Einfach offline

Ja, es soll tatsächlich möglich sein, ohne Smartphone und andere digitale Konsumgüter zu überleben. Das wollen in diesem Jahr Kinder und Jugendliche der Katholischen Jungen Gemeinde Drolshagen bei einem Zeltlager in Thüringen beweisen. Sie trennen sich in ihrem Urlaub vom Smartphone und wollen nicht mehr ständig nur nach unten auf den Bildschirm, sondern auch mal woanders hinschauen. Zum Beispiel in die Natur. Oder in menschliche Gesichter. Damit folgen sie einem Trend: dem Digital Detox (zu deutsch: digitales Fasten). Die Teilnehmer des KJG-Camps sind zwischen 8 und 15 Jahren und es ist für sie wohl nicht vorstellbar, wie es sich ohne Smartphone lebt. Denn ständig ist es da. Neben dem Bett, im Bus, im Büro, unterm Tisch in der Schule. Ständig lockt die Versuchung, mal eben zu schauen, was in der großen, weiten Smartphone-Welt passiert. Eine Nachricht vom Freund? Eine Eilmeldung? Ein neues Foto auf Instagram? Und wenn ich gerade dabei bin, kann ich ja noch... Bei manchen klingelt und blinkt es minütlich. Ich bekenne, dass ich froh bin, kein Digital Native zu sein. Ich bin noch analog aufgewachsen. Wenn ich mich damals mit Freunden treffen wollte, musste ich einen Treffpunkt und eine verbindliche Uhrzeit ausmachen. „Wo bist du gerade?“ oder „Sorry, komme später“, das ging nicht. Wenn ich den Weg nicht fand, konnte ich nicht meine Navigations-App öffnen, sondern musste auf der Straße einen Fremden fragen. In der Ferienfreizeit in Frankreich durfte ich einen Kilometer zur nächsten Telefonzelle latschen, um meinen Eltern zu sagen: „Ja, das Wetter ist schön.“ Darauf folgte eine lange Beschreibung des Urlaubsortes, denn ich konnte ja keine Bilder verschicken. Und wenn ich Langeweile hatte, tja, dann hatte ich halt Langeweile und konnte nicht 50 Apps öffnen. Ich bekenne auch, das Leben ohne Smartphone war nicht immer einfach. Aber es war freier.

Ja, es soll tatsächlich möglich sein, ohne Smartphone und andere digitale Konsumgüter zu überleben. Das wollen in diesem Jahr Kinder und Jugendliche der Katholischen Jungen Gemeinde Drolshagen bei einem Zeltlager in Thüringen beweisen.


Sie trennen sich in ihrem Urlaub vom Smartphone und wollen nicht mehr ständig nur nach unten auf den Bildschirm, sondern auch mal woanders hinschauen. Zum Beispiel in die Natur. Oder in menschliche Gesichter. Damit folgen sie einem Trend: dem Digital Detox (zu deutsch: digitales Fasten).


Die Teilnehmer des KJG-Camps sind zwischen 8 und 15 Jahren und es ist für sie wohl nicht vorstellbar, wie es sich ohne Smartphone lebt. Denn ständig ist es da. Neben dem Bett, im Bus, im Büro, unterm Tisch in der Schule. Ständig lockt die Versuchung, mal eben zu schauen, was in der großen, weiten Smartphone-Welt passiert. Eine Nachricht vom Freund? Eine Eilmeldung? Ein neues Foto auf Instagram? Und wenn ich gerade dabei bin, kann ich ja noch... Bei manchen klingelt und blinkt es minütlich.


Ich bekenne, dass ich froh bin, kein Digital Native zu sein. Ich bin noch analog aufgewachsen. Wenn ich mich damals mit Freunden treffen wollte, musste ich einen Treffpunkt und eine verbindliche Uhrzeit ausmachen. „Wo bist du gerade?“ oder „Sorry, komme später“, das ging nicht. Wenn ich den Weg nicht fand, konnte ich nicht meine Navigations-App öffnen, sondern musste auf der Straße einen Fremden fragen. In der Ferienfreizeit in Frankreich durfte ich einen Kilometer zur nächsten Telefonzelle latschen, um meinen Eltern zu sagen: „Ja, das Wetter ist schön.“ Darauf folgte eine lange Beschreibung des Urlaubsortes, denn ich konnte ja keine Bilder verschicken. Und wenn ich Langeweile hatte, tja, dann hatte ich halt Langeweile und konnte nicht 50 Apps öffnen.


Ich bekenne auch, das Leben ohne Smartphone war nicht immer einfach. Aber es war freier.

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