Festhalle

Festhalle Finnentrop: Umbauplanungen können nun beginnen

Eine Illustration des Schmallenberger Architektenbüros „A:R Architektur und Design“: So soll die modernisierte Festhalle in Finnentrop in Zukunft aussehen.

Eine Illustration des Schmallenberger Architektenbüros „A:R Architektur und Design“: So soll die modernisierte Festhalle in Finnentrop in Zukunft aussehen.

Foto: A : R Architektur + Design GmbH

Finnentrop.   Außerordentliche Jahreshauptversammlung: Bürgerschützenverein Finnentrop nimmt nächste Hürde für die Modernisierung und Sanierung der Festhalle.

Im Sommer kommenden Jahres, unmittelbar nach dem Schützenfest, soll mit dem Umbau und der Modernisierung der Festhalle in Finnentrop, die in die Jahre gekommen ist, begonnen werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Ein Zuschuss in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro (90 Prozent) gewährt die NRW-Landesregierung, konkret aus ihrem Förderprogramm „Heimat-Zeugnis“. Zudem steuert die Gemeinde 120.000 Euro bei (wir berichteten).

Das restliche Geld muss der Bürgerschützenverein als Eigentümer der Festhalle selber aufbringen. Grünes Licht holte er sich unter anderem dafür bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung am Dienstag ab. Ohne jede Gegenstimme oder Enthaltung fassten die Mitglieder die notwendigen Beschlüsse, um die Planungsarbeiten nun zu starten und die fehlenden Gelder zu akquirieren. „Wenn man Eintracht sucht, dann ist sie in Finnentrop zu finden“, freute sich Dirk Atteln, 2. Vorsitzender des Schützenvereins. Und Sebastian Hatzfeld, 1. Vorsitzender, ergänzte: „Es gilt jetzt die Aufbruchsstimmung mit ins Dorf zu nehmen.“

Die Finanzierung

Die Zuwendungen von Land und Gemeinde reichen nicht aus, die Rechnung ist simpel. Deshalb genehmigten die etwa 75 anwesenden Mitglieder die Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von 60.000 Euro. Zudem stimmten sie dem Vorschlag zu, ein weiteres Darlehen in Höhe von rund 250.000 Euro für die Zwischenfinanzierungsphase, etwa zur Auszahlung von Zuschüssen oder zur Erstattung der Mehrwertsteuer, aufzunehmen. Darüber hinaus benötige der Verein Spenden in Höhe von 50.000 Euro sowie Eigenleistungen und Eigenmittel in Höhe von knapp 70.000 Euro. Wichtig: eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge sei trotzdem nicht notwendig.

Die Maßnahmen

Dirk Atteln wies im Gespräch mit dieser Redaktion ausdrücklich darauf hin, dass der Bürgerschützenverein nur deshalb einen so hohen Zuschuss vom Land bekommen habe, weil eben auch die Belange langjähriger „fremder“ Hallennutzer abdeckt würden. Dazu gehören zum Beispiel die Kulturgemeinde, genauso aber auch das Festkomitee des Finnentroper Karnevals, die Feuerwehr, der türkische Moscheeverein, die kfd und weitere. „Niemand darf glauben, unser Bürgerschützenverein hätte auch nur einen Euro Förderung erhalten, wenn wir deren Belange nicht berücksichtigt hätten. Nur als Gesamtpaket war eine so erfolgreiche Antragsstellung möglich.“ So gehören etwa eine neue Bühne samt Technik und eine neue Theaterbestuhlung für die Kulturgemeinde zu den geplanten Anschaffungen.

„Im Wesentlichen geht es darum, den Sanierungsstau zu lösen und die multifunktionale Nutzbarkeit der Halle zu verändern“, ergänzt Daniel Burghaus vom beauftragten Schmallenberger Architektenbüro A:R Architektur und Design. So soll ein neues Foyer entstehen, das der Halle laut Burghaus ein Stück weit ihre alte Form zurückgebe. Darüber hinaus sind energetische Verbesserungen an Fenster, Dach und Fassade geplant, die Halle bekommt eine mobile Theke und eine mobile Trennwand, die Akustik wird verbessert und es wird auf Barrierefreiheit geachtet.

Das weitere Vorgehen

Was es neben Spendern nun vor allem braucht, ist die tatkräftige Unterstützung aller Bürger und Vereine. Deshalb will der Verein nun Planungsausschüsse und Arbeitsgruppen bilden, um möglichst viele Nutzer der Festhalle mit einzubinden. Darüber hinaus sind regelmäßige Baustellenbesichtigungen und Informationsaustausche geplant. Aufgrund des erfolgreichen Beschlusses können die Planungsarbeiten nun also starten, damit aus dem ehrgeizigen Plan, das Projekt Ende 2020 abzuschließen, auch Realität wird.

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