Elspe-Festival

Elspe: Keine einzige Infektion bei 47 Ölprinz-Vorstellungen

| Lesedauer: 3 Minuten
Festivalgeschäftsführer Philipp Aßhoff und Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas freuen sich, dass das Konzept aufgegangen ist.

Festivalgeschäftsführer Philipp Aßhoff und Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas freuen sich, dass das Konzept aufgegangen ist.

Foto: Britta Prasse

Elspe.  Stadt und Elspe Festival ziehen nach dem Ende des Modellprojekts in Elspe eine positive Bilanz. Die Kontakterfassung hat funktioniert.

Nach den 47 Vorstellungen des Stücks „Der Ölprinz“ bei den Karl-May-Festspielen in Elspe ziehen Veranstalter und Stadt Lennestadt eine positive Bilanz. Die Rechnung, mit digitalen, kommunikationsfähigen Abstandsmessern, sogenannten Token, die Veranstaltungen sicher durchführen zu können, ging voll auf. Kein einziger Infektionsfall unter den Besuchern des Elspe Festivals wurde bekannt.

+++ Lesen Sie auch: Betrüger prellt Seniorin um fünfstellige Summe +++

Rückblick: Am 9. April wurde die Stadt Lennestadt als Modellkommune durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen auserkoren. Es ging darum, die Spielzeit des Elspe-Festivals unter bestimmten Parametern zu sichern.

Die Stadt Lennestadt schaffte 2.200 sogenannte „Token“ an. Zum Premierentag am 2. Juli erhielt jeder Gast zum ersten Mal dieses „digitale Amulett“, das um den Hals getragen wurde. Bürgermeister Tobias Puspas: „Alle Gäste des Elspe Festivals wurden somit Teil des Modellprojektes. Grundsätzlich können wir festhalten, dass uns bis heute kein Infektionsfall in Zusammenhang mit den Veranstaltungen auf der Bühne bekannt ist. Genau das war unser hoher Anspruch.“

Spielzeit gerettet

Den guten Eindruck trotz des gewaltigen organisatorischen Aufwands bestätigt auch Philipp Aßhoff, Geschäftsführer des Elspe Festivals: „Von unseren Gästen haben wir durchweg ein positives Feedback erhalten. Ohne Modellkommune hätte zum zweiten Mal in Folge die Spielzeit ausfallen müssen.“ Und das, so hatte Asshoff in einem früheren Interview ausgeführt, hätte für das Unternehmen existenzgefährdende Folgen haben können.

Natürlich verlief nicht alle reibungslos. Schwierigkeiten gab es beispielsweise, wenn Besucher die Geräte versehentlich ausgeschaltet hatten. Dadurch ergaben sich Lücken in den Aufzeichnungen. Die angeschaffte Technologie ist an die Datenauslesung einzelner Token bei einzelnen Infektionsfällen ausgerichtet. „Die komplette Datenauslesung aller Token ist eine zeitliche Herausforderung, aber auch die versuchen wir zu meistern“, sagt Louisa Funke von der Stadt Lennestadt, als Leiterin des Gesamtprojekts.

+++ Zum Thema: So kam die Modellkommune nach Elspe +++

Prof. Dr. Rainer Brück von der Universität Siegen, die das Projekt begleitet: „Genau das entspricht dem Modellcharakter. Es kann nicht alles sofort laufen. Wir haben durch den Einsatz extrem wertvolle Erkenntnisse sammeln können. Die Technik kann nun für vergleichbare Projekt modifiziert eingesetzt werden.“ Neben diesem zusammenfassenden guten Eindruck werden nun die Daten der Token ausgelesen – verbunden mit einer wissenschaftlichen Auswertung durch das Team der Uni.

Eckdaten der Karl-May-Festspiele 2021

Aufgrund der Coronasituation konnte das Elspe Festivals zu den Karl-May-Vorstellungen nur 1800 statt der sonst üblichen 4000 Sitzplätze an Zuschauer vergeben. Insgesamt sahen rund 80.000 Zuschauer die 47 Vorstellungen des Stücks „Der Ölprinz“ auf den Rübenkamp.

In der nächsten Spielzeit, die am 18. Juni 2022 Premiere feiert, wird das Stück „Der Schatz im Silbersee“ gespielt.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Kreis Olpe

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben