Wohnhausbrand

Großbrand zerstört altes Haus im Herzen von Drolshagen

Für einen Großeinsatz aller Löschzüge der Stadt Drolshagen sorgte der Brand in der Gerberstraße.

Für einen Großeinsatz aller Löschzüge der Stadt Drolshagen sorgte der Brand in der Gerberstraße.

Foto: Roland Vossel

Drolshagen.   Bei einem Großbrand in Drolshagen ist ein Wohnhaus völlig zerstört worden. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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Der Brand eines großen Wohnhauses im Herzen von Drolshagen hat am Samstag für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Zunächst war befürchtet worden, dass sich noch Menschen in den drei zusammenhängenden Gebäuden in der Gerberstraße befinden, doch dies bestätigte sich nicht. Es wurde niemand verletzt, es blieb beim Sachschaden. Das Haus ist zerstört und unbewohnbar. Die Ursache ist noch ungeklärt. Die Kripo hat die Ermittlungen am Samstagabend aufgenommen.

Alarmierung erhöht

Um 16.15 Uhr war bei der Drolshagener Feuerwehr zunächst die Meldung eingegangen, dass ein Carport hinter dem Haus in der Gerberstraße brennt. „Schon nach kurzer Zeit gab es mehrere Anrufe von Anwohnern, die Rauch aus dem Gebäude meldeten. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass noch zwei Menschen in dem Gebäude sind“, sagte Benjamin Stracke, Pressesprecher der Feuerwehr Drolshagen, im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Alarmierung sei dann erhöht worden und auch der Rettungsdienst mit verstärkten Kräften eingetroffen.

„Zum Glück hat sich dann aber herausgestellt, dass sich keine Personen mehr in dem Gebäude befanden. Als das klar war, konnten wir das Hauptaugenmerk von der Menschenrettung auf die Brandbekämpfung legen“, so Stracke. Man habe das Feuer dann relativ schnell unter Kontrolle bekommen: „Durch die alten Decken war es recht schnell freigebrannt, und wir kamen recht gut an die Glutnester und Flammen heran.“ Zudem öffnete ein Feuerwehrmann über die Drehleiter einige Stellen auf dem Dach.

Einsturzgefahr

Eine Decke zum Obergeschoss des alten Hauses drohte einzustürzen: „Es war nicht mehr begehbar. Wir haben dann die Brandbekämpfung vom Innenbereich ganz nach außen verlegt.“ Zur Ursache konnte Benjamin Stracke noch nichts sagen: „Es war wohl das Feuer im Carport, das sich über das Dach des angrenzenden Hauses ausgebreitet hat.“ Warum es in dem Carport brannte, stehe noch nicht fest.

Wegen der starken Rauchentwicklung musste der Bereich weiträumig abgesperrt werden. Die komplette Feuerwehr Drolshagen war im Einsatz mit insgesamt 50 Kräften. Dies waren zwei Löschzüge aus der Rosestadt und einer aus Iseringhausen.

Nachdem ein Statiker am Samstagabend vor Ort war und festgestellt hatte, dass das Haus einsturzgefährdet ist, begannen die Einsatzkräfte den Dachstuhl herunterzunehmen. „Wir wollten die Gefahr bannen, dass nichts herunterfällt“, betonte Benjamin Stracke. Es lief auch alles reibungslos ab. Der Einsatz dauerte am Samstag bis 22 Uhr. „Wir haben den Dachstuhl soweit wie möglich abgetragen und dann mit Schaum abgedeckt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern“, sagte Stracke am Sonntag.

Die Gerberstraße bleibt weiterhin für den Verkehr gesperrt.

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