen und daraufhin die Polizei verständigt.

Wohnung in der Nähe des Bachs

Weil sich die Wohnung nahe des Veischedebachs befindet, wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG zu einer „Wasserrettung mit Person“ nach Grevenbrück alarmiert. Zunächst war unklar, ob die Frau wirklich in den Bach gelangt war. Deshalb suchten Polizei und Feuerwehr auch im Ort und im persönlichen Umfeld der vermissten Frau.

Parallel dazu begannen Einsatztrupps der Feuerwehr und der DLRG den gesamten Veischedebach zunächst bis zur Mündung in die Lenne und weiter die Lenne bis zum Wehr kurz vor Borghausen abzusuchen. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Die Suchmaßnahmen im Ortsbereich verliefen aber negativ. Ein sogenannter „Mantrailer-Hund“ der Polizei, der für die Personensuche ausgebildet ist und sich an den Geruchsmerkmalen orientiert, lieferte kurze Zeit später den entscheidenden Hinweis. Michael Klein: „Der Hund hat uns bestätigt, dass die Frau von der Wohnung zum Wasser gegangen war.“

Dann wurde die Suche auf die Lenne bis zur Kreisgrenze ausgeweitet. Feuerwehrkräfte aus Bilstein, Elspe, Grevenbrück, Meggen, Finnentrop und Lenhausen bildeten Suchtrupps, um die Uferbereiche abzusuchen. Auch hier waren ausgebildete Strömungsretter der DLRG im Einsatz. Die starke Strömung infolge der massiven Regenfälle in den letzten Tage erschwerte die Suche zusätzlich.

Wassertemperatur 6 bis 8 Grad

Vom Lennepark in Finnentrop aus nahm ein Trupp der DLRG-Oberhundem von einem Schlauchboot aus die Suche flussabwärts auf. Die Hoffnung, die Seniorin zu diesem Zeitpunkt noch lebend zu finden, war gering. „Gefühlt zwischen vier und sechs Grad“, so Carsten Picker, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Oberhundem, „beträgt die Wassertemperatur des Flusses. Trotz spezieller Neoprenanzüge können selbst die Strömungsretter bei diesen Temperaturen nur eine halbe Stunde im Wasser bleiben.“

Ein gemeinsamer Rettungstrupp der DLRG-Ortsgruppen Oberhundem und Lennestadt fand dann gegen 11.20 Uhr die gesuchte Frau in der Lenne in Finnentrop.


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