Frühling

Eisdielen im Kreis Olpe bringen Kunden auf den Geschmack

Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, erfreut sich das Eiscafé Bortolot in der Olper Innenstadt großer Beliebtheit.

Foto: Linda Sonnenberg

Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, erfreut sich das Eiscafé Bortolot in der Olper Innenstadt großer Beliebtheit. Foto: Linda Sonnenberg

Kreis Olpe.   Mit den steigenden Temperaturen besuchen immer mehr Menschen die Eisdielen. Wir fragen im Kreis Olpe nach: Was sind die beliebtesten Sorten? Und was kommt gar nicht gut an?

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Der Frühling steht vor der Tür, man merkt es an den immer wärmeren Temperaturen. Und nun beginnt auch für die Eisdielen im Kreis so langsam die Saison. Doch welche Eistrends erwarten die Kunden in diesem Jahr? Und was ist die Lieblingssorte der Inhaber? Drei Eiscafé-Besitzer berichten von ihren größten Tops und Flops der vergangenen Jahre.

Exoten kommen nicht immer gut an

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, versuchen die Eisdielen ihre Kunden zum einen durch Qualität, aber auch durch immer neue Kreationen zu begeistern. Damit treffen sie allerdings nicht immer den Geschmack der Masse, wie auch Mario Matos vom Attendorner Café „La Perla“ feststellen musste. Sein größter Flop war die Kreation Tomate-Mozzarella. „Das habe ich selbst probiert und schon da gesagt: Das wird nichts“, gibt der Inhaber lachend zu.

Ansonsten trifft Matos mit seinen Kreationen allerdings immer den Geschmack seiner Kunden, sei es mit einer Sonderkreation Pfirsich-Schmand oder anderen fruchtigen Neuerungen. „Neben den klassischen Geschmacksrichtungen wie Vanille und Erdbeere mögen die Kunden aktuell auch gerne die fruchtigen Sorten, wie Mango.“ Matos selbst isst am liebsten Vanille oder Pfirsich-Schmand. In seiner „La Perla“ kostet eine Kugel in diesem Jahr 1,10 Euro. „Die bringt dann aber auch 90 Gramm auf die Waage. Wir haben immer sehr große Kugeln“, betont der Besitzer.

Mit solch ungewöhnlichen Eiskreationen wie sein Kollege hat es Giovanni Alo von „Riviera by Giovanni“ bisher noch nicht versucht: „Wir haben eher das klassische und fruchtige Angebot bei uns.“ In dieser Saison wird der Eisladen in Lennestadt-Altenhundem allerdings mit Joghurt-Mandarine und Yogurette versuchen den Geschmack der Kunden zu treffen. In der Vergangenheit hatte Giovanni Alo, der seine Kugeln für einen Euro anbietet, es schon mal mit einer alkoholischen Rum-Krokant-Mischung probiert. „Das kam weniger gut an, wir haben es dann auch wieder raus genommen.“ Er selbst genehmigt sich am liebsten Nuss-, Schokoladen- oder auch Pistazien-Eis.

Spezial-Eissorte zum Schützenfest

Fulvio Pampanin vom Eiscafé Bortolot in Olpe hingegen kann sich gar nicht mehr an seinen größten Eisflop erinnern: „Man hat immer mal wieder Sorten dabei, die nicht den Geschmack treffen. Da muss man viel probieren und kreativ sein, aber auch einsehen, wenn es einfach nicht passt.“ Er selbst setzt bei seinem Eis, das er nun schon in der vierten Generation verkauft, vor allem auf die Frische: „Wir erstellen alles selbst und machen alle Früchtesorten mit frischen Zutaten.“ Insgesamt sind knapp 30 unterschiedliche Sorten im Angebot.

„Gerade jetzt, wo es nun hoffentlich wärmer bleibt, stehen Mango, Himbeere und grüner Apfel ganz oben auf der Wunschliste der Kunden“, weiß Pampanin. Aber auch Klassiker wie Vanille und Schokolade laufen nach wie vor gut. Auch wenn sie im Bortolot zum Teil in leicht abgewandelter Form serviert werden: „Wir haben nicht nur Schokoladen-Eis, sondern auch Zartbitter. Das nehmen die Kunden sehr gerne, weil es einfach mal eine kleine Abwechslung vom üblichen Geschmack bringt.“ Und zu bestimmten Anlässen, lässt sich der Inhaber auch immer wieder kleine Besonderheiten einfallen. Im vergangenen Jahr gab es zum Schützenfest die Spezial-Eissorte Gudde Fierdahe. „Wir haben immer viele Ideen und kreieren immer Neues“, verspricht Pampanin, bei dem eine Kugel Eis in diesem Jahr auch einen Euro kostet.

Die Unverträglichkeiten nehmen zu

Aber noch einen Trend bemerken die Eisverkäufer in den vergangenen Jahren: Immer mehr Kunden haben mit Allergien oder Intoleranzen zu kämpfen. Doch auch darauf haben sich die Inhaber eingestellt, wie Fulvio Pampanin berichtet: „Alle unsere Früchtesorten stellen wir Laktosefrei her. Und auch die Milchshakes können auf Wunsch mit laktosefreier Milch zubereitet werden.“

Damit trifft das Familienunternehmen die Wünsche der Kunden: „Wir haben immer mehr Anfragen. Als meine Großeltern unsere Eisdiele noch geführt haben, gab es keine Fragen nach laktosefreien Sorten, inzwischen passiert es allerdings doch schon sehr häufig, das Kunden uns auf Unverträglichkeiten hinweisen“, berichtet Pampanin. Aber nicht nur Unverträglichkeiten, auch der bewusste Eisgenuss von Veganern hatte in der letzten Zeit immer mehr genommen. Doch auch darauf ist das Bortolot-Team eingestellt: „Wir führen nun auch mehrere vegane Eissorten.“

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