Bäckerfachschule

Erste Deutsche Bäckerfachschule in Olpe eröffnet

Brot frisch aus dem Ofen: Georg Sangermann, Jürgen Hinkelmann, Heribert Kamm und der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, stehen im Außenbereich des neuen Gebäudes.

Brot frisch aus dem Ofen: Georg Sangermann, Jürgen Hinkelmann, Heribert Kamm und der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, stehen im Außenbereich des neuen Gebäudes.

Foto: Riem Karsoua / WP

Olpe.  Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, besichtigt die Erste Deutsche Bäckerfachschule in Olpe.

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Ganze neun Jahre dauerte die Planung samt Umbau der Ersten Deutschen Bäckerfachschule, sie kostete Bund und Land 8,2 Millionen Euro. Am Donnerstag wurde sie in Olpe mit zahlreichen Gästen und Politikern feierlich eröffnet.

Jedes Jahr zieht es knapp 1600 Auszubildende für eine Woche in die Bäckerfachschule für ihre überbetriebliche Lehrlingsunterweisung.

100 Meisterschüler kommen hier her, um sich weiterzubilden und auch Flüchtlinge oder Arbeitslose werden in Seminaren umgeschult. Genau für diese bunte Gruppe von Menschen wurde die Erste Deutsche Bäckerfachschule umgebaut und saniert.

Zur feierlichen Eröffnung ist auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales nach Olpe gekommen und spricht gleich zu Beginn ein ungelöstes Problem an: Dem mangelnden Nachwuchs im Handwerk. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das Handwerk auch für nachfolgende Generationen attraktiv gestalten können.“

Dazu zähle auch die Gleichstellung von einer akademischen und gewerblichen Ausbildung. Insbesondere in NRW müsse an der Ausstattung der Schulen gearbeitet werden. „Deshalb bin ich froh darüber, dass

Sie sich vor Jahren entschlossen haben, diese Schule zu modernisieren, um sie auch für die Zukunft zu erhalten. So sieht auch der Nachwuchs, dass wir auf einem modernen Weg sind.“

Auch das landesweite Ticket für Auszubildende, welches ab dem neuen Lehrjahr (1. August) zur Verfügung gestellt wird, sei ein großer Schritt in Richtung Gleichstellung.

Einen großen Dank richtet der Minister an Landesinnungsmeister Heribert Kamm für die Arbeit, die er in das Handwerk investiert hat.

Laumann selbst war 25 Jahre als Maschinenschlosser tätig und weiß deshalb: „Für das Handwerk bedarf es einer guten Motorik, Fingerfertigkeit und Köpfchen. Das darf man nicht unterschätzen. Und auch für die Wirtschaft hat das Handwerk eine unverzichtbare Größe.“

Schule mit modernsten Ansprüchen

Auch finde er es gut, dass die modernisierte Schule nicht in Trägerschaft des Staates, sondern in der, der Innung liege. „Wer sollte auch sonst das Handwerk weiterentwickeln, wenn nicht Handwerker selbst? Die Innung hat es so weit geschafft, dass das Berufsfeld mit dieser Schule den modernsten Ansprüchen entspricht. Sie können davon ausgehen, dass Sie mit mir in der Landesregierung einen Freund des Handwerks haben“, verspricht Laumann.

„Die Neueröffnung drückt die Zukunftsfähigkeit des Bäckerhandwerks aus“, sagt Heribert Kamm, der an diesem Vormittag in den Ruhestand verabschiedet wird. Einen besonderen Dank für die Unterstützung, richtet er insbesondere an Minister Karl-Josef Laumann.

Auch Bürgermeister Peter Weber gilt sein Dank, der es unter anderem ermöglichte, die Baugenehmigung innerhalb von drei Monaten zu beschaffen: „Sie haben uns bis zu diesem Tag hervorragend unterstützt“, freut sich Kamm und wendet sich an die Vorstandsmitglieder: „Solch eine große Investition in das Bäckerhandwerk funktioniert nur, wenn ein Verband gemeinsam mit seinem Vorstand an dieses Handwerk glaubt.“

Umbau soll Ende des Jahres fertig sein

„Wir haben jetzt ein Wohnheim mit 120 Betten, das Hotelcharakter hat. Früher sah das aus wie eine Jugendherberge“, sagt Michael Bartilla, Geschäftsführer der Bäckerfachschule.

Und auch technisch sei alles auf dem neusten Stand. So gebe es nun ein eigenes Labor mit moderner Technik, einen Schulungsraum und auch eine Konditorei, mit den neusten Utensilien.

Zurzeit sind 85 Prozent der Umbauarbeiten fertig. „Die übrigen 15 Prozent sollen bis Ende dieses Jahres erfolgen“, hofft Kamm.

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