1000 Jahre

Fachwerkort Kirchveischede im Ausnahmezustand

Maximilian Völkel, Rita Balve-Epe und Dieter Hellekes (von links) vor der historischen Ortsmitte, genannt "Röthe". Hier findet am Sonntag, 15. September, das historische Spektakel statt. 

Maximilian Völkel, Rita Balve-Epe und Dieter Hellekes (von links) vor der historischen Ortsmitte, genannt "Röthe". Hier findet am Sonntag, 15. September, das historische Spektakel statt. 

Foto: Volker Eberts / WP

Kirchveischede.  Der Fachwerkort Kirchveischede wird in diesem Jahr 1000 Jahre alt. Ab Freitag, 13. September wird gefeiert.

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Es ist das Jahr der Jubiläen in Lennestadt. Die Stadt selbst wird 50, aber was ist das gegen Kirchveischede. Der Fachwerkort wird in diesem Jahr 20 Mal so alt, also sage und schreibe 1000 Jahre und das muss und soll gebührend am kommenden Wochenende gefeiert werden. Und wer die Veischeder kennt, der weiß, dass sie ein perfekter Gastgeber sein werden.

Los geht es am Freitag, 13. September, um 19 Uhr mit dem mehr oder weniger offiziellen Teil, der 1000-Jahre-Gala. Heimatministerin Ina Scharrenbach, Schirmherrin, wird die Festrede halten. Stadtheimatpfleger Günter Becker wird beim „Talk am Stehtisch“ erklären, warum die Kirchveischeder nach der 950-Jahr-Feier im Jahr 1995 in diesem Jahr jetzt schon das 1000-Jährige feiern und was dies mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs zu tun hat.

Vorgestellt wird auch eine Zeitkapsel mit vielen Utensilien, vom Meilerkreuz der Jubiläumsmeilertage im Frühjahr bis zu Zeitungsausschnitten und Zeitzeugenberichten, die später im Gewölbe der St. Servatius-Kirche für die Nachwelt aufbewahrt werden soll.

„Der Abend soll aber keine steife Gala werden, sondern eine lockere Festveranstaltung mit Showcharakter“, so Dieter Hellekes, der durch das Programm führen wird. Für Unterhaltung sorgen zudem der Musikverein Bilstein, die Chorgemeinschaft Veischedetal und der örtliche Singkreis. Ein Musiktheater mit 25 Darstellern von 4 bis 70 Jahren mit dem Titel „Kirchveischede im Zug der Zeit“ zeigt die Geschichte des Dorfes in sieben Bildern. Der Eintritt zu der Veranstaltung, zu der nicht nur alle Ortsbewohner, sondern auch alle Nachbarn, Freunde, etc. eingeladen sind, ist frei.

Riesengroßes Spektakel

Das gilt auch für die zweite Jubiläumsveranstaltung am Sonntag, 15. September, mit dem Titel „Historische Röthe“ mit großer Festtagstafel, Marktständen, Musik und vielen Attraktionen. Der Tag beginnt um 9.30 Uhr mit dem Festgottesdienst in der St. Servatius-Kirche, mitgestaltet vom „Traditionsmusikkorps Erstes Garderegiment zu Fuß“. Das Orchester in historischen Uniformen wird ab 11 Uhr zu Platzkonzerten in der Röthe, der historischen Ortsmitte am Veischedebach aufspielen. „Es wäre schön, wenn möglichst viele Gäste in historischen Gewändern kommen würden“, sagt Rita Balve-Epe, die den historischen Markt mitorganisiert hat. An zwei langen Tischreihen wird zwei Mal, um 11.30 und um 13.30 Uhr eine Festtagstafel mit Buffet, zubereitet von den örtlichen Restaurants, aufgebaut.

Ansonsten ist den ganzen Tag über Jahrmarktatmosphäre mit historischem Anstrich angesagt. Drehorgelspieler, Dudelsackbläser, Quacksalber, Dorfpolizisten, Webspinnerinnen, Hufschmied, historische Handwerker und viele mehr geben Einblicke in längst vergangene Zeiten, bieten Kunstgewerbe, Honig, Seife, Holzwaren an.

Historische Filme werden gezeigt und drei Fachwerkhäuser können besichtigt werden. Dass es den ganzen Tag Leckeres und Ausgefallenes aus dem Smoker etc. gibt, versteht sich in Kirchveischede von selbst. Und auch dafür, dass es Jugendlichen und Kindern nicht langweilig wird, haben die Organisatoren gesorgt. „Es wird ein tolles Spektakel, das ganze Dorf ist infiziert und im Ausnahmezustand“, so Maximilian Völkel, Vorsitzender des Schützenvereins St. Hubertus.

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