Jahresübung

Feuerwehr Drolshagen für Ernstfall gerüstet

Spannendes Szenario bei der Jahreshauptübung: Eine Person musste vom Hallendach mittels Drehleiter, zwei aus den brennenden Gebäuden gerettet werden. Unter Atemschutz drangen die Wehrleute zu diesen vor. Das Wenderohr ermöglicht Brandbekämpfung aus großen Höhen vom Korb der Drehleiter aus.

Spannendes Szenario bei der Jahreshauptübung: Eine Person musste vom Hallendach mittels Drehleiter, zwei aus den brennenden Gebäuden gerettet werden. Unter Atemschutz drangen die Wehrleute zu diesen vor. Das Wenderohr ermöglicht Brandbekämpfung aus großen Höhen vom Korb der Drehleiter aus.

Foto: Foto: Birgit Engel / WP

Drolshagen.  Die Drolshagener Wehrleute zeigen sich bei der Jahresübung in guter Verfassung.

Es regnete - zunächst moderat, dann heftig - bei der Jahreshauptübung der Feuerwehr Drolshagen am Samstag und das schien wie ein Hohn des Wettergottes. Denn auch, wenn es scheint, dass die Trockenheit durch das momentane Schmuddelwetter überwunden ist, ist dem längst nicht so. Die Wälder, Böden, Flüsse und Bäche leiden weiter unter einem immensen Regendefizit. Ein Umstand, den auch die Feuerwehrleute zu spüren bekamen.

Wasser aus der Wormicke

Denn zur Bekämpfung des Brandes im Bürogebäude und in der Produktionshalle der Firma MAS GmbH war laut „Drehbuch“ unter anderem auch die Wasserentnahme aus offenen Gewässern, sprich der Wormicke, über eine Strecke von etwa 300 Metern vorgesehen. Da sich der Wasserstand trotz der Niederschläge der letzten Wochen nicht erholt hat, musste der längste Nebenfluss der Rose zunächst aufgestaut werden.

„Das hat zu Verzögerungen geführt. Die Wasserversorgung war jedoch zügig und jederzeit durch die Entnahme aus den Hydranten sichergestellt“, sagte Einsatzleiter, Brandoberinspektor Volker Klühspies.„Natürlich ist die Trockenheit im zweiten Jahr in Folge ein Problem. Aber wir haben das im Blick“, verwiesen Kreisbrandmeister Christoph Lütticke und Drolshagens Wehrleiter Dirk Nebeling auf bestehende Konzepte und eine gute Ausrüstung. So war beispielsweise das TLF 4000 vor Ort. Das im urbanen wie unwegsamen Raum multifunktionell einsetzbare Tanklöschfahrzeug mit Allradantrieb und Unterfahrschutz an den Reifen verfügt über insgesamt drei Wasserwerfer und kann bis zu 5000 Liter Löschmittel transportieren.

Wasserwerfer aus Führerhaus

Anders als die TLF 4000 in Olpe, Attendorn, Gerlingen und Kirchhundem hat das in Drolshagen noch eine Besonderheit: einen aus dem Führerhaus bedienbaren Frontwerfer, mit dem während der Fahrt Wasser abgegeben werden kann.

Viele kleine und große Bürger, Vertreter aus der Politik und Verwaltung waren vor Ort, um die Geschehnisse der Jahreshauptübung zu verfolgen. Die Aufgaben: Menschenrettung aus der Produktionshalle und dem Obergeschoss sowie vom Dach des Bürogebäudes mittels Drehleiter. Parallel dazu: Brandbekämpfung, Verhinderung der Brandausbreitung sowie auch Löschmaßnahmen mittels der Drehleiter, wobei ein Wenderohr zum Einsatz kam, das Brandbekämpfung aus großen Höhen vom Korb aus ermöglicht.

Sirenen heulten um 15.15 Uhr

Um 15.15 Uhr heulten in der Rosestadt die Sirenen. Das Stichwort: Feuer Y3 – Feuer mit Menschenleben in Gefahr. Neben dem DRK unter Zugführer Fabian Reuber und einigen RUND-Mimen (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der örtlichen DLRG rückten insgesamt zehn Fahrzeuge der zwei Löschzüge aus Drolshagen sowie des Löschzuges aus Iseringhausen aus. An Bord waren 60 Feuerwehrleute, die von Einsatzleiter Volker Klühspies nach Sichtung der Lage verschiedenen Einsatzabschnitten zugeordnet wurden.

Gute Gemeinschaft

„Die Löschzüge aus Drolshagen und Iseringhausen sind längst zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen“, sagte Wehrleiter Dirk Nebeling, während er das Tun seiner Kameraden verfolgte und sich darüber hinaus ausdrücklich über das große Interesse der Bevölkerung trotzt des schlechten Wetters freute. „Die Jahreshauptübung ist tatsächlich immer wieder ein toller Beweis für die Leistungsstärke der Feuerwehr. Es beeindruckt in jedem Jahr erneut, in welchem Umfang sie fähig ist, Leib und Leben unserer Bürger zu schützen“, lobte Bürgermeister Ulrich Berghof.

Ein durchweg zufriedenes Fazit zogen schließlich Wehrleiter Dirk Nebeling und Einsatzleiter Volker Klühspies: „Die Übung ist sehr gut gelaufen. Die Menschenrettung der drei betroffenen Personen hat reibungslos geklappt. Und auch die Zusammenarbeit mit DRK und DLRG hat sehr gut funktioniert“.

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