Jahresdienstbesprechung

Feuerwehr: Finnentroper Löschgruppen retten 18 Personen

Für 35 Jahre aktive Wehr gab es das Ehrenzeichen in Gold. Überreicht wurden sie durch Christoph Lütticke (l.), Dietmar Heß (2.v.l.) und Thomas Klein (2.v.r.).

Für 35 Jahre aktive Wehr gab es das Ehrenzeichen in Gold. Überreicht wurden sie durch Christoph Lütticke (l.), Dietmar Heß (2.v.l.) und Thomas Klein (2.v.r.).

Foto: Barbara Sander-Graetz

Finnentrop/Heggen.  Jahresdienstbesprechung in Heggen: Die elf Wehren der Freiwilligen Feuerwehr Finnentrop müssen im vergangenen Jahr 184 Mal ausrücken.

Zahlen und Fakten des vergangenen Jahres, Beförderungen und Ehrungen sowie eine Vorausschau auf das neue Jahr standen im Mittelpunkt der Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop. Die Wehrleute waren dieses Jahr zu Gast in der Heggener Schützenhalle.

Die elf Wehren mussten im vergangenen Jahr 184 Mal ausrücken. Das sind zwar 28 Einsätze weniger als im Vorjahr, aber immer noch eine beeindruckende Zahl für die aktiven Einsatzkräfte. 18 Personen konnten gerettet werden. „Schon dafür hat es sich gelohnt“, sagte Thomas Klein als Leiter der Finnentroper Wehren. Bei sieben Einsätzen kam allerdings jede Hilfe zu spät. 82 Mal war technische Hilfe gefragt, 27 Mal musste gelöscht werden. Neben 20 Fehlalarmierungen gab es auch 55 sonstige Einsätze. „Wir haben Rekordniveau und die Schallmauer von 300 Kameraden, darunter sieben Frauen, durchbrochen“, so der Gemeindebrandinspektor. „Wir gehen eine konstanten Weg und können gelassen in die Zukunft sehen.“

304 aktive Einsatzkräfte

Dabei geben ihm die Zahlen Recht. 304 aktive Einsatzkräfte sorgen in elf Wehren für Sicherheit rund um die Uhr. Zusammen mit der Jugendabteilung (57 Mitglieder), den Mitgliedern der Musikvereine (175 Männer und Frauen) und der Ehrenabteilung (124 Männer) machen sich 660 Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder für die Wehr stark und haben ein Uhrwerk zum Laufen gebracht, das zuverlässig tickt. Ein Augenmerk für das kommende Jahr ist die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes. Damit die Wehr gut aufgestellt ist, braucht es Technik, Ausrüstung und Fahrzeuge. Wie die Anschaffungen in diesem Bereich aussehen, dazu gab Andreas Sieler, stellvertretender Leiter der Wehr, einen Überblick. Für 2021 ist in Finnentrop die Auslieferung eines Einsatzleiwagens (ELW) vorgesehen und ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 10 für die Löschgruppe Finnentrop ist ebenfalls in Planungen.

„Bis dahin soll auch das neue Feuerwehrgerätehaus fertiggestellt werden“, ergänzte Bürgermeister Dietmar Heß später in seinem Grußwort und ergänzte: „Die Arbeiten dazu haben schon begonnen.“ Werner Geueke, stellvertretender Leiter der Wehr, gab einen Überblick über die zahlreichen Lehrgänge und Ausbildungen, die die Kameraden und Frauen im vergangenen Jahr besucht haben. Gemeinde-Jugendfeuerwehrwart Julian Hageböck hatte ebenfalls beeindruckende Zahlen und Fakten im Gepäck. So hatte der Feuerwehrnachwuchs ein spannendes Jahr mit Übungen und gemeinschaftlichen Erlebnissen vorzuweisen. 57 Jugendliche treffen sich regelmäßig in drei Gruppen. Die Früchte dieser Arbeit: zwei Mitglieder wechselten in diesem Jahr in den aktiven Dienst. „Wir haben in acht Jahren 70 Jungen und Mädchen in die aktive Wehr überstellen können.“

Ehrennadel in Silber

Mit Bernhard Hanses (Einheit Finnentrop) und Franz-Josef Rademacher (Einheit Schönholthausen) wurden anschließend zwei Jugendgruppenleiter mit der Ehrennadel in Silber der Jugendfeuerwehr NRW durch Kreis-Jugendfeuerwehrwart Bernd Koch für ihre Arbeit im Bereich des Nachwuchses geehrt und verabschiedet. Nach den Grußworten von Bürgermeister Dietmar Heß und Kreisbrandmeister Christoph Lütticke folgten die Ehrungen und Beförderungen. Uwe Kammerer als Einheitsführer in Bamenohl und sein Stellvertreter Frank Voß wurden nach elf und zehn Jahren aus ihren Funktionen entpflichtet. Ihnen folgen Markus Donth als neuer Einheitsführer und erstmals mit Tim Witzmann und Peter Schaumann zwei Stellvertreter in der Einheit. Neben 24 Beförderungen wechselten Martin Hageböck, Manfred Hoffmann (Ostentrop) und Wilhelm Bach (Serkenrode) in die Ehrenabteilung.

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