Jahresdienstbesprechung

Feuerwehr Finnentrop: So viele Einsätze wie nie zuvor

Den Jubilaren (35 und 25 Jahre) der Freiwillen Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop wird mit den Auszeichnungen eine besondere Ehre zuteil.  Gemeindebrandinspektoren Thomas Klein (links) und Bürgermeister Dietmar Heß (rechts) wissen, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen ist.

Den Jubilaren (35 und 25 Jahre) der Freiwillen Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop wird mit den Auszeichnungen eine besondere Ehre zuteil. Gemeindebrandinspektoren Thomas Klein (links) und Bürgermeister Dietmar Heß (rechts) wissen, wie wichtig die Arbeit der Freiwilligen ist.

Foto: Meinolf Lüttecke

Fretter.   Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr Finnentrop: 212 Mal rücken die Kameraden in 2018 aus. Heß spricht über Neubau des Feuerwehrgerätehauses.

Die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Finnentrop war am Samstag Anlass, das Jahr 2018 zu reflektieren und den Ausblick auf das Jahr 2019 zu halten. Dafür trafen sich zahlreich die Feuerwehrkameraden aus elf Löschgruppen in der Schützenhalle von Fretter.

Die Einsätze

Gemeindebrandinspektor Thomas Klein sprach von einem ereignisreichen Jahr. „Der trockene Sommer hat uns auf Trab gehalten“, erklärte der oberste Feuerwehrmann. Denn mit 212 Einsätzen, davon 42 Brandeinsätze, waren es im vergangenen Jahr so viele wie nie zuvor (125 im Jahre 2017) in der Geschichte der Gemeinde, die in diesem Jahr seit 50 Jahren existiert.

Die 295 Feuerwehrkameraden waren an 365 Tagen einsatzbereit, egal ob die Sonne schien, es stürmte, schneite oder hagelte, so Klein. Er erwähnte auch, dass neun Personen gerettet werden konnten, allerdings auch sechs Menschen starben, für sie kam jede Hilfe zu spät.

Die Anschaffungen

Im Bereich Technik brachte Gemeindebrandinspektor Andreas Sieler die Anwesenden auf den aktuellen Stand. Der „dickste Brocken“ war die Anschaffung für die Löschgruppe Lenhausen, bei der das Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 durch ein LF 20 (Investitionsvolumen 292.000 Euro) ausgetauscht wurde. Das 1994 gebaute LF 8/6 war aber keinesfalls etwas für den Schrottplatz, denn bei einer Versteigerung konnte man hierfür noch 26.600 Euro ergattern.

In Vorbereitung (noch nicht bestellt) ist die Beschaffung eines Einsatzleitwagens für die Löschgruppe Finnentrop als Ersatz für das vorhandene Fahrzeug. Hierfür wurden im Haushalt der Gemeinde 140.000 Euro veranschlagt.

Der Brandinspektor verhehlte nicht, dass die Vorbereitungen für ein neues Fahrzeugs sehr zeitaufwendig sind. Für die Neuanschaffung von Geräten und Ausrüstung sowie Unterhaltung der Fahrzeuge und Geräte gab man 145.000 Euro aus. Bei den Projekten, die noch offen sind, will die Feuerwehr sich auf das Nötigste beschränken, machte Andreas Sieler deutlich. Aber eine Wunschliste sei erlaubt und weise auch einiges auf. Die Aufwendungen für Aus- und Fortbildung beliefen sich im letzten Jahr auf 13.800 Euro, wobei ein Teil vom Land NRW erstattet wird.

Auch das neue Jahr wird für Lehrgänge und Seminare genutzt, wie Gemeindebrandinspektor Werner Geueke verdeutlichte.

Eigentlich wollte Geueke im Mai sein Amt zur Verfügung stellen, doch Thomas Klein überredete ihn weiter zu machen, so dass Geueke über den 21. Mai zur Verfügung steht. Klein machte aber deutlich, dass er ein Augenmerk darauf richte, einen jungen Kameraden zeitig für die Nachfolge einzubinden.

Der Nachwuchs

Unterbrandmeister Julian Hageböck konnte den Bestand von 53 Jugendfeuerwehrkameraden vermelden. Eine Steigerung um drei Personen und für das begonnene neue Jahr habe er „bereits sieben Neuanmeldungen in der Tasche“, erklärte der Unterbrandmeister sichtlich stolz. Bei Hageböck stehen neben der Ausbildung auch Spiel und Spaß auf der Agenda.

Zufriedenheit brachte Bürgermeister Dietmar Heß zum Ausdruck, denn jeder 60ste Einwohner ist aktiver Feuerwehrmann. Er sagte: „Mit diesem Resultat können wir uns unterm Strich gut sehen lassen.“ Heß berichtete über den anstehenden Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Kopernikusstraße, für das die Baugenehmigung am 12. November erteilt wurde. Und er lobte den Anbau am Feuerwehrgerätehaus in Rönkhausen, der mit erheblicher Eigenleistung fortschreitet.

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