Serie: Familienbande

WoW und FIFA: Patrick Theile aus Finnentrop liebt das Zocken

Patrick Theile aus Finnentrop zockt gerne WoW oder FIFA an seiner Playstation und seinem PC

Patrick Theile aus Finnentrop zockt gerne WoW oder FIFA an seiner Playstation und seinem PC

Foto: Flemming Krause

Finnentrop.   Patrick Theile verbingt einen Großteil seiner Freizeit vor dem PC und der Playstation, er vergisst dabei aber nicht die wichtigen Dinge im Leben.

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Auf einer Skala von eins bis sechs – eins bedeutet sehr ausgeprägt, sechs überhaupt nicht zutreffend – ordnet sich Patrick Theile (17) ganz diplomatisch auf einer drei ein. „Ich zocke schon sehr gerne, aber nicht übermäßig“, beteuert der Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums – und spielt damit auf die Zeit an, die er vor seinem geliebten Laptop oder seiner Playstation verbringt. Viele junge Menschen in seinem Alter verzichten mitunter gänzlich darauf, nach der Schule rauszugehen und sich mit Freunden zu treffen, und fahren dafür lieber den Computer hoch, um in die virtuelle Welt zu flüchten.

Der 17-Jährige tut das auch, aber es nimmt bei ihm eben nicht Überhand. Seine realen Kontakte, wie zum Beispiel seine Freundin, die er mindestens drei Mal die Woche sieht, sind ihm wichtiger. Genauso wie die Schule oder bald auch wieder das Fitness-Studio. Und dennoch hegt Patrick eine besondere Vorliebe für das Zocken.

Zwei bis vier Stunden

„Ich spiele etwa zwei bis vier Stunden am Tag, so drei Mal in der Woche“, erklärt der Finnentroper, „richtige Haupttage gibt es nicht, ich zocke immer dann, wenn ich Zeit habe.“ Grund dafür ist sein älterer Bruder, zumindest indirekt. „Er hat irgendwann angefangen, World-of-Warcraft zu spielen“, berichtet Patrick, „ich saß dann immer gespannt daneben, bis der Zeitpunkt kam, an dem ich selber spielen wollte.“ Das war mit acht oder neun Jahren. Seine Eltern, das weiß der junge Mann heute, waren anfänglich wenig begeistert von seiner damals neuen Vorliebe, doch sie fanden sich damit ab, „und es hat sich normalisiert.“

500 bis 600 Euro investiert

Am liebsten spielt Patrick Theile an seinem Laptop das bereits erwähnte World-of-Warcraft, Insidern bekannt unter WoW. „Das ist ein Online-Spiel, das man mit anderen Leuten zusammen spielt“, sind für den 17-Jährige die virtuellen Kontakte maßgeblich, „das macht Spaß, wenn man die richtigen Mitspieler findet.“ Kaum zu glauben, aber sogar die große weite Welt der WoW-Online-Spieler ist manchmal kleiner, als es auch Patrick für möglich gehalten hat. Zwar spiele keiner seiner engsten Freunde mit, „witzigerweise habe ich aber Leute aus der Nähe kennengelernt. Einer kommt aus Siegen, ein anderer aus Bad Berleburg.“

Auf seiner Playstation, in die er etwa 500 bis 600 Euro für Ausstattung und Spiele gesteckt hat, zockt Patrick am ehesten FIFA, „wie fast jeder Junge in meinem Alter.“ Welche Mannschaft der Schalke-Fan auswählt, wenn er gegen den Computer oder seine Freunde antritt („Das spielen meine Jungs auch), liegt auf der Hand.

Laptop vom Bruder übernommen

Und wenn er FIFA satt hat, dann kommt die Witcher-CD – hierbei handelt es sich um ein Rollenspiel – in seine Playstation. „Ich kannte es vom Hörensagen“, berichtet der Gymnasiast, „das Spiel war für mich eine Herausforderung, weil der Schwierigkeitsgrad sehr hoch ist.“ Patrick nutzt seinen Laptop, den er von seinem Bruder übernahm, allerdings nicht nur für das Zocken, sondern schaut Videos auf Youtube oder Serien, die er über seinen Laptop abspielt. Momentan guckt er sich durch eine Staffel Game of Thrones.

Einen Erklärung dafür, warum er so gerne zockt, hat Patrick nicht parat. Bis letztes Jahr spielte er Fußball, verletzte sich dann allerdings am Knie und kann seitdem nicht mehr kicken. „Dadurch habe ich mehr Zeit vor dem Bildschirm verbracht.“ Manchmal lenke es ihn schlicht von Aufgaben ab, die er eigentlich erledigen müsste – wie zum Beispiel mit dem Hund der Familie rauszugehen. „Das vergesse ich schon mal ganz gerne“, ist sich Patrick bewusst, „manchmal ist es aber auch einfach ein guter Ausgleich zu den Hausaufgaben.“

Insgesamt verfügt der Finnentroper über zehn Spiele für seine Playstation; und etwa 15 für seinen Laptop. Andere haben deutlich mehr. Auch deshalb hat sich Patrick in der Skala „nur“ in der Mitte eingestuft.

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