Neues Förderprogramm

Erster Heimatscheck geht nach Bilstein

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel übergibt den "Heimatscheck" an Peter Allebrodt. Die Dorfgemeinschaft Bilstein will mit dem Geld eine Info- und Hinweistafel in der Ortsmitte finanzieren.  

Foto: Privat

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel übergibt den "Heimatscheck" an Peter Allebrodt. Die Dorfgemeinschaft Bilstein will mit dem Geld eine Info- und Hinweistafel in der Ortsmitte finanzieren.  

Bilstein/Kreis Olpe.   „Heimatscheck“ heißt das neue NRW-Förderprogramm. Die Dorfgemeinschaft Bilstein war schnell und hat 2000 Euro Zuschuss schon in der Kasse.

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„Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, heißt das bekannte Sprichwort. Die Dorfgemeinschaft in Bilstein kann das bestätigen. Der Verein hatte als einer der ersten Vereine überhaupt an der Aktion „Heimatscheck“ des Landes teilgenommen.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich Geschäftsführer Peter Allebrodt per e-Mail bei der Bezirksregierung beworben und bereits gestern Morgen nahm er zusammen mit Vereinskassierer Stephan Stamm in Arnsberg aus der Hand des Regierungspräsidenten den Heimatscheck in Höhe von 2000 Euro entgegen.

Nun wird der Regierungspräsident nicht jedem Verein das Fördergeld persönlich überreichen. „Wir wurden eingeladen, da die Anträge zu den ersten zählten, die in Arnsberg eingegangen waren oder als besonders interessant angesehen wurden“, so der Bilsteiner. Sechs Vereine aus dem gesamten Regierungsbezirk Arnsberg wurden gestern persönlich bedacht.

Die Dorfgemeinschaft „Freiheit“ Bilstein möchte in der Ortsmitte des Burgdorfes eine Hinweistafel mit barrierefreiem Zugang erstellen. Eine Übersichtskarte der Ferienorte Bilstein und Kirchveischede soll helfen sich besser zu orientieren und dem Betrachter einen Überblick über Wanderwege und Sehenswürdigkeiten geben. In der Karte werden zehn besondere Bauwerke, Sehenswürdigkeiten und Denkmäler, u.a. die Kirchen beider Orte, die Burg Bilstein, das Ehrenmal Löwe, der Aussichtsturm Hohe Bracht sowie Gebäude aus der Denkmalliste der Stadt Lennestadt gekennzeichnet mit Bildern dargestellt. Eine Beschreibung der Objekte soll mit einem QR-Code erfolgen, worüber die Informationen dann u.a. auch aus dem Internet abgerufen werden können. „Die Infotafel soll insbesondere zur Information der vielen Feriengäste im Ort Bilstein dienen. Immerhin zählt Bilstein mit Jugendherberge, Hotels und Pensionen über rund 70 000 Übernachtungen im Jahr“, erklärt Peter Allebrodt. „Die vielen Anträge zeigen deutlich, dass das Thema Heimat die Menschen bewegt. Es ist beeindruckend, wie selbst kleinste Vereine und Projekte das Zusammenleben vor Ort fördern und so zum gesellschaftlichen Leben in unserer Region beitragen“, sagte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel gestern bei der „Scheckübergabe“.

Noch 120 Anträge möglich

Für dieses Jahr 2018 liegen inzwischen 131 von 250 möglichen Förderanträge für den Regierungsbezirk Arnsberg vor.

Mit dem Heimatscheck soll besonders das Engagement der „Ehrenamtler“ in den Vereinen und für ihre Dörfer belohnt und angeregt werden. Von den insgesamt 131 Initiativen, die sich für einen Heimatscheck beworben haben, konnten bereits 30 Bescheide positiv beschieden werden.

Damit erweist sich das Förderprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen als voller Erfolg.

Die Bilsteiner Dorfgemeinschaft kann da nur beipflichten. „Es lohnt sich auf jeden Fall, einen entsprechenden Antrag schnellstmöglich zu stellen, die Abwicklung ist sehr unbürokratisch“, so Peter Allebrodt. Der lange Weg durch mehrere Instanzen, wie bei anderen Fördertöpfen oft üblich, bleibt den Antragstellern erspart.

Das Förderprojekt ist zunächst von 2018 bis 2022 angelegt. Jährlich werden im Land NRW 1000 Heimatschecks mit 2000 Euro ausgestellt.

Zufälligerweise fiel die Geldübergabe auf den gestrigen Freitag. Der Termin passte bestens, denn gestern Abend weihte die Bilsteiner Dorfgemeinschaft ihre frisch renovierte Freizeitanlage „Brills Garten“ in der Dorfmitte ein. So gab es gestern eine weiteren Grund zum Feiern.

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